Werder-Einzelkritik
Werder in Noten gegen Gladbach: Bremer Defensive um Anthony Jung enttäuscht
Der SV Werder Bremen hat gegen Borussia Mönchengladbach eine bittere 2:4 (2:2)-Niederlage kassiert. Die Spieler in der Einzelkritik - mit Noten!
Michael Zetterer: Der erste Schuss auf sein Tor war direkt drin – beim Elfmeter von Plea hatte der Schlussmann jedoch keine Chance (7.). Beim zweiten Gegentreffer sah er hingegen unglücklich aus, als ihm Pleas Abschluss aus kurzer Distanz durch die Handschuhe rutschte (28.). Hatte dafür beim dritten Treffer von Plea keine Abwehrmöglichkeit (47.). Abgesehen von den Toren kaum gefordert. Note: 4,5
Amos Pieper: Verteidigte seine direkten Duelle zumeist solide und kompromisslos. Doch auch er konnte nicht verhindern, dass Werder speziell in Gladbacher Umschaltmomenten oftmals viel zu offen stand. Kurz vor Schluss an der Gelb-Roten-Karte gegen Kleindienst beteiligt (90.+1). Note: 4,5
Milos Veljkovic und Anthony Jung schwach: Noten zur Pleite des SV Werder Bremen gegen Gladbach
Milos Veljkovic (bis 82.): Führte Werder als Kapitän auf den Platz und verursachte früh einen Elfmeter nach ungeschicktem Einsatz gegen Hack (5.). Hatte seine Mühe in vielen direkten Duellen mit Gladbachs Stoßstürmer Kleindienst. Schaffte es nicht, die Defensive zu ordnen und war vor dem dritten Tor der Gäste zu weit weg vom Torschützen Plea (47.). Musste angeschlagen den Platz verlassen. Note: 5
Anthony Jung: Erster Einsatz, nachdem feststeht, dass sein Vertrag im Sommer nicht verlängert wird. Dem Routinier war über die gesamte Spieldauer eine gewisse Unsicherheit anzumerken. Pech hatte er bei einem starken Vorstoß, als sein strammer Abschluss nur die Latte traf (13.). Wurde kurz nach der Pause zu einfach von Plea vor dem 2:3 abgeschüttelt, war dann viel zu weit weg beim Treffer von Kleindienst (81.) Note: 5,5
Issa Kaboré (bis 82.): Die Winter-Leihgabe ersetzte den gelbgesperrten Weiser und stand damit zum dritten Mal in der Startelf. Offensiv wollte ihm lange nicht viel gelingen, doch dann drehte er auf: Erst die Flanke vor der Großchance von Agu (40.), dann holte die Winter-Leihgabe den Elfmeter vor dem Ausgleich heraus (45.). Versuchte auch im zweiten Abschnitt viel über seine Seite, auch wenn ihm bei Weitem nicht alles gelang. Note: 3,5
Desolate Defensive: Werder Bremen-Noten zur Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach
Senne Lynen (bis 67.): Fing sich früh eine unnötige Gelbe Karte wegen Ballwegschlagens ein (21.). War ansonsten wieder emsig unterwegs und lief allein in der ersten Hälfte mehr als sechs Kilometer. Mit einer wichtigen Rettungsaktion gegen Ngoumou (56.). Note: 3,5
Felix Agu: Defensiv wie schon in Leverkusen zunächst sehr konzentriert - exemplarisch dafür seine starke Balleroberung gegen Ngoumou bei einem Gladbacher Konter (16.). Vergab dafür auf der Gegenseite aus wenigen Metern eine hundertprozentige Chance zum 2:2, als er nach einer Kaboré-Flanke freistehend vorbeischoss (40.). Bereitete die Chance von Stage mit einer mustergültigen Flanke vor (61.). Note: 4
Jens Stage: Werders Mittelfeldmotor war wie gewohnt in viele Zweikämpfe verwickelt. Offensiv fehlte dem erfolgreichsten Bremer Torschützen der Saison allerdings die letzte Entschlossenheit. Setzte einen Kopfball aus guter Position nur an den Querbalken (61.) und ließ Plea vor dem 2:4 zu viel Raum. Note: 4,5
Zwei Standard-Tore reichen nicht: Die Noten zur Werder Bremen-Pleite gegen Gladbach
Romano Schmid: Forderte viele Bälle, blieb aber lange Zeit zu ungenau im Passspiel – viele seiner Ideen verpufften. Brachte Werder dann mit einem wunderschönen Freistoßtor zurück ins Spiel (39.). Der Treffer gab ihm sichtbar Auftrieb, denn kurz vor der Halbzeit war der Österreicher an nahezu jeder gefährlichen Aktion beteiligt. Hatte im zweiten Durchgang deutlich weniger Ballaktionen und konnte nichts Entscheidendes mehr kreieren. Note: 3,5
Oliver Burke (bis 82.): Lief wie gewohnt engagiert die Gladbacher Defensive an, blieb aber zunächst harmlos. Hatte das 1:1 auf dem Fuß, schob den Ball aber aus aussichtsreicher Position knapp vorbei (25.). In der Folge viel ins Offensivspiel eingebunden, aber der Schotte machte aus mehreren Kontergelegenheiten zu wenig. Note: 4
André Silva (bis 67.): Anfangs kaum ins Bremer Spiel eingebunden, dann aber mit einem starken Steckpass vor der Großchance von Burke (25.). Blieb kurz vor der Pause eiskalt vom Punkt und erzielte sein erstes Tor im Werder-Trikot (45.+1). Hatte zudem im ersten Durchgang eine starke Zweikampfquote von 71 Prozent gewonnenen Duellen. Fiel im zweiten Durchgang merklich ab und wurde folgerichtig durch Njinmah ersetzt. Note: 3,5
