Bremer in der Einzelkritik
Werder in Noten gegen Holstein Kiel: Note 1 für Trio um Kapitän Marco Friedl
Werder Bremen in Noten gegen Holstein Kiel: Beim Auswärtssieg zeigte vor allem ein Trio eine klasse Leistung. Alle Bremer in der Einzelkritik.
Michael Zetterer: Lange Zeit beschäftigungslos, der erste gefährliche Kieler Abschluss rauschte an seinem Kasten vorbei (40.). Im Aufbauspiel dafür mit mehreren klugen Pässen. Auch in der zweiten Halbzeit musste er sich kaum auszeichnen und erlebte somit einen ereignisarmen Nachmittag in Kiel. Note 3
Amos Pieper (bis 89.): Begann dieses Mal auf der linken Seite der Dreierkette und verrichtete seine Arbeit über die gesamte Spielzeit sehr konsequent und unaufgeregt. Beinahe mit einem eigenen Treffer, doch sein Abschluss im Strafraum wurde im letzten Moment geblockt (70.). Note 2,5
Werder Bremen in Noten gegen Holstein Kiel: Felix Agu und Marco Friedl stark
Marco Friedl: Der Kapitän feierte nach zwei Monaten sein Startelf-Comeback und war gleich zu Beginn mehrfach entscheidend bei Flanken mit dem Kopf zur Stelle. Seine Rückkehr tat der Bremer Defensive spürbar gut – er organisierte seine Mitspieler und zeigte sich äußerst zweikampfstark. Strahlte über die gesamte Spieldauer eine enorme Ruhe aus. Note 1,5
Niklas Stark: Auch er gab nach seiner Verletzung sein Comeback von Beginn an und präsentierte sich sofort wieder kompromisslos im Zweikampf. Lieferte sich mit Kiel-Stürmer Skrzybski mehrere rassige Duelle, entschied davon fast jedes für sich und sorgte mit dafür, dass Werder defensiv sehr stabil stand. Note 2
Mitchell Weiser: Kehrte nach abgesessener Gelbsperre in die Startelf zurück und brachte spürbar Spielfreude ins Bremer Spiel. Seine Flanken fanden zunächst zu selten einen Abnehmer, ließ dafür defensiv auf seiner Seite wenig anbrennen. Bereitete das 3:0 durch Marco Grüll dann klasse vor (90.+3). Note 2
Senne Lynen: Wie gewohnt emsig im Mittelfeld unterwegs, zudem passsicherer als in den vergangenen Wochen. Entschied viele wichtige Zweikämpfe für sich und sorgte dafür, dass die meisten Kieler Angriffe bereits im Ansatz verpufften. Note 3
Felix Agu: Früh mit einem starken Steckpass auf Burke (2.), auch darüber hinaus mit vielen guten offensiven Vorstößen. Seinen Hereingaben fehlte zunächst die letzte Präzision. Belohnte sich für seinen engagierten Auftritt mit einem traumhaften Schlenzer in den Winkel (59.). Note 1,5
Werder Bremen in Noten gegen Holstein Kiel: Romano Schmid der Motor im Mittelfeld
Jens Stage (bis 85.): Der Däne spulte viele Kilometer ab, war jedoch zunächst wenig ins Spiel eingebunden. Hatte Pech, dass nach einem starken Vorstoß kein Freistoß an der Strafraumkante für ihn gepfiffen wurde (48.). Glänzte immer wieder mit wichtigen Balleroberungen im Gegenpressing. Sah zu Recht die Gelbe Karte nach einem Foul an Arp (82.). Note 3
Romano Schmid (bis 89.): Versuchte das Bremer Spiel immer wieder mit kreativen Pässen schnell zu machen – auch wenn nicht alle seine Ideen funktionierten. Hatte viele Ballkontakte und bewies mehrfach seine kluge Übersicht. In seinen Steckpässen fehlte jedoch häufiger die letzte Präzision. Note 2,5
Oliver Burke (bis 73.): Hatte sofort viele Ballaktionen und legte früh per Kopf für Ducksch auf (4.). Sehr bemüht, aber in seinen Aktionen oft etwas unglücklich – sinnbildlich sein Ausrutscher vor einer guten Abschlusschance (21.). Zeigte sich zu eigensinnig bei seiner Schusschance, als er nach starkem Dribbling den freistehenden Weiser übersah (63.). Note 3
Werder Bremen in Noten gegen Holstein Kiel: Marvin Ducksch überragt bei Rückkehr
Marvin Ducksch (bis 73.): Startete anstelle von Silva und vergab früh eine Großchance, als Kiel-Keeper Dähne seinen Schuss gerade noch entschärfte (4.). Machte es 20 Minuten später besser und traf per traumhaftem Freistoß zur Werder-Führung (25.). War auch darüber hinaus stark ins Offensivspiel eingebunden und entscheidend an der Entstehung des zweiten Werder-Treffers beteiligt (59.). Wurde leicht angeschlagen ausgewechselt. Note 1,5
Keke Topp (ab 73.): Ersetzte Burke und hatte direkt eine Abschlusschance, traf den Ball jedoch nicht richtig (73.). Zeigte schöne Übersicht vor Njinmahs Großchance (82.). Note -
Justin Njinmah (ab 73.): Kam für den ausgepowerten und leicht angeschlagenen Ducksch. Vergab aus aussichtsreicher Position die Gelegenheit zum 3:0 (82.). Note -
Leonardo Bittencourt (ab 85.): Kam spät für Stage ins Spiel und half dabei, den Sieg über die Zeit zu bringen. Note -
Anthony Jung (ab 89.): Wurde in den Schlussminuten für Pieper eingewechselt. Note: -
Marco Grüll (ab 89.): Durfte noch ein paar Minuten in der Schlussphase des Spiels sammeln und traf prompt zum 3:0-Endstand (90.+3). Note -
Weiter mit der Aufstellung:
Werder Bremen-Aufstellung gegen Holstein Kiel: Das ist die bremer Startelf
Werder Bremen spielt am Samstag (15.30 Uhr, DeichStube-Liveticker) auswärts gegen Holstein Kiel. So sieht die Startelf-Aufstellung von Trainer Ole Werner heute aus.
