Werder-Profis in Einzelkritik

Werder Bremen in Noten gegen Augsburg: Friedl steht völlig neben sich, Musah als Lichtblick

Der SV Werder Bremen in Noten nach der 1:3-Niederlage gegen den FC Augsburg - die Bremer Profis in der Einzelkritik!

Mio Backhaus: Ganz undankbarer Nachmittag für den Torhüter: Hatte eigentlich lange nichts zu tun – und kassierte erst aus dem Nichts den Augsburger Führungstreffer und dann kurz vor der Pause das 0:2. Beide Male war er ohne Abwehrchance, weil seine Vorderleute zu passiv waren. Verhinderte per Glanzparade gegen einen Schuss von Claude-Maurice das 0:3 (61.). Auch später bei einem FCA-Konter zur Stelle (73.). Ein kleiner Wackler blieb folgenlos. Note 3

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Yukinari Sugawara (bis 79.): Traf bei einem strammen Schuss das Außennetz (6.). Ansonsten war es ein wechselhafter Auftritt des Japaners, dessen Flanken völlig harmlos blieben, der aber immerhin ein paar wichtige Grätschen ins Ziel brachte. Guter Pass vor der großen Njinmah-Chance (48.), doch so richtig schaffte er es nicht, das Licht gegenüber dem Schatten überwiegen zu lassen. Note 4,5

Amos Pieper: Setzte einen Kopfball ganz knapp vorbei (15.), allerdings aus Abseitsposition. Ließ defensiv lange nichts anbrennen, um dann kurz vor der Pause viel zu passiv bei der Entstehung des 0:2 zu Werke zu gehen. Nach der Umstellung als Ballverteiler gefordert, der bei Kontern stets auf der Hut sein musste. Note 4,5

Werder Bremen in Noten gegen FC Augsburg: Marco Friedl steht neben sich, Salim Musah ist ein Lichtblick.

Werder Bremen in Noten gegen den FC Augsburg: Marco Friedl mit völlig missglückter Rückkehr

Marco Friedl: Nach Sperre und anschließender Muskelblessur zurück in der Startelf und dort zunächst gewohnt umsichtig. Ließ dann beim 0:1 aber Torschütze Kade einfach gewähren (23.) und hoffte auch beim zweiten Gegentreffer, dass Lynen die Situation schon lösen würde. Weil die Gäste dann nur noch auf Konter lauerten, kaum noch gefordert. Note 5,5

Karim Coulibaly (bis 46.): Kam lange nicht so richtig auf Betriebstemperatur und schaffte es auch nicht, vor dem 0:1 entscheidend einzugreifen. Steigerte sich dann und trat sogar auch offensiv in Erscheinung. Hatte nach 45 Minuten Feierabend, weil Trainer Daniel Thioune aus der Dreier- wieder eine Viererkette machte. Note 4,5

Olivier Deman: Began forsch, indem er den Gegner hartnäckig bearbeitete und auf der linken Seite immer wieder den Weg nach vorne suchte. Legte im ersten Durchgang die mit Abstand weitesten Wege zurück (6,4 Kilometer) und war auch der schnellste Akteur auf dem Platz (32,26 km/h). Dann mit schöner Hereingabe vor dem vermeintlichen 1:2, aber der Belgier stand zuvor im Abseits (54.). Note 4

Senne Lynen: Während der ersten vier Minuten gleich mit zwei ganz wichtigen Balleroberungen. Doch danach bekam auch er Probleme beim Spiel in beide Richtungen. Vor dem 0:2 nicht dicht genug dran an Kade, auch später mehrmals zu spät in den Zweikämpfen. Tauchte beim dritten Gegentreffer unter dem Ball durch, kurz darauf mit bösem Fehlpass, der Friedl in Nöte brachte. Note 5

Werder Bremen in Noten gegen den FC Augsburg: Jens Stage und Jovan Milosevic hängen in der Luft

Cameron Puertas (bis 46.): Im Pech, dass er beim Versuch, den Ball wegzuspitzeln den Augsburger Konter zum 0:1 einleitete (24.). Um kreative Ideen bemüht, dabei aber viel zu oft zu fehlerhaft. Auch seine Ecken sorgten für keinerlei Gefahr. Konnte seine Stärken aus den Vorwochen fast nie ausspielen und musste früh runter. Note 5

Jens Stage: Bekam im Zentrum zunächst keinen Zugriff auf die Fuggerstädter, bei Umschaltmomenten mangelte es an der Abstimmung mit den Nebenleuten. So tauchte Werders Toptorjäger kaum einmal in der Gefahrenzone auf. Erst als ganzheitlich das Visier in Durchgang zwei geöffnet wurde, wurde auch der Däne präsenter – ohne großen Impuls. Note 5

Romano Schmid: Gewohnt bemüht, aber ohne Effizienz – weil ihm oft die notwendigen Anspielstationen fehlten, er aber auch selbst nicht die besten Ideen hatte. Probierte es erst erfolglos aus der Distanz (50.), markierte dann aber das 1:2 per strammem Versuch (64.). Es war das vierte Saisontor des Österreichers – und das erste aus dem Spiel heraus. Note 4

Jovan Milosevic (bis 46.): Ein komplett wirkungsloser Auftritt des Stürmers. Seine Ablagen auf die Kollegen waren zu unpräzise, intensive Läufe gab es von ihm selten. So hing er komplett in der Luft und war überhaupt kein Faktor. Seinen einzigen Torschuss gab es aus einer Abseitsstellung ab. Blieb aus nachvollziehbaren Gründen zur Pause in der Kabine. Note 5,5

