Werder-Profis in der Einzelkritik
Werder Bremen in Noten gegen 1. FC Heidenheim: Mbangula und Puertas enttäuschen auf ganzer Linie, Backhaus und Pieper beste Bremer
Der SV Werder Bremen ist im Bundesliga-Spiel beim 1. FC Heidenheim nicht über ein 2:2 (0:0) hinausgekommen. Die Werder-Spieler in der EInzelkritik mit Noten!
Mio Backhaus: Nach überstandener Schulterverletzung zurück zwischen den Pfosten und nach nicht einmal zwei Minuten mit der ersten Parade. Kurz darauf erneut gefordert (7./9.) und auch später mehrmals im Mittelpunkt, weil Werders ganzheitliche Defensivarbeit maßlos enttäuschte. Beim 1:1 und 2:2 machtlos, verhinderte stark zweimal das 2:3 (88./90.+3). Note 2
Yukinari Sugawara: Führte sich mit einem üblen Fehlpass ein und agierte auch danach ungewohnt unsouverän. Viele FCH-Angriffe liefen über seine Seite. Kurz vor der Pause eigentlich mit guter Kopfballablage auf Grüll, der die Chance aber verpuffen ließ. Beim 2:2 verlor er Torschütze Föhrenbach aus den Augen. Note 4,5
Amos Pieper: Rückte in die Abwehrzentrale und musste vom Fleck weg hellwach sein, weil seine Vorderleute den Heidenheimern erschreckend viele Freiräume ließen. Klärte mehrmals sehr überlegt und abgeklärt – und rettete in Minute 66 mit einer beherzten Grätsche stark. Note 2,5
Karim Coulibaly: Ähnlich häufig unter Druck wie Nebenmann Pieper, weil die Norddeutschen völlig mangelhaft gegen den Ball arbeiteten. Dass dabei in der Hektik nicht jeder Befreiungsschlag beim Teamkollegen landete, ist logisch. Ging im Strafraum überwiegend kontrolliert zu Werke, kam beim 1:1 nicht mehr hinterher. Beim 2:2 verlor er dann das entscheidende Kopfballduell. Note 4
Werder Bremen in Noten gegen den 1. FC Heidenheim: Kapitän Marco Friedl mit Licht und Schatten
Marco Friedl: Rückte wegen Werders Verletzungssorgen auf die Linksverteidigerposition, musste sich erst an die Umstellung gewöhnen und verhinderte dann mit einer ganz wichtigen Rettungstat auf der Linie den Rückstand (21.). Gewann in Halbzeit eins 83 Prozent seiner Duelle, vor dem 1:1 unterlief ihm dann der entscheidende Fehler. Klärte mehrmals wichtig per Kopf bei Standards. Note 3,5
Jens Stage: Rechtzeitig nach Brustkorbprellung einsatzbereit, um als Sechser vor der Abwehr unterwegs zu sein. Aber nicht auf gewohntem Niveau. Dass die Heidenheimer im Mittelfeld schalten und walten konnten, wie sie wollten, konnte auch der Däne nicht unterbinden. Hatte Werders erste halbwegs gute Chance (30.) und wurde insgesamt präsenter – traf dann sogar zum 2:1 (69.) und hätte in der Nachspielzeit das 3:2 köpfen können. Note 3,5
Cameron Puertas (bis 66.): Zweiter Sechser neben Stage, aber ohne jeglichen Zugriff. Auch seine Passqualität ließ zu wünschen übrig. War so überhaupt kein Faktor im Bremer Spiel. Stand häufig falsch und ließ den Gegner so meist tatenlos passieren. Note 6
Patrice Covic (bis 66.): Rückte wegen Lynens Vaterfreuden zum zweiten Mal in dieser Saison in die Startelf und begann als Achter sehr fehlerhaft. Blieb dennoch mutig und stabilisierte sich dadurch zumindest etwas – wenngleich große Szenen ausblieben. Note 4
Werder Bremen in Noten gegen den 1. FC Heidenheim: Samuel Mbangula mit ganz schwacher Darbietung
Samuel Mbangula (bis 63.): Ganz schwache Darbietung des Belgiers, der nicht einmal eng gedeckt werden musste, um völlig abzutauchen. Auch defensiv ohne Impulse, weil er stets viel zu weit weg vom Gegenspieler war. Note 5,5
Romano Schmid: Ein paar ordentlich Pässe und eine gute Hereingabe auf Sugawara (42.). Weil Werders Ballbesitzphasen aber überschaubar blieben, die Mannschaft zudem überhaupt nicht in der Lage war, den Ball in die Tiefe zuspielen, hakte es zunächst auch in seinem Spiel. Legte per Doppelpass das 1:0 von Grüll auf, hatte das 2:0 auf dem Fuß (54.) und legte dann gut zum 2:1 auf Stage ab. Note 3