Update vom 29. März 2025 (14.30 Uhr): Jetzt ist die Aufstellung des SV Werder da: Trainer Ole Werner ändert die Bremer Startelf gegen Holstein Kiel im Vergleich zum Gladbach-Spiel auf vier Positionen - die komplette Anfangsformation steht im Liveticker!
Bremen – Viel schöner hätte das Wetter beim Abschlusstraining des SV Werder Bremen kaum sein können. Unter wolkenlosem Himmel und strahlendem Sonnenschein bereiteten sich die Hanseaten auf das Auswärtsspiel bei Holstein Kiel (Samstag, 15.30 Uhr, DeichStube-Liveticker) vor. Passend zu den äußeren Bedingungen dürfte auch Trainer Ole Werner beim Blick auf die personelle Situation anfangen zu strahlen. Denn: Bis auf Innenverteidiger Milos Veljkovic, der mit muskulären Problemen ausfällt, und Abed Nankishi, der erkrankt ist, stehen ihm alle Spieler für die Startelf-Aufstellung zur Verfügung.
Werder Bremen-Startelf gegen Holstein Kiel: Aufstellungs-Rückkehr von Marco Friedl?
Das bedeutet, dass der Cheftrainer insbesondere in der Defensive wieder die Qual der Wahl hat. Sehr erfreulich aus seiner Sicht ist die Rückkehr von Kapitän Marco Friedl, der gegen Mönchengladbach bereits in der Schlussphase eingewechselt worden war, nun aber endgültig vor seiner Rückkehr in die Startelf-Aufstellung steht. „Er ist ein Kandidat für einen Einsatz von Beginn an. Er kann aber auch nicht alles allein schultern“, sagt Werner über seinen Abwehrchef. Neben Friedl kehrt in Niklas Stark ein weiterer Innenverteidiger nach überstandenen Knieproblemen zumindest in den Kader zurück. Ob es für den 29-Jährigen bereits für die Startelf reicht, bleibt abzuwarten. Wahrscheinlicher ist, dass zunächst Anthony Jung und Amos Pieper die beiden Positionen in der Dreierkette neben Friedl besetzen.
Werder Bremen-Aufstellung gegen Holstein Kiel: Steht Oliver Burke erneut in der Startelf?
Auch auf dem rechten Flügel wird es eine Veränderung geben: Mitchell Weiser hat seine Gelbsperre abgesessen und wird trotz des zuletzt engagierten Auftritts von Issa Kaboré wieder ins Team rücken. Auf der linken Seite dürfte Felix Agu erneut den Vorzug vor Derrick Köhn erhalten. Im zentralen Mittelfeld sind keine Wechsel in der Aufstellung des SV Werder Bremen zu erwarten: Senne Lynen, Jens Stage und Romano Schmid werden voraussichtlich auch an der Kieler Förde die Fäden ziehen.
Bleibt noch die Offensive – und hier wird es spannend. Marvin Ducksch drängt nach seinem Kurzeinsatz gegen Gladbach zurück in die Startelf. Ob er tatsächlich von Beginn an aufläuft, ist jedoch offen. Denn das Sturmduo Oliver Burke und André Silva hat in den vergangenen drei Partien bewiesen, dass es eine Bundesliga-Defensive gehörig unter Druck setzen kann. Nicht ohne Grund lobt Werner ausdrücklich den schottischen Angreifer: „Er legt mittlerweile eine ganz andere Arbeitshaltung an den Tag.“ Gut möglich also, dass Burke und Silva erneut das Vertrauen erhalten. Auf der Bank hätte der Trainer des SV Werder Bremen in Ducksch, Justin Njinmah und Co. noch mehrere starke Alternativen für die Offensive, um auf alle Eventualitäten reagieren zu können. (bvo)
