Werder-Noten mit Einzelkritik

Werder in Noten gegen Heidenheim: Defensiv-Debakel - nur ein Bremer Trio ordentlich

Die Defensivabteilung des SV Werder Bremen präsentierte sich beim 2:4 gegen den 1. FC Heidenheim in desaströser Verfassung.
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Die Defensivabteilung des SV Werder Bremen präsentierte sich beim 2:4 gegen den 1. FC Heidenheim in desaströser Verfassung.

Der SV Werder Bremen hat am 4. Bundesliga-Spieltag bei Aufsteiger 1. FC Heidenheim mit 2:4 (0:2) verloren und sich dabei in der Defensive haarsträubende Fehler geleistet. Die Bremer Spieler in der Einzelkritik mit Noten.

Jiri Pavlenka: Wirkte nicht so fokussiert wie zuletzt. Das begann schon mit einem schlechten Pass auf Stark. Das 0:2 durch Dinkci wirkte nicht unhaltbar. Bekam auch danach nicht viel zu packen. Note 4

Amos Pieper: In seinem 90. Bundesligaspiel hatte sich der Innenverteidiger lange darauf beschränkt, ordentlich zu verteidigen – um dann mit einem tollen Pass Schmid auf die sichere Reise zum 2:2 zu schicken, doch der vergab. Auch Pieper fehlte später die Konzentration, vor dem 2:3 schaute er nur zu. Note 4

Niklas Stark: Lange Zeit einer der wenigen Bremer in guter Form, räumte hinten alles ab, spielte zudem einige gute Bälle nach vorne. Doch dann ließ auch er Ex-Kollege Dinkci zum 0:2 spazieren. Immerhin agierte der Abwehrchef danach wieder ordentlich. Note 3,5

Werder Bremen in Noten: Ganz schwache Defensive bei Niederlage gegen den 1. FC Heidenheim

Marco Friedl (bis 45.): Hatte sich nach ganz schwachem Start – verursachte den Freistoß, der letztlich den Elfmeter zum Heidenheimer 1:0 zur Folge hatte – eigentlich gefangen, um dann seinen ehemaligen Mitspieler Dinkci vor dem 0:2 einfach mal gar nicht anzugreifen. Das war ganz schlecht vom Kapitän, der dann zur Pause auch in der Kabine blieb. Note 5,5

Mitchell Weiser: War fast ein reiner Rechtsaußen und damit fast schon rechts draußen, fand vor der Pause nämlich kaum statt. Aber dann! Köpfte Werder zum 2:2. Vergaß dann aber vor dem 2:3 die Abwehrarbeit. Note 3,5
 
Christian Groß (bis 84.): Am Bremer Sechser lief die Partie vorne wie hinten so gut wie völlig vorbei. Note 5
 
Anthony Jung (bis 45.): Sein zuckender Ellbogen beim Beste-Freistoß bescherte Werder früh den 0:1-Rückstand durch den gerechtfertigten Handelfmeter. Der Linksverteidiger machte auch danach eine ziemlich unglückliche Figur – vorne wie hinten. Seine Auswechslung in der Halbzeit war deshalb keine Überraschung. Note 5,5

Werder Bremen in Noten gegen den 1. FC Heidenheim: Dawid Kownacki ein Totalausfall

Romano Schmid: Ein Torjäger wird der Österreicher wohl nicht mehr. Vergab kurz nach dem 1:2 das sichere 2:2. Immerhin setzte der Achter immer wieder Impulse und seine Kollegen in Szene wie bei der Riesenchance von Jens Stage. Note 4

Jens Stage: Was für eine vergebene Chance zum 1:1! Grätschte den Ball aus drei Metern über das leere Tor. Der Däne war auch ansonsten zu überhastet unterwegs und machte sich damit viel selbst kaputt. Vor dem 2:3 hätte er dann durchaus aktiver sein dürfen. Note 4,5

Nick Woltemade (bis 65.): Dritter Startelf-Einsatz in seinem 13. Bundesligaspiel, durfte dabei für den noch angeschlagenen Ducksch ran. Probierte viel auf eigene Faust, was bei seiner staksigen Spielweise schon sehr besonders aussieht – in Heidenheim aber zu selten von Erfolg gekrönt war. Da gingen viele Bälle letztlich verloren. Note 4,5

Dawid Kownacki (bis 45.): Ein Totalausfall! Wenn er mal aussichtsreich vor dem Tor war, verstolperte der Angreifer entweder den Ball oder ließ sich bei einem leichten Kontakt sofort fallen. Note 5,5

Milos Veljkovic (ab 46.): Kam für den schwachen Friedl in die Dreierkette und machte es genauso schlecht. Das 2:4 geht auf seine Kappe. Note 5,5

Werder Bremen-Noten gegen 1. FC Heidenheim: Olivier Deman deutet Qualitäten bei Joker-Einsatz an

Olivier Deman (ab 46.): Werder-Premiere für den Neuzugang aus Brügge und dabei gleich per Flanke Vorbereiter des 2:2. Beim 2:3 schaute aber auch er nur zu. Note 3,5

Marvin Ducksch (ab 46.): War nach seiner Verletzung im Mainz-Spiel zunächst draußen geblieben und besorgte dann sofort das 1:2 – allerdings mit etwas Glück: Seinen abgewehrten Handelfmeter konnte er noch per Kopf verwerten. Mehr kam von ihm nicht. Note 4

