Alle Werder-Profis in der Einzelkritik
Werder Bremen in Noten gegen RB Leipzig: Michael Zetterer sensationell, Justin Njinmah und Marco Friedl ganz stark
Der SV Werder Bremen hat ein ganz starkes Heimspiel gezeigt und gegen RB Leipzig 1:1 (0:0) gespielt. Die Noten zum Spiel. Alle Bremer in der Einzelkritik.
Michael Zetterer: Zu Beginn viel als Fußballer gefordert und dabei mit Nerven aus Stahl. Dann auch als Keeper richtig stark. Beim 0:1 ließ er sich auch erst im dritten Versuch überwinden. Klasse, wie er allein gegen Openda das 0:2 verhinderte (67.). Auch danach immer auf dem Posten. Note 1
Christian Groß (bis 82.): Erstmals seit dem 7. Oktober durfte der Routinier wieder ran, weil in der Dreierkette so viele fehlten. In der ersten Halbzeit machte der 34-Jährige seine Tempodefizite mit Einsatz und Cleverness wett, doch vor dem 0:1 sah er dann gegen Openda alt aus. Steckte das immerhin genauso gut weg wie seine Gelbe Karte kurz darauf und auch die ersten Krämpfe. Note 4
Marco Friedl und Michael Zetterer überragen: Werder Bremen-Noten gegen RB Leipzig
Marco Friedl: Nach gerade erst überstandenen Adduktorenproblemen gleich in der Startelf und mit einer starken Leistung als Abwehrchef. Gewann die wichtigen Zweikämpfe und behielt stets kühlen Kopf. Note 1,5
Anthony Jung: Was für ein Blackout nach 20 Minuten, den Xavi zum Glück nicht nutzte. Davor und danach lieferte Jung links in der Dreierkette aber gewohnt souverän ab. Note 3
Mitchell Weiser: Auf der rechten Seite defensiv stark gefordert, dann aber auch mit guten Bällen nach vorne – speziell auf den schnellen Njinmah. Spulte ein enormes Pensum ab. Note 3
Jens Stage: Begann richtig stark, gewann viele Zweikämpfe und war der Abräumer im Mittelfeld. Leistete sich dann aber ein paar Abspielfehler und vergab aus wenigen Metern die Riesenchance zum 1:0 (35.). Blieb nach der Pause ein wichtiger Antreiber. Note 2,5
Leonardo Bittencourt (bis 82.): An seinem 30. Geburtstag als fester zweiter Sechser eingeplant und deshalb offensiv nicht ganz so auffällig. Bis er per Flanke Stage perfekt bediente, der aber vergab (35.). Spielte sehr diszipliniert und arbeitete viel für die Mannschaft. Note 3
Felix Agu (bis 82): Durfte aufgrund seines höheren Tempos für Deman auf der linken Seite ran, hatte dort trotzdem immer wieder Probleme mit den schnellen Leipzigern. Biss sich aber in die Partie und setzte sehr gute Akzente nach vorne. Note 3
Werder Bremen in Noten gegen RB Leipzig: Justin Nnjinmah rettet den Punkt mit einem Traumtor
Justin Njinmah (bis 87.): Wirkte bei seinem zweiten Startelf-Einsatz in dieser Saison zunächst etwas orientierungslos, das besserte sich. Profitierte von seinem hohen Tempo, um dann oftmals den richtigen Zeitpunkt für das Abspiel auf die Kollegen zu verpassen. Aber dann! Als er vor dem Strafraum nicht wusste, wohin mit dem Ball, schoss er einfach mal frech zum 1:1 ein. Note 2
Marvin Ducksch: In seinem 50. Bundesligaspiel für Werder übernahm er sichtbar die Führungsrolle, dirigierte die Kollegen, verteilte klug die Bälle. Verpasste mit seinem Schlenzer nur knapp das 1:1 (56.), ein Freistoß landete auf dem Tor (73.). Note 2,5
Rafael Borré (bis 62.): Manchmal Rechtsaußen, dann wieder Achter – der Kolumbianer war richtig viel unterwegs. Im Pech, als sein Kopfball von Lukeba von der Linie gekratzt wurde. Kurz danach hätte er erneut die Führung machen können (32.), zielte aber frei aus 16 Metern weit vorbei. Ein ständiger Unruheherd, bis ihn Trainer Werner etwas überraschend nach gut einer Stunde Spielzeit vom Platz nahm. Note 2,5
Romano Schmid (ab 62.): Erstmals seit dem ersten Spieltag nicht in der Startelf, kam dann aber nach gut einer Stunde. Nicht so auffällig wie Borré. Note -
Oliver Deman (ab 82.): Kam für Agu auf seiner gewohnten Position zum Einsatz. Note -
Nick Woltemade (ab 82.): Sein früher Ballverlust wäre beinahe teuer geworden, kämpfte dann aber gut mit. Note -
Senne Lynen (ab 82.): Musste für Groß ungewohnterweise in der Dreierkette aushelfen und machte das gut. Note -
Dawid Kownacki (ab 87.): Ersetzte spät den völlig ausgepumpten Njinmah. Note -
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Weiter mit der Aufstellung:
Werder Bremen-Aufstellung gegen RB Leipzig: Friedl zurück in der Startelf - Stark und Veljkovic nicht im Kader!
