Werder-Profis in der Einzelkritik
Werder Bremen in Noten gegen den BVB: Piepers bitterer Aussetzer, Chancentod Njinmah
Der SV Werder Bremen hat das Bundesliga-Spiel bei Borussia Dortmund mit 0:3 (0:1) verloren. Die Werder-Profis in der Einzelkritik mit Noten!
Mio Backhaus: Sah beim 0:1 unglücklich aus, als die Ecke im Fünfmeterraum herunterfiel und er auf der Linie blieb. Bis auf einen Distanzschuss von Sabitzer (37.) lange Zeit ohne Gelegenheit sich auszuzeichnen. Beim zweiten und dritten Gegentreffer war er dann machtlos (76.). Note: 3,5
Yukinari Sugawara: Brauchte im ersten Durchgang auffällig lange in seiner Entscheidungsfindung und vertändelte vor der Pause mehrfach zu einfach den Ball. Auch seine Hereingaben fanden keinen Mitspieler. Steigerte sich zwar nach der Halbzeit, sucht aber weiterhin seine Form aus dem Herbst. Note: 4,5
Amos Pieper: Warf sich konsequent in alle Zweikämpfe und eroberte mehrfach im Gegenpressing den Ball. Bügelte Lynens Fehlpass mit starkem Stellungsspiel aus (30.). Rettete spektakulär nach dem Schuss von Beier (55.). Lange Zeit einer der besten Bremer, bis zu seinem folgenschweren Aussetzer vor dem dritten Gegentreffer. Deshalb nur… Note: 4
Werder Bremen in Noten gegen Borussia Dortmund: Marco Friedl noch der beste Bremer gegen den BVB
Marco Friedl: Ordnete seine Nebenleute mit großer Ruhe und Übersicht. Hatte Gegenspieler Silva über weite Strecken gut im Griff. Zeigte einmal mehr, weshalb er in der Zentrale besser aufgehoben ist, konnte die Niederlage aber auch nicht verhindern. Der Kapitän war noch bester Bremer. Note: 3
Karim Coulibaly: Kehrte nach seiner Sperre zurück in die Startelf und zeigte erneut lange Zeit einen sehr abgeklärten Auftritt. Agierte defensiv zweikampfstark und aufmerksam, offenbarte im Spielaufbau jedoch auch Steigerungspotenzial. An den Gegentreffern nicht beteiligt. Note: 3,5
Isaac Schmidt (bis 81.): Brachte in der Anfangsphase frischen Wind auf die zuletzt häufig verwaiste linke Bremer Seite. War sichtlich um Offensivdrang bemüht, auch wenn ihm nicht alles gelang. Defensiv hielt er seine Seite bis zu seiner Auswechslung sauber. Ohne zu brillieren, war es dennoch sein bislang bester Auftritt im Werder-Trikot. Note: 3,5
Senne Lynen: Sammelte früh viele Ballkontakte und klärte in höchster Not vor dem einschussbereiten Silva (10.). Im Glück, dass sein gravierender Abspielfehler nicht bestraft wurde (30.). Hatte insgesamt zu viele Fehlpässe im Repertoire. So gelang es ihm nicht, für die dringend benötigte Balance sorgen. Note: 4,5
Werder Bremen in Noten gegen Borussia Dortmund: Jens Stage vor dem 0:1 deutlich zu weit weg von Nico Schlotterbeck
Jens Stage: Ließ Schlotterbeck vor dem 0:1 zu einfach entwischen (11.). Agierte ansonsten körperlich gewohnt robust in der Zentrale, war aber gemeinsam mit Lynen vor dem zweiten Gegentor an der Strafraumkante deutlich zu weit weg von Sabitzer. Setzte darüber hinaus offensiv kaum Impulse. Ergab sich schlussendlich nach dem dritten Gegentreffer gemeinsam mit den Kollegen. Note: 4,5
Romano Schmid: Bewegte sich viel und war von Beginn an bemüht, Ballkontakte zu sammeln. Leitete Njinmahs Großchance mit einem mustergültigen Pass ein (18.). Seine Ideen wirkten jedoch häufig zu verspielt und ausrechenbar. Verlor auch mehrmals den Ball und setzte dann nicht nach. So bleibt der Österreicher weiter nicht der benötigte Unterschiedsspieler. Note: 4,5
Marco Grüll (bis 69.): Setzte früh mit einem Distanzschuss eine erste Duftmarke (5.), blieb danach im ersten Durchgang zwar bemüht, jedoch weitgehend unauffällig. Schafft es weiterhin zu selten, sich für seinen hohen Aufwand zu belohnen. Offensiv kaum mit Durchschlagskraft, musste daher folgerichtig für Milosevic weichen. Note: 5
