Werder-Profis in der Einzelkritik

Werder in Noten gegen RB Leipzig: Mio Backhaus hält glänzend, Jens Stage zu inkonsequent

Der SV Werder Bremen hat das Bundesliga-Spiel bei RB Leipzig mit 0:2 (0:0) verloren. Die Werder-Profis in der Einzelkritik mit Noten!

Mio Backhaus: Packte in der Anfangsphase gleich zweimal sicher zu und lenkte dann nach einer halben Stunde stark einen Ouédraogo-Flachschuss um den Pfosten. Dafür mangelte es seinen weitgeschlagenen Bällen an Präzision. Faustete einmal genau ins Zentrum, was sich aber nicht rächte (38.). Unmittelbar vor der Pause mit Top-Tat nach abgefälschtem RB-Schuss. Gegen Ouédraogos Kunstschuss machtlos (64.) und auch später ohne Chance. Note 2

Yukinari Sugawara: Schaltete sich offensiv zwar gelegentlich mit ein, doch seine hohen Hereingaben fanden kaum einmal einen Mitspieler. In der Abwehr weitgehend auf Ballhöhe, in Durchgang zwei auch im Angriff auffälliger. Verlor vor dem 0:2 aber ein entscheidendes Kopfballduell. Note 4

Amos Pieper: Ließ sich auch von den wendigen RB-Angreifern nicht aus der Ruhe bringen. Ganz wichtig war sein Block gegen Ouédraogo vor der Pause, als es richtig gefährlich hätte werden können. Konnte Schlager vor dem 0:2 nicht mehr stoppen, nachdem er sich zuvor hatte wegschieben lassen. Note 3,5

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Werder Bremen in Noten gegen RB Leipzig: Karim Coulibaly mit einigen Ungenauigkeiten, aber im Laufe des Spiels stabiler

Karim Coulibaly: Begann mit einigen Ungenauigkeiten in seinen Aktionen und hatte zudem Glück, dass es nach einem ungestümen Einsteigen gegen Baumgartner im Strafraum keinen Elfmeter gab (26.). Stabilisierte sich im weiteren Verlauf. Note 4

Marco Friedl: Stand mehrmals richtig – und als er es dann einmal nicht tat, kassierte er prompt für ein Foul früh die Gelbe Karte (19.). Sein Spiel litt darunter aber nicht merklich, bereitete sogar eine Topp-Chance vor (47.). Note 3

Senne Lynen (bis 89.): Hatte Schwerstarbeit im Zentrum zu verrichten, was im Verbund mit Nebenmann Stage einigermaßen funktionierte. So wurde dem Gegner mehrmals der Ball abgeluchst, allerdings waren die Umschaltmomente der Vorderleute nicht effizient genug, wodurch der Druck aufs eigene Tor eher größer wurde als abnahm. Vor dem 0:1 zu zögerlich gegen den Torschützen. Note 4

Werder Bremen in Noten gegen RB Leipzig: Jens Stage unter Druck nicht genau genug - und vor dem Tor zu inkonsequent

Jens Stage: Auch er stibitzte den Gegnern immer wieder den Ball vom Fuß und hatte seinen Anteil daran, dass sich die Gastgeber zunächst schwertaten. Unter Druck fiel es aber auch ihm mitunter schwer, das Spielgerät optimal an den Nebenmann weiterzuleiten. Hätte aus seiner Mega-Konterchance viel mehr machen müssen, doch es kam nicht einmal zum Torschuss (58.). Note 4

Cameron Puertas (bis 73.): Durfte erstmals seit dem Heidenheim-Spiel wieder von Beginn an ran und eroberte zunächst mehrmals gut den Ball. Im Vorwärtsgang waren seine spielerischen Qualitäten aber lange kaum zu sehen, wodurch die gewünschte Entlastung früh zerbröselte. Erst in Minute 52 mit einem gefährlichen Abschluss. Stark, wie er Sekunden später die Grüll-Chance einleitete und kurz darauf mit einem Traumpass den Stage-Konter (58.). Vor dem 0:1 zu passiv gegen Ouédraogo. Note 3,5

Romano Schmid: Gewohnt emsig bei der Arbeit gegen den Ball, drehte sich zudem mehrfach geschickt aus gegnerischer Bedrängnis heraus. Der ganz große offensive Impuls gelang jedoch auch ihm zunächst nicht. Kurz nach der Pause direkt auf Betriebstemperatur und mit ein paar guten Szenen. Hatte die Riesengelegenheit zum 1:1 (70.). Note 3,5

Marco Grüll (bis 73.): War auf Werders linker Seite in viele Defensivzweikämpfe mit Diomande verstrickt, von denen er zwar nicht alle, aber viele sehr geschickt meisterte. Abgesehen von einem harmlosen Distanzschuss ging auf der Gegenseite im ersten Durchgang nicht viel. Schoss nach schönem Spielzug aus guter Position drüber (52.), rettete dann auf der eigenen Torlinie in höchster Not (59.). Note 4

