Vor Werder gegen den BVB

Der Hoffnungsträger: Trainer Horst Steffen erklärt, wie Jovan Milosevic Werders Sturmflaute beheben soll

Jede Menge Lob: Trainer Horst Steffen erklärt vor dem BVB-Spiel, wie Jovan Milosevic die Sturmflaute des SV Werder Bremen beheben soll!

Bremen – Die Zahlen lesen sich beeindruckend: 23 Pflichtspiele hat Jovan Milosevic zwischen Juni und Dezember 2025 für Partizan Belgrad bestritten, dabei wettbewerbsübergreifend 16 Tore erzielt und fünf vorbereitet. Eine Quote, wie sie gemeinhin Topstürmer aufweisen. Zwar ist die sportliche Qualität der serbischen Super Liga freilich nicht mit der in der Bundesliga zu vergleichen – beim SV Werder Bremen steht Milosevics Status aber dennoch vom ersten Tag an fest: Er ist der große Hoffnungsträger! Der Mann, der einer bis dato erschreckend lahmen Offensive das dringend benötigte Leben einhauchen soll. „Es ist sehr wichtig, dass er voll im Saft steht und in dieser Saison schon seine Torgefahr gezeigt hat, denn genau darum geht es bei uns“, sagt Werders Cheftrainer Horst Steffen, der nach einer über sechsmonatigen Stürmer-Posse nun darauf hofft, dass sich die größte Baustelle in seinem Kader schließt. Zumindest vorerst.

Jovan Milosevic geht bis zum Sommer auf Leihbasis für den SV Werder Bremen auf Torejagd - Trainer Horst Steffen schwärmt von seinem Neuzugang!

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Werder Bremens Horst Steffen über Jovan Milosevic: „Ich bin sehr glücklich mit dem Transfer“

Angesprochen auf die sportlichen Qualitäten von Jovan Milosevic, den die Bremer bis zum Ende der Saison ohne Kaufoption vom VfB Stuttgart ausgeliehen haben, setzt Horst Steffen zu einer längeren Aufzählung an. Die Kernaussage darin: „Er taucht immer wieder da auf, wo ein Stürmer sein muss, weil er ein Näschen dafür hat, in welchen Räumen Gefahr entstehen kann.“ Der 20-Jährige ist dabei kein reiner Vollstrecker, sondern ein spielerisch veranlagter Mittelstürmer, der sich regelmäßig in die Zwischenräume fallen lässt und dabei hilft, Situationen zu kreieren, deren Nutznießer er am Ende bestenfalls selbst ist. „Ich bin sehr glücklich mit dem Transfer“, sagt der Cheftrainer des SV Werder Bremen und betont: „Er ist ein mannschaftsdienlicher Spieler, der vor dem Tor aber gerne egoistisch sein darf.“

Bereits am Dienstagabend beim Bundesliga-Auswärtsspiel des SV Werder Bremen bei Borussia Dortmund (20.30 Uhr, DeichStube-Liveticker), so kündigte es der Trainer an, sei Spielzeit für Milosevic denkbar. Der Handbruch, den sich der Stürmer im vergangenen Jahr zugezogen hat, stünde dem nicht im Wege. „Er trägt noch eine Manschette, kann damit aber auch trainieren. Das sollte keine Sache mehr sein, die ihn behindert.“ Ob der neue Mann womöglich direkt in der Startelf des SV Werder auftaucht, bleibt abzuwarten. Dafür spricht, dass die Bremer Offensive jeden neuen Impuls gebrauchen kann, dagegen, dass Jovan Milosevic bis zum Spiel beim BVB erst zweimal mit den neuen Kollegen trainiert hat. Klar ist aber so oder so: Allzu lange dürfte Steffen nicht damit warten, den siebten Leihspieler, den Werder in dieser Saison unter Vertrag genommen hat, auf den Rasen zu schicken – schließlich ist seine Zeit an der Weser begrenzt.

Werder Bremen zahlt mittleren sechsstelligen Betrag für die Leihe von Jovan Milosevic

Nach der Saison wird Jovan Milosevic zum VfB Stuttgart zurückkehren, aus Sicht der Schwaben dann bestenfalls mit einer guten Portion an Bundesligaerfahrung mehr, sprich gereift und für höhere Aufgaben bestimmt. Werder Bremen hingegen wird spätestens im Sommer wieder eingeholt vom Stürmer-Thema und muss auf der zentralen Angriffsposition erneut nach einer nachhaltigen Lösung suchen, was in dieser Saison nicht gelungen ist. Nachdem der Verein im Sommer wochenlang vergeblich um André Silva und Fisnik Asllani gekämpft hatte und sich auch andere Möglichkeiten zerschlugen, blieb am Ende nur noch die hochriskante Lösung einer Boniface-Ausleihe, die den Verantwortlichen mächtig auf die Füße gefallen ist.

Mit einer Kombination aus körperlich angeschlagenem Ex-Star und bundesligaunerfahrenen Keke Topp in die Saison zu gehen, hat sich als gravierende Fehleinschätzung entpuppt, die im Winter (nach bis dato null Mittelstürmer-Toren) teuer korrigiert werden musste. So zahlen die Bremer für ein halbes Jahr Jovan Milosevic einen mittleren sechsstelligen Betrag, was den Verein wirtschaftlich schmerzt. Immerhin: Die zuletzt starke Quote des talentierten Angreifers ist ein Versprechen darauf, dass er das Sturmtief beim SV Werder Bremen beenden kann. (dco)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Srdjan Stevanovic ©

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