Werder-Profis in der Einzelkritik
Werder in Noten gegen den HSV: Stage der Derbyheld, Pieper überzeugt als Abwehr-Boss
Der SV Werder Bremen hat das Nordderby gegen den HSV mit 3:1 (1:1) gewonnen. Die Werder-Profis in der EInzelkritik mit Noten!
Mio Backhaus: Bügelte seinen eigenen Fehler im Aufbauspiel mit einer Parade gegen den Schuss von Viera wieder aus (27.). Beim Traumtor von Glatzel machtlos. Darüber hinaus ohne echte Bewährungsprobe. Gleich mehrfach mit guten und genauen Abschlägen. Note: 3
Yukinari Sugawara: Rückte für den angeschlagenen Agu wieder in die Startelf. Zunächst mit einem unauffälligen Auftritt, servierte dann allerdings die Flanke vor dem 1:0 mustergültig auf den Kopf von Stage. Sah nach einem taktischen Foul die Gelbe Karte und spulte unermüdlich viele Meter auf seiner Seite ab. Note: 2,5
Amos Pieper: War in Abwesenheit von Friedl der Abwehrchef. Agierte unglücklich bei der Chance von Königsdörffer, als er einen langen Ball falsch einschätzte (27.). Spielte ansonsten seine Routine aus und präsentierte sich äußerst entschlossen in den Zweikämpfen. Köpfte jeden langen Ball aus der Gefahrenzone. Note: 2
Werder Bremen in Noten gegen den HSV: Karim Coulibaly zeigt bei Startelf-Comeback eine solide Leistung
Karim Coulibaly: Ersetzte Kapitän Marco Friedl und machte zunächst einen abgeklärten Eindruck. Ließ sich vor dem 1:1 jedoch im strittigen Zweikampf von Torschütze Glatzel zu leicht abkochen. Machte ansonsten vieles richtig, daher trotz des Gegentreffers eine solide Leistung. Note: 2,5
Olivier Deman: Sah nach einer Rangelei mit Königsdörffer kurz vor der Halbzeitpause die Gelbe Karte. Hielt seine Seite defensiv weitgehend sauber, blieb offensiv jedoch eher zurückhaltend. Seinen Flanken fehlte es an der nötigen Präzision. Note: 3
Senne Lynen: Wirkte aufgrund der emotionalen Atmosphäre besonders angestachelt und war extrem bissig in der Arbeit gegen den Ball – unterband so mehrfach Konter. Ging als Führungsspieler voran, auch wenn ihm nicht alles gelang. Note: 2,5
Werder Bremen in Noten gegen den HSV: Jens Stage ist der absolute Unterschiedsspieler bei Werder
Cameron Puertas: Sein Abschluss geriet mit dem schwächeren linken Fuß aus aussichtsreicher Position zu ungenau (8.). War viel unterwegs, ließ jedoch zwischenzeitlich die nötige Klarheit in seinen Entscheidungen vermissen. Bereitete dann aber das zweite Tor von Stage vor und holte zudem die Rote Karte gegen Otele heraus. Machte dann mit seinem ersten Bundesliga-Tor den Deckel drauf (90+1). Note: 2
Jens Stage (bis 67.): Der absolute Unterschiedsspieler bei Werder. Schaffte es rechtzeitig fit zu werden und führte das Team als Kapitän aufs Feld. Wurde seinem Status als Top-Torschütze gerecht und köpfte Werder wuchtig zur 1:0-Führung. Krönte seine Leistung mit einem sehenswerten Treffer zum 2:1 und avancierte damit endgültig zum Derbyhelden. Wurde bei seiner Auswechslung mit Standing Ovations verabschiedet. Note: 1
Romano Schmid: Begann auf dem linken Flügel und hatte von dort nicht den gewohnten Zugriff auf das Spiel. War zwar wie üblich umtriebig, ließ in der ersten Hälfte jedoch die zündende Idee vermissen. Steigerte sich nach der Pause, ohne dabei die ganz großen Offensivaktionen zu kreieren. Bis zur Nachspielzeit, als er mit der Hacke den Puertas-Treffer auflegte. Ließ anschließend noch die Großchance auf den vierten Treffer liegen. Note: 3
Justin Njinmah: Hatte früh den ersten Torschuss und sorgte darüber hinaus für Betrieb auf der rechten Offensivseite. Bot immer wieder tiefe Laufwege an, wurde jedoch zu selten gefunden. Seine Aktionen waren insgesamt zu unpräzise und brachten zu wenig Ertrag. Note: 3,5
Werder Bremen in Noten gegen den HSV: Jovan Milosevic ohne nennenswerte Abschlüsse
Jovan Milosevic (bis 61.): Stand erstmals seit Ende Februar wieder in der Startelf und lieferte sich viele direkte Duelle bei hohen Bällen mit Torunarigha. Legte einige Bälle clever ab, kam jedoch selbst zu keinen nennenswerten Abschlüssen. Die fehlende Spielpraxis war ihm anzumerken, nach einer Stunde wurde er ausgewechselt. Note: 4
Marco Grüll (ab 61.): Kam für Milosevic ins Spiel und übernahm die Rolle im Sturmzentrum. Arbeitete engagiert gegen den Ball und holte die vermeintliche zweite Rote Karte gegen den HSV heraus, die dann vom VAR zurückgenommen wurde. Fehlt augfurnd seiner fünften Gelben Karte in Stuttgart. Note –
Leonardo Bittencourt (ab 67.): Sollte für zusätzliche Energie und Mentalität im Mittelfeld sorgen und brachte genau diese auch auf den Platz. Sah nach einer Provokation die Gelbe Karte – es war seine fünfte. Note –
Niklas Stark (ab .): Brachte den Sieg mit über die Zeit. Note –
Weiter mit der Werder-Startelf:
Werder-Bremen-Aufstellung gegen den HSV: Jens Stage zurück in der Startelf!
