Werder-Profis in der Einzelkritik
Werder Bremen in Noten gegen Gladbach: Desolate Doppel-Sechs, Totalausfälle in Defensive und Offensive
Der SV Werder Bremen in Noten gegen Borussia Mönchengladbach: Mehrere Bremer enttäuschen bei herber Pleite auf ganzer Linie.
Michael Zetterer: Wirkte früh angeschlagen, nachdem ihm Friedl auf den Fuß getreten war. Brachte das 0:2 mit einem bösen Fehlpass auf den Weg und wirkte auch darüber hinaus in einigen Szenen unsicher. Ließ sich aber nicht hängen und verzeichnete noch die eine oder andere gute Parade. Note 4,5
Julian Malatini (bis 45.): Der Argentinier absolvierte seinen fünften Startelfeinsatz in Folge und agierte auf der rechten Seite der Dreierkette insgesamt unaufgeregt und mit ordentlichem Stellungsspiel. Werders wackelige Defensive konnte er damit aber auch nicht stabilisieren. Note 4
Marco Friedl: Avancierte früh zum großen Pechvogel, weil er den Ball zum 0:2 mit dem Hinterteil ins eigene Tor bugsierte. Im Abwehrzentrum gegen den starken Kleindienst fortan oftmals nicht auf der Höhe. Kam beim Gladbacher Konter vor dem 0:3 überhaupt in den Zweikampf. Note 5
Werder Bremen in Noten gegen Borussia Mönchengladbach: Senne Lynen und Leonardo Bittencourt enttäuschen
Amos Pieper (bis 46.): Erhielt wie schon im letzten Ligaspiel gegen Leverkusen den Vorzug vor Jung auf der linken Seite der Dreierkette. War in seinen Aktionen auf Sicherheit bedacht, sah gegen die schnellen Gladbacher Angreifer aber nicht immer gut aus. Note 4,5
Mitchell Weiser (bis 82.): Der rechte Schienenspieler trat im Angriffsspiel lange Zeit nicht in Erscheinung. Agierte nach der Pause offensiver und hatte seine Füße bei der Entstehung des Ehrentreffers mit im Spiel. Sah in der Schlussphase die Gelb-Rote Karte. Note 5
Senne Lynen: Leitete mit einem schlimmen Fehlpass das 0:1 ein und verlor auch sonst ungewohnt viele Bälle, weil seinen Zuspielen die Präzision fehlte. Schaffte es nicht, für Ordnung vor der Abwehr und für einen kontrollierten Spielaufbau zu sorgen. Note 5,5
Leonardo Bittencourt (bis 81.): Kam schon nach 40 Sekunden zum Abschluss, trat offensiv danach aber nicht mehr in Erscheinung – im Gegenteil. Fälschte den Ball vor dem 0:1 unhaltbar ab und ließ Honorat vor dem 0:3 in seinem Rücken entwischen. Dazu mit mehreren Fehlpässen. Note 5
Felix Agu (bis 45.): Kehrte nach dem Pokalspiel in Paderborn in die Anfangsformation zurück. Wirkte auf der linken Außenbahn in vielen Situationen unkonzentriert und traf zu oft die falschen Entscheidungen. Vereitelte mit einer Rettungstat auf der Linie eine Gladbacher Großchance. Note 4,5
Justin Njinmah völlig blass - die Noten zu Werder Bremens Debakel gegen Borussia Mönchengladbach
Justin Njinmah (bis 68.): Stand erstmals seit dem dritten Spieltag wieder in der Startelf, konnte seinen großen Trumpf, die Geschwindigkeit, aber zu keinem Zeitpunkt ausspielen. War kaum ein Faktor im Bremer Spiel. Leitete das 0:3 zudem mit einer schwachen Flanke ein. Note 5,5
Romano Schmid: Lieferte sich mit Gladbachs Reitz intensive Duelle, in denen er oft das Nachsehen hatte. Arbeitete zwar diszipliniert nach hinten mit, ließ im Angriffsspiel jedoch zündende Ideen und Kreativität vermissen. Note 5
Marvin Ducksch: Der Stürmer fand lange überhaupt keine Bindung zum Spiel. Strahlte deshalb zunächst keinerlei Torgefahr aus. Erst nach dem Wechsel mit auffälligeren Szenen wie auch der Vorlage zum 1:4. Note 4,5
Milos Veljkovic (ab 46.): Sortierte sich auf der rechten Seite der Dreierkette ein, blieb ohne größere Fehler, aber auch ohne Akzente im Spielaufbau. Note 3,5
Anthony Jung (ab 46.): Übernahm seine angestammte Position hinten links von Pieper und vermied jedes Risiko. Note 4
Derrick Köhn (ab 46.): Sorgte auf der linken Seite sofort für Alarm und vergab kurz nach Wiederbeginn die große Chance zum 1:3. In der Rückwärtsbewegung dafür mit Problemen. Note 3,5
Keke Topp (ab 69.): Erzielte mit seinem ersten Bundesligator überhaupt den Ehrentreffer. Note –
Oliver Burke (ab 81.): Durfte weitere Minuten sammeln. Note -
Weiter mit der Aufstellung:
Werder Bremen-Aufstellung gegen Borussia Mönchengaldbach: Justin Njinmah in der Startelf
Update vom 3. November 2024 (16.28 Uhr): Jetzt ist die Aufstellung da - und für den verletzten Marco Grüll kommt Justin Njinmah zu seinem Startelf-Comeback! Die ganze Werder-Aufstellung findet ihr hier im Liveticker zum Spiel des SV Werder Bremen gegen Borussia Mönchengladbach.