Rafael Borré (ab 65.): Noch eine Werder-Premiere, der Kolumbianer erlebte dabei aber sofort das 2:3 und konnte selbst keine Akzente mehr setzen. Note -
 
Justin Njinmah (ab 84.): Werners letzter Joker, der nur knapp das 3:4 verpasste. Note -

Weiter mit der Aufstellung:

Werder Bremen-Aufstellung gegen 1. FC Heidenheim: Naby Keita fehlt im Kader - Marvin Ducksch nicht in der Startelf

Update (17. September, 14.30 Uhr): Jetzt ist die Werder-Aufstellung da - und Nick Woltemade spielt von Beginn an! Die ganze Startelf und alles Weitere zum Spiel lest Ihr im Live-Ticker zur Partie zwischen dem SV Werder Bremen und dem 1. FC Heidenheim.

Bremen – Die Offensivaktionen sahen schon richtig gut aus. Lässig ließ Naby Keita in einer Szene des Abschlusstrainings den Ball zirkulieren und seine Gegenspieler stehen. Zuvor hatte der Mittelfeldakteur des SV Werder Bremen schon sehenswert eine kleine Jonglage-Einlage mit Milos Veljkovic gezeigt. Allerdings: Defensiv hielt sich der 28-Jährige noch merklich zurück, zeigte am Samstagmittag in den sich bietenden Zweikämpfen noch nicht vollen Einsatz. Und wenig später war klar: Der Top-Zugang der Bremer wird auch beim Auswärtsauftritt gegen den 1. FC Heidenheim (Sonntag, 15.30 Uhr im DeichStube-Liveticker) nicht zum Kader gehören. Als am frühen Abend ein Spieler nach dem anderen am Bremer Flughafen eincheckte, fehlte vom 28-Jährigen jede Spur.

Wesentlich mehr Glück hatten die wenigen Autogrammjäger, die eine Unterschrift von Rafael Borré wollten. Der Kolumbianer, der nach reichlich Reisestress wegen der jüngsten Länderspieleise gerade erst aus Südamerika nach Bremen zurückgekehrt war, machte es sich gleich im nächsten Flieger gemütlich. Ebenso wie Marvin Ducksch und Leonardo Bittencourt, die zuletzt aufgrund von Oberschenkel- beziehungsweise Knieproblemen einige Tage gefehlt oder nur dosiert trainiert hatten. Doch die rund 14-tägige Ligaauszeit genügte offensichtlich zur vollständigen Genesung.

Werder Bremen-Startelf-Aufstellung gegen 1. FC Heidenheim: Rafael Borré bleibt vorerst die Joker-Rolle

Überhaupt bot die finale Einheit des SV Werder Bremen am Osterdeich eine Besonderheit. So standen gleich 24 Akteure auf dem Rasen, nach langer Zeit fehlte kein einziger Akteur verletzungsbedingt. Neben dem wiedergenesenen Keita gehörte folglich auch Felix Agu zur Trainingsgruppe. Der lange ausgebremste Flügelspieler war mittendrin im Geschehen, erzielte im zehnminütigen Abschlussspielchen sogar einen Treffer. Bei einem Zweikampf mit Borré gab es allerdings auch ein paar Schmerzen, kurz vor der Abfahrt des restlichen Teams humpelte Agu dann ein wenig Richtung Auto. Für den 23-Jährigen wäre der Heidenheim-Trip aber ohnehin zu früh gekommen. Auch der dritte Keeper Eduardo dos Santos Haesler blieb an der Weser – ebenso wie Youngster Leon Opitz.

Nach dem imposanten 4:0-Erfolg gegen den FSV Mainz 05 am vergangenen Spieltag gibt es für Ole Werner bei der Nominierung seiner Startelf-Aufstellung prinzipiell keinen Grund zum Wechseln. In der Abwehr vor Torhüter Jiri Pavlenka sollten erneut Amos Pieper, Niklas Stark und Marco Friedl auflaufen, als Sechser dürfte erneut Christian Groß zum Einsatz kommen. Der rechte Flügel gehört einmal mehr Mitchell Weiser, Pendant auf der linken Seite dürfte Anthony Jung sein. Konkurrent Olivier Deman weilte zuletzt bei der belgischen Nationalmannschaft und hatte somit nicht allzu viel Zeit, sich weiter ins Team zu integrieren und die Abläufe zu verinnerlichen. Auf den Achterpositionen spricht vieles dafür, dass erneut Jens Stage und Romano Schmid starten, im Angriff gehen die beiden Plätze an Marvin Ducksch und Dawid Kownacki. Rafael Borré bliebe im Auswärtsspiel gegen den 1. FC Heidenheim (Sonntag, 15.30 Uhr im DeichStube-Liveticker) somit vorerst die Rolle des Jokers – doch im Abschlusstraining des SV Werder Bremen hat er bereits gezeigt, dass er keine allzu große Eingewöhnungszeit benötigt und äußerst abschlussfreudig ist. (mbü)

So könnte die Startelf-Aufstellung des SV Werder Bremen gegen den 1. FC Heidenheim aussehen!

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