Auch Joker bringen nicht die Wende: Die Noten zur Heimniederlage des SV Werder Bremen gegen Gladbach
Leonardo Bittencourt (ab 67.): Ersetzte Lynen im Mittelfeld und versuchte noch einmal für Schwung zu sorgen. Sein Schussversuch ging deutlich über das Tor (78.) Note: -
Justin Njinmah (ab 67.): Kam für Silva und hatte noch eine gute Gelegenheit, doch sein Abschluss ging knapp vorbei (84.). Note: -
Marvin Ducksch (ab 82.): Der Stürmer ersetzte Burke in den Schlussminuten und feierte damit nach Oberschenkelverletzung sein Comeback. Note –
Marco Friedl (ab 82.): Der Kapitän wurde in der Schlussphase für den angeschlagenen Veljkovic eingewechselt. Note –
Keke Topp (ab 82.): Kam in der Schlussphase für Kaboré und sollte nochmal für zusätzliche Präsenz im Strafraum sorgen. Note –
Weiter mit dem Aufstellungstext:
Kaboré für Weiser: So sieht die Werder Bremen-Aufstellung gegen Gladbach aus
Wer rückt für Mitchell Weiser in die Startelf? Jetzt ist die Aufstellung des SV Werder Bremen für das Bundesliga-Spiel gegen Borussia Mönchengladbach da!
Update vom 15. März 2025 (14.20 Uhr): Jetzt ist die Anfangsformation des SV Werder Bremen da - und Trainer Ole Werner nimmt im Vergleich zur Vorwoche nur eine Veränderung vor! Die ganze Startelf-Aufstellung des SV Werder gegen Borussia Mönchengladbach findet ihr hier!
Bremen – Das leere Tor stand verlockend in der Nähe, da musste Trainer Ole Werner einfach zum Schuss ansetzen – und verfehlte zum eigenen Entsetzen tatsächlich das Ziel. Also ließ sich der 36-Jährige während des Abschlusstrainings des SV Werder Bremen am Freitag vor dem Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach (Samstag, 15.30 Uhr/DeichStube-Liveticker) schnell einen zweiten Ball geben und holte Versäumtes nach. Gut, alles wieder in der Reihe. Aber der Chefcoach wird es ja auch nicht sein, der gegen die „Fohlen“ auf dem Platz für Erfolgserlebnisse sorgen soll – allerdings mit der richtigen Entscheidung bei der Startelf-Aufstellung im Vorfeld.
Werder-Bremen-Aufstellung: Rückt Kapitän Marco Friedl nach überstandener Verletzung gegen Gladbach in die Startelf?
In diesen Tagen geht der Blick bei Werder Bremen besonders auf die Abwehr, was vorrangig an den Zukunftsentscheidungen bezüglich Milos Veljkovic und Anthony Jung liegt. Das Duo wird zwar ab Sommer nicht mehr gebraucht, könnte gegen Borussia Mönchengladbach aber erneut ganz wichtig sein. Niklas Stark (Knieprobleme) trainierte lediglich individuell und dürfte somit abermals ausfallen. Kapitän Marco Friedl ist nach einer Innenbandzerrung im Knie zwar zurück im Kader, womöglich kommt ein Einsatz von Beginn an für den Österreicher aber noch zu früh. Deshalb könnte die Dreierkette wie zuletzt in Leverkusen von Anthony Jung, Milos Veljkovic und zusätzlich Amos Pieper gebildet werden.
Issa Kaboré oder Derrick Köhn: Wer rückt für Mitchell Weiser gegen Gladbach in die Startelf-Aufstellung des SV Werder Bremen?
Eine definitive Veränderung gibt es auf dem rechten Flügel. Mitchell Weiser fehlt gelbgesperrt, für ihn dürfte gegen Borussia Mönchengladbach Issa Kaboré in die Startelf des SV Werder Bremen rutschen. Der burkinische Nationalspieler wurde zuletzt häufig links ausprobiert, kann sich womöglich nun aber auf seiner angestammten Position beweisen. Felix Agu dürfte demnach abermals die linke Schiene in der Bremer Aufstellung bespielen, was er zuletzt gegen den amtierenden Deutschen Meister aus dem Rheinland bereits überzeugend getan hat. Im Zentrum bleibt derweil alles beim Alten, Senne Lynen, Jens Stage und Romano Schmid teilen sich die Aufgaben im Mittelfeld.
Bleibt noch die Offensive. Marvin Ducksch ist wieder fit und hat seine muskulären Probleme im Oberschenkel überwunden. Ob er gegen Borussia Mönchengladbach aber auch direkt in die Startelf des SV Werder Bremen zurückkehren wird, ist offen. Oliver Burke und André Silva haben zuletzt zwar nicht unbedingt als Torjäger überzeugt, aber mit ihrer energischen Spielweise beim Gegner für Stress gesorgt. Eine Qualität, die Werder spürbar guttat. Gut möglich also, dass das Gespann wieder in der Bremer Aufstellung steht, Ducksch und auch Justin Njinmah somit als wichtige Optionen von der Bank kommen könnten. (mbü)
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