Bremen – Angesichts der jüngsten Ergebnisse und Leistungen seiner Mannschaft gibt es für Ole Werner keinen allzu großen Grund, Veränderungen an der Startelf vorzunehmen – vor dem Auswärtsspiel bei Borussia Mönchengladbach (Sonntag, 17.30 Uhr/DeichStube-Liveticker) wird der Trainer des SV Werder Bremen allerdings dazu gezwungen, zumindest auf einer Position.
Werder Bremen-Aufstellung gegen Borussia Mönchengladbach: Rückt Justin Njinmah in die Bremer Startelf?
So steht Marco Grüll, der zuletzt drei Mal in Serie beginnen durfte (zwei Mal in der Bundesliga und ein Mal im DFB-Pokal) wegen einer Muskelverletzung nicht zur Verfügung. Heißt: In der Angriffsreihe in der Bremer Aufstellung wird ein Platz frei. Vieles spricht dafür, dass Justin Njinmah in die Startelf des SV Werder Bremen rücken und die Position neben Marvin Ducksch und Romano Schmid einnehmen wird. „Er kommt für alles infrage“, sagt Cheftrainer Ole Werner über den schnellen Stürmer, verwies allerdings auch darauf, dass Njinmah nach seiner längeren Verletzungspause noch kein Kandidat für einen Einsatz über 90 Minuten sei. Im Laufe der Partie könnte er also durch Keke Topp ersetzt werden.
In der Defensive des SV Werder Bremen um Torhüter Michael Zetterer zeichnen sich derweil keine Umstellungen in der Startelf ab, zumal das Team zuletzt in Paderborn erstmals seit längerer Zeit mal wieder zu Null gespielt hat. Neben dem gesetzten Kapitän Marco Friedl in der Zentrale der Dreierkette stehen Anthony Jung (links) und Julian Malatini (rechts) gegen Borussia Mönchengladbach zur Verfügung. Eine Alternative zu Malatini ist Amos Pieper, allerdings hat es der junge Argentinier zuletzt ordentlich gemacht und findet immer besser ins Team.
Werder Bremen-Aufstellung gegen Borussia Mönchengladbach: Leonardo Bittencourt dürfte erneut in der Startelf stehen
Während Werders Mittelfeld-Zentrum auch in Mönchengladbach sehr wahrscheinlich wieder aus Senne Lynen und Leonardo Bittencourt bestehen wird (Jens Stage steht zwar wieder im Kader, ist aber noch kein Kandidat für die Startelf) und Mitchell Weiser auf der rechten Schiene gesetzt ist, stellt sich die Frage, was Ole Werner auf der linken Seite macht. In Paderborn bekam zuletzt Derrick Köhn den Vorzug vor Felix Agu, der zuvor ebenfalls durch ordentliche Leistungen aufgefallen war. Möglich auch, dass Werder Bremen bei Borussia Mönchengladbach mit beiden Spielern beginnt und Agu auf den rechten Flügel ausweicht, wodurch Weiser eine Reihe weiter vorne zum Einsatz kommen könnte. (dco)
