Werder-Einzelkritik
Werder Bremen in Noten gegen Leverkusen: Stark zu ungestüm, Sugawara abgeklärt
Der SV Werder Bremen hat nach einem Mega-Fight noch ein 3:3 gegen Bayer Leverkusen geschafft. Die Werder-Profis in der Einzelkritik mit Noten.
Mio Backhaus: Der junge Keeper feierte seine Heim-Premiere als neuer Stammtorhüter. Beim frühen Gegentor ohne Abwehrchance (5.). Danach kaum gefordert, bei langen Bällen aber aufmerksam. Auch beim zweiten gefährlichen Abschluss aus kürzester Distanz machtlos (35.). In der zweiten Hälfte zunächst beschäftigungslos, dann von Schick beim Elfmeter verladen (64.). Konnte sich ansonsten kaum auszeichnen. Note: 3,5
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Werder Bremen in Noten gegen Bayer Leverkusen: Niklas Stark zu ungestüm, Karim Coulibaly schreibt irre Geschichte
Yukinari Sugawara: Der Japaner stand keine Woche nach seiner Verpflichtung direkt in der Startelf und zeigte einen routinierten, abgeklärten Auftritt. Schaltete sich immer wieder ins Offensivspiel ein und spielte einige vielversprechende Pässe in die Tiefe. Ließ vor dem zweiten Gegentor Kofane allerdings zu viel Platz zum Flanken. Dennoch ein gelungenes Debüt. Note: 3
Niklas Stark: Führte das Team in Abwesenheit von Friedl als Kapitän aufs Feld. Vor dem ersten Gegentor kam er gegen Tella nicht mehr in den Zweikampf. Zunächst gewohnt zweikampfstark, ehe er nach einem Abstimmungsfehler per Grätsche gegen Kofane klar zu spät kam und folgerichtig mit Gelb-Rot vom Platz flog (63.). Note: 4,5
Karim Coulibaly: Kam mit gerade einmal 18 Jahren zu seinem Startelf-Debüt und erlebte prompt einen Albtraum-Start. Sein ungenauer Rückpass auf Agu leitete die frühe Gästeführung ein (5.). Auch danach mit mehreren Fehlpässen, ehe er sich nach und nach freischwamm. Leistete sich dennoch einen weiteren groben Ballverlust vor Kofanes Lattentreffer (45+1). Lieferte nach der Pause einen deutlich verbesserten Auftritt ab und erzielte dann in der Nachspielzeit tatsächlich den umjubelten Ausgleichstreffer. Wurde somit doch noch zum Helden des Tages. Note: 3,5
Felix Agu: Hatte seine linke Seite deutlich besser im Griff als noch in Frankfurt. Seine zahlreichen Vorstöße nach vorne blieben allerdings ohne Ertrag. Vor dem zweiten Gegentor zu weit weg von Tillman. Note: 3,5
Werder Bremen in Noten: Bemühtem Mittelfeld-Trio gelang gegen Bayer Leverkusen nicht alles
Senne Lynen: Auf der alleinigen Sechs mit großen Räumen, die er nicht immer schließen konnte. Verlängerte zudem die Flanke vor dem zweiten Gegentor unglücklich genau auf Torschütze Tillmann (35.). Rieb sich in vielen Zweikämpfen auf, allerdings zunächst ohne das Bremer Spiel entscheidend stabilisieren zu können. Wurde dann in Unterzahl nochmal präsenter und köpfte den Ball vor dem Ausgleich an die Latte. Note: 3
Patrice Covic (bis 65.): Das Mittelfeld-Juwel begann anstelle von Bittencourt und agierte neben Schmid als Achter. Hatte viele Ballkontakte, holte sich die Kugel oft tief ab und lief im ersten Durchgang die meisten Kilometer (6,7). Engagierter Auftritt, jedoch ohne die letzten entscheidenden Akzente. Note: 3
Romano Schmid: Bemühte sich, das Spiel zu ordnen, doch im ersten Durchgang wollte ihm zunächst wenig gelingen. Viele Ideen im letzten Drittel verpufften. Übernahm dann beim Elfmeter Verantwortung und verwandelte eiskalt (44.). Nach der Pause lange unauffällig, drehte aber in der Schlussphase nochmals auf und war entscheidend an Werders Aufholjagd beteiligt. Note: 3
Angreifer lange Zeit blass: Werder Bremen in Noten gegen Bayer Leverkusen
Justin Njinmah (bis 65.): Nach Vorlage von Grüll mit der ersten gefährlichen Werder-Chance, doch aus guter Position zu ungenau im Abschluss (14.). Ansonsten ein blasser Auftritt, konnte seine Schnelligkeit kaum gewinnbringend einsetzen. Note: 5
Samuel Mbangula (bis 71.): Im ersten Durchgang mit einigen Aktionen, seine Zuspiele in die Tiefe jedoch zu unpräzise. Holte dann mit einem beherzten Dribbling den Elfmeter heraus (41.) und verpasste selbst nur knapp das Tor (45+2). Dennoch bislang noch nicht der erhoffte Unterschiedsspieler. Note: 4
Marco Grüll (bis 71.): Arbeitete viel als alleinige Spitze und war in vielen Zweikämpfen präsent. Sein Distanzschuss ging nur knapp vorbei (18.), beinahe auch mit dem Ausgleich nach einer Ecke (45+8). Hatte ansonsten gegen Quansah und Tapsoba einen schweren Stand und ließ die große Chance auf den Anschlusstreffer zu fahrlässig liegen (68.). Zeigte erneut, dass er kein klassischer Mittelstürmer ist, war aber ein Aktivposten, wenngleich ihm nicht alles gelang. Note: 3,5
Auswechselspieler zeigen Wirkung: Werder Bremen in Noten gegen Bayer Leverkusen
Leonardo Bittencourt (ab 65.): Kam für Covic und brachte sofort spürbar Energie ins Spiel. Gewann mehrere Zweikämpfe und pushte die Mitspieler. Ein Hauptgarant für die späte Bremer Drangphase, war mit seiner Flanke maßgeblich an der Entstehung des späten Ausgleichs beteiligt. Note: –
Skelly Alvero (ab 65.): Rückte nach Starks Platzverweis in die Innenverteidigung und machte seine Sache auf ungewohnter Position sehr ordentlich. Note: –
Isaac Schmidt (ab 71.): Feierte sein Debüt im Werder-Trikot und traf prompt. Blieb nach einem langen Zuspiel vor dem herausstürmenden Flekken cool, umkurvte den Bayer-Keeper und schob überlegt ein (76.). Starker Auftritt vom Neuzugang. Note: –
Keke Topp (ab 71.): Ersetzte Grüll im Sturmzentrum und legte wenig später stark für Schmidt auf (76.). Hatte selbst den Ausgleich auf dem Fuß, doch sein Abschluss war zu ungenau (81.). War ein sehr belebendes Element. Note: –
Weiter mit der Aufstellung:
Werder-Bremen-Aufstellung gegen Bayer Leverkusen: Neuzugang steht direkt in der Startelf
Der SV Werder Bremen trifft am Samstag (15.30 Uhr) auf Bayer Leverkusen: So sieht die Bremer Startelf-Aufstellung für das Bundesliga-Heimspiel aus!