Der SV Werder Bremen ist am Dienstagabend gegen RB Leipzig gefordert. So sieht die Startelf-Aufstellung der Grün-Weißen aus.
Update: Jetzt ist die Aufstellung da! SV Werder Bremen. Und es gibt viele Überraschungen! Die komplette Werder-Aufstellung gegen RB Leipzig gibt es hier im Liveticker!
Bremen – Ein Jahresende bietet auch immer die Gelegenheit für einen Rückblick. Ein richtiges Fazit wird beim SV Werder Bremen aus nachvollziehbaren Gründen zwar erst nach dem finalen Heimspiel gegen RB Leipzig (Dienstag, 18.30 Uhr im DeichStube-Liveticker) gezogen, doch schon jetzt steht für Ole Werner hinsichtlich der vielen kurzfristigen Personalsorgen fest: „Das ist ein Stück weit die Story des Jahres 2023. Aber das ist einfach so. Wir sind gefordert, Lösungen zu finden.“ Was automatisch zur Startelf-Aufstellung der Grün-Weißen gegen den Tabellendritten führt. Die könnte in der Theorie so ausschauen wie zuletzt – wenn denn gleich in zwei Fällen positive Nachrichten eintrudeln.
Werder Bremen-Aufstellung gegen RB Leipzig: Stehen Milos Veljkovic und Niklas Stark in der Startelf?
So wird sich nämlich erst am Spieltag selbst entscheiden, ob Milos Veljkovic (Schlag aufs Knie) und Niklas Stark (Schlag auf die Hüfte) wirklich einsatzbereit sind. Ein Fehlen des Duos würde den SV Werder Bremen gehörig schwächen, Ole Werner will das Risiko dennoch so niedrig wie möglich halten: „Wir schicken sicherlich keinen Spieler aufs Feld, der Gefahr läuft, eine schwere Verletzung beim Einsatz zu bekommen“, betonte er. „Das wäre erstens unverantwortlich und zweitens auch nicht gerade hilfreich.“ Immerhin: Als Alternative steht gegen RB Leipzig Kapitän Marco Friedl wieder zur Verfügung. Der 25-Jährige hat seine Adduktorenprobleme, die ihn zuletzt gegen Augsburg und Mönchengladbach zum Zuschauen zwangen, auskuriert und komme nach Angaben seines Trainers auch wieder für einen Einsatz in der Startelf in Frage. Sollten zwei Alternativen gebraucht werden, stünde Christian Groß parat. Weitere Optionen für die Anfangs-Aufstellung gibt es eigentlich nicht, Amos Pieper (Knöchelbruch) und Nicolai Rapp (Fußverletzung) fallen bekanntlich aus. Wenn Veljkovic und Stark am Ende doch den Daumen heben, ist es wahrscheinlich, dass das Duo auch erneut neben Anthony Jung verteidigt.
Werder Bremen-Aufstellung gegen RB Leipzig: Jens Stage ist in der Bremer Startelf gesetzt
Darüber hinaus dürfte alles beim Alten bleiben. Michael Zetterer steht im Tor, obwohl er sich beim Abschlusstraining am Montag kurzfristig an die Schulter griff, die er sich in der Vorwoche überstreckt hatte. Auf den Außenbahnen sollten in der Startelf des SV Werder Bremen erneut Olivier Deman (links) und Mitchell Weiser (rechts) unterwegs sein, auf der Sechs ist Jens Stage gesetzt. Davor dürften Leonardo Bittencourt, der am Dienstag 30 Jahre alt wird, und Romano Schmid in der Bremer Aufstellung unterwegs sein. Im Angriff starten mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit wieder Marvin Ducksch und Rafael Borré, die gegen Gladbach zum bereits dritten Mal während der laufenden Hinrunde jeweils ein Tor in einer Partie erzielten. Auch Leipzig-Trainer Marco Rose warnt: „Beide sind gierig vor dem Tor und wissen, wo das Tor steht. Beide haben ein gutes Gefühl für Situationen, ein gutes Gespür für Räume und dafür, wo Bälle runterfallen.“ Und der 47-Jährige lobt weiter: „Ducksch hat einen herausragenden Fuß, ist Nationalspieler geworden im reifen Alter. Das sind einfach gute Jungs, die uns wahrscheinlich nicht weglaufen, aber die andere Qualitäten haben, die wir zu verteidigen haben.“ (mbü)
