Bremer in der Einzelkritik
Werder in Noten: Vier Mal Note 1 bei perfektem Saisonabschluss gegen den 1. FC Heidenheim
Werder Bremen hat am letzten Spieltag beim 4:1-Auswärtssieg gegen den 1. FC Heidenheim eine starke Leistung gezeigt. Die Noten zum Spiel - alle Bremer in der Einzelkritik.
Michael Zetterer: Der Torhüter wurde auf der Ostalb in Hälfte eins kaum gefordert und erledigte seinen Job aufmerksam. Leistete sich nach dem Wechsel dann einen groben Aussetzer und hatte Glück, dass daraus kein Gegentor resultierte. Ließ sich davon aber nicht verunsichern. Note 3
Niklas Stark: Wirkte in seinen ersten Aktionen noch etwas unsicher, fand danach aber schnell zu gewohnter Form und ließ auf der rechten Seite der Dreierkette nichts anbrennen. Scheute kein Sprintduell, setzte seinen Körper gut ein und kämpfte um jeden Ball. Note 2
Schon gelesen? „Richtig gute Saison von uns“, aber „wäre mehr möglich gewesen“: Stimmen zum Werder-Bremen-Abschluss gegen 1. FC Heidenheim!
Werder Bremen in Noten gegen FC Heidenheim: Stabile Defensive um Marco Friedl
Marco Friedl: Werders Kapitän agierte einmal mehr wie ein echter Abwehrchef. Kompromisslos in den Zweikämpfen, mit Übersicht am Ball und sehr kommunikativ gegenüber den Kollegen. Meldete Heidenheims Mittelstürmer Pieringer komplett ab. Note 1,5
Amos Pieper (bis 85.): Zeigte als linker Innenverteidiger wieder einmal eine wache und unaufgeregte Vorstellung. Vermied defensiv jegliches Risiko und nutzte den lange Zeit geringen Gegnerdruck hier und da sogar für Vorstöße ins Offensivspiel. Note 2
Mitchell Weiser: Per punktgenauer Hereingabe legte er Stage die frühe Chance zur Führung auf. War auf dem rechten Flügel mit reichlich Offensivdrang ausgestattet und zudem auch defensiv auf der Höhe. Bereite Duckschs Treffer zum 3:0 mit viel Übersicht vor. Note 2
Senne Lynen: Hatte in der Schaltzentrale vor der Abwehr alles unter Kontrolle und ordnete das Spiel seiner Mannschaft mit vielen klugen Pässen. Trug einen großen Teil dazu bei, dass Heidenheim nur selten schnell umschalten konnte. Offensiv mit wenigen Impulsen. Note 2
Felix Agu (bis 72.): Auf der linken Außenbahn immer wieder mit weiten Läufen in Richtung Grundlinie, seinen Hereingaben fehlte es jedoch an der nötigen Präzision. Bereitete Heidenheim mit seinem Tempo trotzdem große Probleme. Clever in den Zweikämpfen. Note 2,5
Werder Bremen in Noten gegen FC Heidenheim: Romano Schmid und Jens Stage überragen
Romano Schmid: Verwandelte seinen allerersten Elfmeter in der Bundesliga eiskalt zum 1:0. Hatte zuvor noch etwas Probleme, in die Partie zu finden, drehte dann aber auf und brachte viele Ideen ins Bremer Offensivspiel ein. Note 1,5
Jens Stage (bis 72.): Vergab die dicke Chance zur Blitzführung nach zwei Minuten, machte sein Tor in Hälfte eins aber dennoch: Per platziertem Kopfball sorgte er für das 2:0. Sein zehnter Saisontreffer. Ging robust zu Werke und eroberte viele Bälle. Erneut ein Stabilisator bei Werder. Note 1,5
Marco Grüll (bis 72.): Ersetzte den angeschlagenen Burke in der Startelf und stand früh im Fokus, weil er den Foulelfmeter vor dem 1:0 herausholte. War insgesamt fleißig und in viele Aktionen eingebunden, weil stets anspielbar. Traf jedoch nicht immer die richtigen Entscheidungen. Note 3
Werder Bremen in Noten gegen FC Heidenheim: Marvin Ducksch zeigt starke Leistung
Marvin Ducksch (bis 85.): Brachte per Eckball das 2:0 von Stage auf den Weg – sein neunter Assist der Saison. Startete mit einem bösen Fehlpass vor dem eigenen Tor in die zweite Hälfte und vergab gute Möglichkeiten – erhöhte dann allerdings herrlich auf 3:0. Musste angeschlagen raus. Note 1,5
Derrick Köhn (ab 72.): Fügte sich auf der linken Seite nahtlos ein. Note –
Leonardo Bittencourt (ab 72.): Der Routinier kam zu seinem 27. Saisoneinsatz – zum 17. Mal fiel ihm dabei die Joker-Rolle zu. Note –
Justin Njinmah (ab 72.): Vergab kurz nach seiner Einwechslung eine große Chance und bereitete später das 4:1 vor. Note –
Anthony Jung (ab 85.): Erlebte seinen letzten Abpfiff als Werder-Profi auf dem Platz. Note –
Keke Topp (ab 85.): Traf nur Sekunden nach seiner Einwechslung zum 4:1. Note -
Weiter mit der Aufstellung:
Werder-Bremen-Aufstellung gegen 1. FC Heidenheim: Marco Grüll statt Oliver Burke in der Startelf
Rotiert der SV Werder Bremen im letzten Bundesliga-Spiel gegen den FC Heidenheim kräftig durch? So könnte Ole Werners Startelf-Aufstellung am Samstag aussehen.