Marco Grüll: War der einzige Bremer, der in der gegnerischen Hälfte auch mal körperlich dagegenhielt, wenngleich auch dabei der Ertrag überschaubar blieb. Ließ eine Topgelegenheit nach Sugawara-Ableger liegen, weil er sich übel verschätzte (42.). Hatte den Ball dann kurz nach dem Seitenwechsel eigentlich schon verloren – und traf doch zur schmeichelhaften Führung (50.). Sein erstes Tor seit März. Note 3
Justin Njinmah (ab 63.): Wurde nicht mehr sonderlich auffällig. Note –
Leonardo Bittencourt (ab 66.): Holte sich noch eine taktische Gelbe Karte ab. Note –
Victor Boniface (ab 66.): Kam rein und brachte per sehenswertem Direktpass direkt den Stage-Treffer auf den Weg. Hatte auch selbst noch eine Kopfballchance (78.). Note –
Weiter mit der Werder-Aufstellung:
Werder-Bremen-Aufstellung gegen den 1. FC Heidenheim: Zwei Überraschungen in der Werder-Startelf
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Update vom 18. Oktober 2025 (14.15 Uhr): Jetzt ist die Startelf-Aufstellung des SV Werder Bremen da - und es gibt zwei Überraschungen! Welche das sind, lest ihr im DeichStube-Liveticker zum Auswärtsspiel des SV Werder Bremen beim 1. FC Heidenheim!
Bremen – In Horst Steffens Kopf schwirrten auch am Donnerstagmittag während der Pressekonferenz des SV Werder Bremen vor dem Auswärtsspiel am Samstag (15.30 Uhr, DeichStube-Liveticker) beim Tabellenschlusslicht 1. FC Heidenheim noch einige Fragezeichen herum, als es um die Startelf seiner Mannschaft ging. Kann Torhüter Mio Backhaus nach überstandener Schulterverletzung wieder ins Tor zurückkehren? Wahrscheinlich schon. Der Keeper benötigte laut Steffen allerdings noch die ausstehenden Einheiten, um seine Einsatzfähigkeit final unter Beweis zu stellen. Zuvor hatte der Rückkehrer aber immerhin schon wieder ohne ersichtliche Beeinträchtigungen die Bälle im Training gehalten. Im Tor haben die Grün-Weißen derzeit ohnehin das geringste Problem, schließlich überzeugte Backhaus-Vertreter Karl Hein zuletzt restlos und stünde für den Fall der Fälle auch an der Brenz in der Voith-Arena bereit.
Startelf-Aufstellung gegen 1. FC Heidenheim: Wie stellt Horst Schmidt Werder Bremens Viererkette um?
Schwieriger ist bei der Wahl der Startelf da schon die Frage nach der Vierer-Abwehrkette. Allen voran die vakante Linksverteidiger-Position bereitet dem 56-jährigen Werder-Coach Kopfzerbrechen, schließlich fallen in Olivier Deman (Knöchelbruch), Maximilian Wöber (Muskelbündelriss), Felix Agu (Syndesmosebandriss) und Isaac Schmidt (Fußverletzung) gleich vier nominelle Schienenspieler aus. Die wohl wahrscheinlichste Variante ist, dass die zuletzt funktionierende Innenverteidigung aus Marco Friedl und Karim Coulibaly gegen Heidenheim aufgelöst wird und der Kapitän wie an früheren Tagen den Linksverteidiger gibt. Im Training unter der Woche war Friedl schon öfter auf der linken Außenbahn zu finden. In diesem Fall dürfte Amos Pieper nach wochenlanger Zwangspause sein Comeback feiern und an die Seite von Coulibaly und Rechtsverteidiger Yukinari Sugawara rücken.
Im Mittelfeld dürfte Steffen auf Bewährtes setzen, sofern Jens Stage nach seiner Brustkorbprellung wieder einsatzfähig ist. Dann wäre der Däne an der Seite von Senne Lynen auf der Doppelsechs des SV Werder Bremen gesetzt. Routinier Leonardo Bittencourt dürfte im Falle eines Stage-Ausfalls einspringen. Die Dreierreihe davor sollten einmal mehr Romano Schmid, Cameron Puertas und St.-Pauli-Siegtorschütze Samuel Mbangula bilden. In der Spitze könnte erneut der schnelle Justin Njinmah den Startelf-Vorzug vor Marco Grüll und Victor Boniface erhalten. (mwi)
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