Werder Bremen in Noten gegen Borussia Dortmund: Justin Njinmah vergibt die Bremer Führung gleich mehrfach
Justin Njinmah (bis 81.): Entwickelte sich in der Anfangsphase zu Werders Chancentod. Verpasste gleich dreifach (4./6./18.) beste Möglichkeiten, blieb vor der Pause dennoch ein stetiger Aktivposten. Baute in Hälfte zwei ab und konnte sich kaum noch entscheidend in Szene setzen. Note: 5
Jovan Milosevic (ab 69.): Feierte seine Premiere im Werder-Trikot, konnte jedoch kaum Akzente setzen. Note: –
Samuel Mbangula (ab 81.): Bekam noch ein paar Minuten, als das Spiel verloren war. Note: –
Cameron Puertas (ab 81.): Konnte keine Pluspunkte mehr sammeln. Note: –
Olivier Deman (ab 81.): Kam nach seinem Knöchelbruch zu seinem ersten Saisoneinsatz. Note: –
Weiter mit der ersten Meldung:
Werder-Bremen-Aufstellung gegen den BVB: Jovan Milosevic nicht in der Startelf gegen Borussia Dortmund
Der SV Werder Bremen tritt am Dienstagabend (20.30 Uhr) beim BVB in Dortmund an - welche Startelf-Aufstellung Trainer Horst Steffen wählt!
Update vom 13. Januar 2026, 19.20 Uhr: Jetzt ist die Startelf des SV Werder Bremen für das Bundesliga-Spiel bei Borussia Dortmund da: Welche Aufstellung Trainer Horst Steffen gewählt hat!
Bremen - Seine neuen Teamkollegen lernt Jovan Milosevic derzeit im Eilverfahren kennen, viel Zeit ist schließlich nicht, ehe für den SV Werder Bremen das erste Pflichtspiel nach der Ausleihe des 20-jährigen Mittelstürmers ansteht. Die große Frage vor der Partie bei Borussia Dortmund lautet daher (Dienstag, 20.30 Uhr, DeichStube-Liveticker): Gibt Milosevic direkt sein Debüt, womöglich sogar in der Startelf-Aufstellung?
Aufstellung des SV Werder Bremen gegen den BVB: Steht Jovan Milosevic direkt in der Startelf?
Beantworten wollte Cheftrainer Horst Steffen das am Montag auf der Pressekonferenz vor der Partie gegen Borussia Dortmund freilich nicht, sagte aber immerhin, dass der Serbe grundsätzlich fit und einsatzbereit sei. Nach nur zwei Trainingseinheiten mit den neuen Kollegen gibt es natürlich gute Argumente dafür, Jovan Milosevic zunächst nicht in die Startelf zu stellen, sondern auf die Bank zu setzen. Andererseits: Neue Impulse kann der bisher lahme Angriff des SV Werder Bremen mehr als nur gebrauchen.
Sollte sich Horst Steffen gegen das Startelf-Debüt des neuen Mannes entscheiden, dürfte als Alternative für die zentrale Stürmerposition der Österreicher Marco Grüll die besseren Karten gegenüber Keke Topp haben. Grülls fleißige, laufintensive Spielweise könnte für den SV Werder Bremen gegen den BVB (live im TV und Livestream) wichtig werden, ebenso wie das Tempo, das Justin Njinmah neben dem ohnehin gesetzten Romano Schmid auf den Außenbahnen in der Bremer Aufstellung erzeugen kann. Samuel Mbangula steht als Alternative für Njinmah parat.
Werder Bremen-Aufstellung gegen Borussia Dortmund: Bremer Fünferkette gegen den BVB
In der Defensive des SV Werder Bremen stellen sich mit Blick auf die Aufstellung hingegen weniger Fragen: Die Dreierkette vor Torhüter Mio Backhaus, der nach seinem Trainingsunfall rechtzeitig fit geworden ist, dürften Amos Pieper, Marco Friedl und Karim Coulibaly bilden, auf den Flügelposition Isaac Schmidt (links) und Yukinari Sugawara (rechts) beginnen. Im defensiven Mittelfeld stehen auch gegen den BVB wie gewohnt Senne Lynen und Jens Stage in der Bremer Startelf. (dco)
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