Update vom 17. Mai 2025 (14.30 Uhr): Jetzt ist die Aufstellung da - Marco Grüll startet statt Oliver Burke. Die ganze Werder-Startelf findet ihr im Liveticker zum Spiel SV Werder Bremen gegen 1. FC Heidenheim.
Bremen – Das Abschlusstraining des SV Werder Bremen vor dem letzten Saisonspiel beim 1. FC Heidenheim (Samstag, 15.30 Uhr im DeichStube-Liveticker) war erst seit wenigen Augenblicken vorbei, da wurde es auf dem Trainingsplatz noch einmal emotional. Während sich die Spieler bei den Physiotherapeuten mit Erfrischungen versorgten, suchte ein Werder-Profi nach dem anderen den Weg zu Milos Veljkovic und Anthony Jung – zwei verdiente Routiniers, die den Verein im Sommer verlassen werden – und nahm sie herzlich in den Arm. Der Grund: Beide Innenverteidiger absolvierten ihre letzte Trainingseinheit im Werder-Trikot. Dass Veljkovic und Jung beim Spiel in Heidenheim zum Abschluss in der Startelf-Aufstellung stehen, gilt dennoch als eher unwahrscheinlich. Bereits am Donnerstag hatte Cheftrainer Ole Werner betont: „Wir werden nicht deshalb rotieren, weil uns Spieler verlassen oder wir noch irgendwelche Geschenke verteilen wollen.“
Werder Bremen-Aufstellung gegen 1. FC Heidenheim: Justin Njinmah könnte Oliver Burke in der Startelf ersetzen
Grund zur Veränderung hat Werner ohnehin kaum. Schließlich ist sein Team seit sieben Spielen ungeschlagen. Personell kann der Bremer Cheftrainer dazu fast aus dem Vollen schöpfen – lediglich Stürmer Oliver Burke fällt mit einer Fußverletzung aus und verpasst somit seinen letzten möglichen Pflichtspiel-Einsatz für die Grün-Weißen. Entsprechend wird es voraussichtlich kaum Umstellungen geben. Vor Torhüter Michael Zetterer dürfte somit erneut die bewährte Dreierkette mit Niklas Stark, Kapitän Marco Friedl und Amos Pieper verteidigen. Auf den Außenbahnen haben sich Felix Agu (links), der beim Abschlusstraining mit blondierten Haaren überraschte, und Mitchell Weiser (rechts) in der Startelf-Aufstellung festgespielt. Denkbar ist aber auch, dass Leihgabe Derrick Köhn im vorerst letzten Spiel für Werder Bremen noch einmal auf der linken Seite beginnen und sich zeigen darf.
Im Mittelfeld ist eine Rotation ebenfalls unwahrscheinlich. Die Achse aus Senne Lynen, Jens Stage und Romano Schmid funktioniert und dürfte erneut das Zentrum der Aufstellung des SV Werder Bremen bilden. Im Angriff muss Werner einen Ersatz für Burke finden, der zuletzt an der Seite von Marvin Ducksch auflief. Die naheliegendste Variante ist Justin Njinmah: Der schnelle Stürmer hatte Burke bereits im Heimspiel gegen den FC St. Pauli in der Startelf vertreten und bringt ein ähnliches Spielerprofil mit. Weitere Optionen wären Keke Topp, Marco Grüll oder André Silva – Letzterer musste im Abschlusstraining nach einem Zusammenprall zwar kurz behandelt werden, konnte die Einheit aber ohne Einschränkungen beenden. (bvo)