Werder Bremen in Noten gegen den FC Augsburg: Salim Musah sorgt für Belebung, Justin Njinmah glücklos

Samuel Mbangula (ab 46.): Belebte das Bremer Spiel anfangs spürbar, doch dann tauchte er aus unerfindlichen Gründen mehr und mehr unter. Das 1:3 raubte nicht nur vielen Fans, sondern womöglich auch ihm den Glauben, dass an diesem Tag noch etwas gehen könnte. Versemmelte noch eine gute Gelegenheit (86.). Note 4,5

Justin Njinmah (ab 46.): Hatte direkt das 1:2 auf dem Fuß, als er stark seine Gegenspieler abschüttelte, dann aber ganz schwach abschloss (48.). Beim 1:3 dann zu weit weg von Wolf, der problemlos den Ball per Kopf verlängern konnte. Note 4,5

Salim Musah (ab 46.): Ließ mit seinem Kopfballtor zum Anschluss das Stadion jubeln – doch der Treffer zählte zurecht wegen einer Abseitsstellung von Flankengeber Deman nicht (54.). War sehr bemüht und sorgte mit einem weiteren Abschluss für Unordnung im FCA-Strafraum, sodass Schmid treffen konnte (64.). Dribbelte, kämpfte und erntete so Szenenapplaus. Mutiger Auftritt des Youngsters, empfahl sich für mehr Spielzeit. Note 2,5

Marco Grüll (ab 79.): Hämmerte den Ball noch an die Latte (90.). Note -

Weiter mit dem Aufstellungstext:

Werder Bremens Aufstellung gegen den FC Augsburg: Marco Friedl kehrt in Startelf zurück – Erneut mit Dreierkette

#Update vom 2. Mai 2026 (14.20 Uhr): Jetzt ist die Startelf da - Marco Friedl kehrt zurück! Die komplette Aufstellung lest ihr hier im Liveticker zur Partie Werder Bremen gegen den FC Augsburg.

Welche Startelf schickt Trainer Daniel Thioune gegen den FC Augsburg auf den Rasen? So könnte die Aufstellung des SV Werder Bremen aussehen!

„Es wird für uns bis zum Ende gehen.“ Dieser Satz zählte in den vergangenen Monaten zum Standardrepertoire bei den Verantwortlichen des SV Werder Bremen, wenn es um die Aussichten der Mannschaft im Abstiegskampf ging. Zittern bis zum Schluss also, wonach es lange Zeit auch aussah – am Wochenende bietet sich den Bremern nun aber die Chance, die Rettung doch unerwartet früh, nämlich drei Spieltage vor Saisonende einzutüten. Personell sind die Voraussetzungen dafür günstig, für das Heimspiel gegen den FC Augsburg (Samstag, 15.30 Uhr im DeichStube-Liveticker) muss Cheftrainer Daniel Thioune lediglich auf die langzeitverletzten Profis verzichten – und kann für die Startelf-Aufstellung wieder mit seinem Kapitän planen.

Aufstellung des SV Werder Bremen: Auf welche Formation setzt Trainer Daniel Thioune (li.) gegen den FC Augsburg? Kapitän Marco Friedl (re.) durfte zurück in die Startelf rücken.

Mögliche Aufstellung des SV Werder Bremen: Marco Friedl vor Startelf-Rückkehr gegen den FC Augsburg

Nach auskurierten Adduktorenbeschwerden kehrt Marco Friedl ins Aufgebot und damit sehr wahrscheinlich auch in die Startelf zurück, was Thioune in der Defensive neue Möglichkeiten verschafft und die Frage aufwirft, ob Werder Bremen erneut (wie beim 1:1 in Stuttgart) mit Dreierkette verteidigt, oder doch zur angestammten Viererkette zurückkehrt. „Wir sind in der Lage, aus beiden Ordnungen heraus direkt reagieren und sie verändern zu können“, versichert der Trainer, der sich bei seiner Aufstellung wenig überraschend nicht in die Karten schauen lassen möchte. Wegen Stuttgarts starker Offensive hatte sich Thioune in der Vorwoche dazu entschieden, das System 3-4-2-1 des Gegners zu spiegeln – mit Erfolg. Dass Augsburg in der selben Grundordnung agiert, könnte nun für eine Wiederholung sprechen, und doch deutet mehr auf die Viererkette hin: Gegen offensiv schwächere Teams (wie zuletzt den Hamburger SV) hatte Werder nämlich aufs Spiegeln verzichtet.

Mögliche Aufstellung des SV Werder Bremen: Mit Viererkette und Jovan Milosevic in der Startelf?

Die Defensivreihe vor Torhüter Mio Backhaus dürften also Yukinari Sugawara, Amos Pieper, Marco Friedl und Olivier Deman bilden. Als Abräumer davor ist Senne Lynen gesetzt, ebenso wie Jens Stage und Cameron Puertas auf den Achterpositionen. Im Dreier-Angriff dürfte Jovan Milosevic einmal mehr als zentrale Spitze beginnen, flankiert von Romano Schmid auf dem einen und vermutlich Marco Grüll auf dem anderen Flügel. Der 27-Jährige hat seine Gelbsperre abgesessen und steht vor der Rückkehr ins Team. Alternativ ist Justin Njinmah eine Option für die Startelf-Aufstellung. (dco)

So könnte die Startelf des SV Werder Bremen gegen den FC Augsburg aussehen.

Rubriklistenbild: © IMAGO / DeFodi

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