Update vom 30. August, 14.30 Uhr: Da ist die Startelf-Aufstellung des SV Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen – Trainer Horst Steffen wirft Neuzugang Yukinari Sugawara direkt in die Anfangsformation. Hier gibt‘s die komplette Aufstellung des SV Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen im DeichStube-Liveticker.
Bremen – Wie schon in den vergangenen Wochen absolvierte der SV Werder Bremen sein Abschlusstraining vor dem Heimspiel gegen Bayer 04 Leverkusen am Samstag (15.30 Uhr, DeichStube-Liveticker) hinter verschlossenen Türen. Auf „Platz 11“ ließ Cheftrainer Horst Steffen seine verletzungsgeplagte Mannschaft, die gegen den amtierenden Vizemeister die Ausfälle von insgesamt sieben Profis kompensieren muss, ein letztes Mal vor dem ersten Bundesliga-Auftritt der neuen Saison im Weserstadion üben. Im Duell mit der ebenfalls neuformierten Werkself ist personell also einmal mehr Kreativität gefragt – auch bei der Wahl der Startelf-Aufstellung. Gut, dass es mit den Leihspielern Isaac Schmidt (von Leeds United) und Yukinari Sugawara (FC Southampton) zumindest zwei neue Alternativen für die zwischenzeitlich arg verwaisten Bremer Außenbahnen gibt.
Aufstellung des SV Werder Bremen gegen Bayer 04 Leverkusen: Rückt Neuzugang Yukinari Sugawara direkt in die Bremer Startelf?
Allen voran der 15-fache japanische Nationalspieler Yukinari Sugawara dürfte direkt in die Startelf-Aufstellung von Chefcoach Horst Steffen gespült werden, weil nicht nur Mitchell Weiser (Kreuzbandriss), Max Wöber (Oberschenkelverletzung) und Olivier Deman (Knöchelbruch) auf den Außenbahnen fehlen, sondern sich auch Aushilfsrechtsverteidiger Julian Malatini in Frankfurt einen Bänderriss zugezogen hat und passen muss. Weil es in der Mainmetropole zudem Werder-Kapitän Marco Friedl erwischt hat (Innenbandläsion im Knie) und auch Amos Pieper nach seiner Hüft-OP weiter ausfällt, wird Youngster Karim Coulibaly sein Bundesliga-Startelf-Debüt gegen den Champions-League-Teilnehmer feiern. Bammel, dass ein derartiges Kräftemessen für den 18-Jährigen womöglich zu früh kommen könnte, hat Horst Steffen aber nicht – im Gegenteil. „Ich bin davon überzeugt, dass Karim ein tolles Spiel machen wird und freue mich darauf, ihn zu sehen“, betonte der 56-Jährige am Donnerstag. Werders Viererabwehrkette komplettieren Niklas Stark und Felix Agu, der erneut die linke Bahn beackern wird. Das Duo hatte zuletzt ebenfalls angeschlagen pausieren müssen, hat sich aber rechtzeitig zum Wochenende wieder fitgemeldet. Dahinter wird erneut Mio Backhaus zwischen den Pfosten stehen, obwohl sich die neue Nummer eins des SV Werder Bremen unter der Woche im Training leicht im Gesicht verletzt hatte. Im Mittelfeld wird die Doppelsechs mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wieder aus Senne Lynen und Leonardo Bittencourt bestehen.
Auch sonst sind im Vergleich zur deutlichen Niederlage in Frankfurt kaum Änderungen in der Aufstellung des SV Werder Bremen zu erwarten, sodass die Abteilung Attacke in der Bremer Startelf aller Voraussicht nach erneut aus Justin Njinmah, Romano Schmid, Samuel Mbangula und der einzigen Sturmspitze Marco Grüll bestehen dürfte. Patrice Covic und Keke Topp lauern als Alternativen auf der Bank auf ihren Einsatz. Gleiches gilt für Isaac Schmidt, der nach seiner Verpflichtung am Donnerstag erstmals zum Werder-Kader zählen wird und gegen Bayer Leverkusen auf seinen Premieren-Einsatz im Weserstadion hoffen darf. (mwi)
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