Welche Startelf schickt Coach Daniel Thioune im Nordderby des SV Werder Bremen gegen den HSV auf den Rasen? Jetzt ist die Aufstellung da!
Update: Jetzt die Aufstellung des SV Werder Bremen für das Nordderby gegen den HSV fest! Jens Stage ist dabei! Die komplette Werder-Startelf gibt es hier im DeichStube-Liveticker.
Es war die große Frage vor dem Abschlusstraining des SV Werder Bremen am Freitagnachmittag: Kann Jens Stage dabei sein oder nicht? Die Antwort lautete: Ja, er war dabei. Ein Einsatz des dänischen Mittelfeldmotors und Bremer Top-Torschützen im Nordderby gegen den Hamburger SV (Samstag, 15.30 Uhr im DeichStube-Liveticker) ist damit zwar noch nicht final gesichert, aber zumindest deutlich wahrscheinlicher geworden. Sollten sich die Beschwerden über Nacht nach der erhöhten Belastung nicht wieder verschlimmern, ist davon auszugehen, dass Stage am Samstag zumindest im Kader steht. Die Chance, dass er dann auch von Beginn an startet, ist aufgrund der enormen Bedeutung des Spiels und der prekären sportlichen Situation hoch.
Werder Bremen-Aufstellung gegen Hamburger SV: Mit Jens Stage und ohne Felix Agu in der Startelf?
Während der Vizekapitän somit vor seiner Rückkehr steht, muss Kapitän Marco Friedl – obwohl er auch am Freitag auf dem Platz stand – aufgrund seiner Roten Karte aus dem Köln-Spiel das Nordduell von der Tribüne aus verfolgen. Für den Österreicher dürfte voraussichtlich Karim Coulibaly in die Innenverteidigung rücken. Neben ihm hat Amos Pieper bereits eine Startelf-Garantie von Werder Bremens Cheftrainer Daniel Thioune erhalten. Sollte es bei Coulibaly, der in den vergangenen Wochen häufiger mit muskulären Problemen zu kämpfen hatte, doch nicht reichen, stünde Niklas Stark gegen den HSV als erfahrene Alternative bereit. Allerdings plagt sich auch der gebürtige Franke seit längerer Zeit mit hartnäckigen Hüftproblemen herum.
Während im Tor des SV Werder Bremen wie gewohnt Mio Backhaus auflaufen wird, könnte es im Defensivverbund auf den Flügeln noch eine Änderung geben. Felix Agu konnte das Abschlusstraining aufgrund muskulärer Probleme nicht mitbestreiten und trainierte stattdessen individuell in den Katakomben. Einen Ausfall bestätigte der Verein zwar noch nicht, sollte es für Agu jedoch nicht reichen, dürfte gegen den HSV Yukinari Sugawara hinten rechts in die Startelf rücken. Auf der linken Seite wird aller Voraussicht nach erneut Olivier Deman verteidigen.
Werder Bremen-Aufstellung im Nordderby gegen den HSV: Steht Jovan Milosevic gegen den Hamburger SV in der Startelf?
Im zentralen Mittelfeld der Bremer Aufstellung kehrt Cameron Puertas nach abgesessener Gelbsperre an die Seite von Senne Lynen zurück. Zudem dürfte Jens Stage bei ausreichender Fitness direkt starten. Als Alternative stünde ansonsten Leonardo Bittencourt bereit. In der Offensive deutete Daniel Thioune an, dass ihm der Auftritt in Köln nicht gefallen habe und es daher Änderungen geben könnte. So dürfte wohl neben dem gesetzten Romano Schmid und Tempodribbler Justin Njinmah mit Jovan Milosevic ein echter Mittelstürmer in der Startelf des SV Werder Bremen gegen den HSV (live im TV) stehen. Marco Grüll und Youngster Salim Musah wären in diesem Fall noch Optionen für die Jokerrolle. (bvo)
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