Werder Bremen in Noten gegen RB Leipzig: Keke Topp viel in Bewegung, aber oft mit viel Mühe gegen robuste Leipziger

Keke Topp (bis 73.): Erhielt im Sturm erneut den Vorzug vor Boniface und hatte erwartungsgemäß Mühe, sich gegen die robuste Leipziger Hintermannschaft zu behaupten. Doch der Gnarrenburger war viel in Bewegung und sicherte die Kugel clever in mehreren Situationen. Aber: Manchmal drehte er auch zu langsam auf, wenn eigentlich Platz da war. Traf bei einem Kopfball nur das Außennetz (48.). Bejubelte dann kurz das 1:1 - stand bei seinem Tor aber im Abseits (71.). Note 3,5

Justin Njinmah (ab 73.): Viel sprang nicht beim Kurzeinsatz heraus. Note –

Samuel Mbangula (ab 73.): Ein Wirkungstreffer blieb aus. Note -

Victor Boniface (ab73.): Wollte unbedingt etwas bewegen, doch das klappte nicht mehr. Note –

Patrice Covic (ab 89.): Bekam noch ein paar Minuten. Note -

Weiter mit der Werder-Aufstellung:

Werder-Bremen-Aufstellung gegen Leipzig: Weder Samuel Mbangula noch Keke Topp in der Startelf

Der SV Werder Bremen spielt am Sonntag (15.30 Uhr) auswärts gegen RB Leipzig. So könnte die Startelf-Aufstellung von Trainer Horst Steffen aussehen!

Update vom 23. November 2025 (14.20 Uhr): Jetzt ist die Startelf-Aufstellung des SV Werder Bremen da - Keke Topp und Cameron Puertas spielen von Beginn an! Alle Infos lest ihr im DeichStube-Liveticker zum Heimspiel des SV Werder Bremen gegen RB Leipzig!

Bremen – Auch bei Horst Steffen wandern die Mundwinkel automatisch nach oben, wenn er an den Siegtreffer seines SV Werder Bremen im letzten Heimspiel gegen Wolfsburg denkt. „Er darf gern noch häufiger solche Abschlüsse nehmen“, meint der Chefcoach glücklich lächelnd mit Blick auf die famose Direktabnahme Samuel Mbangulas, mit der der Belgier das Weserstadion vor der Länderspielpause in ein Tollhaus verwandelt hatte. Nur eine Woche zuvor hatte der 21-Jährige noch enttäuscht, weshalb er anschließend lediglich von der Bank ins Spiel kam. Was vor der jetzigen Reise zu RB Leipzig (Sonntag, 15.30 Uhr/DeichStube-Liveticker) die Frage aufwirft, ob Mbangula nun wieder automatisch in die Startelf zurückkehren wird.

Werder-Bremen-Aufstellung gegen RB Leipzig: Victor Boniface dürfte für Keke Topp in die Startelf rücken

Doch auch jetzt ändert Steffen nichts an seiner Marschroute, im Vorfeld der Prüfung des SV Werder Bremen bei RB Leipzig (live im TV) verrät der Rheinländer keine Details zu seiner Aufstellung. Nur so viel: Samuel Mbangula habe nach seiner Zahn-Operation während der Länderspielphase zwar noch kleinere Nachwehen gehabt, „aber insgesamt habe ich jetzt das Gefühl, dass es in die richtige Richtung geht“. Das hoffen Werders Verantwortliche auch bezüglich der grundsätzlichen Leistung des Offensivakteurs – wenngleich Schwankungen ob seines Alters auch einkalkuliert sind. Und genau deshalb hat Horst Steffen dem Zehn-Millionen-Euro-Einkauf nach eigener Aussage in Gesprächen noch einmal aufgezeigt, was genau er sich wann von ihm wünscht: Mehr Mut zum Eins-gegen-eins, wenn sich die Chance dazu bietet – mehr Schwung in den Aktionen, wenn sich Räume auftun. „Wir wissen, was wir an ihm haben, er ist ein toller Spieler“, sagt Steffen. „Aber wenn er mal nicht so eine gute Leistung bringt, dann muss ich auch den Jungs, die dahinter gut trainiert haben, ein Zeichen geben, dass sie gesehen werden und ebenfalls ihre Startelfmöglichkeit haben.“ Weshalb es offensiv in der Bremer Startelf in den vergangenen Wochen immer wieder Umbesetzungen gab.

Und nun? Dürfte Samuel Mbangula gegen RB Leipzig wieder neben Romano Schmid und Marco Grüll beginnen, während Victor Boniface im Stoßstürmer-Duell mit Keke Topp knapp die Nase vorn haben könnte. Dahinter bleibt in der Aufstellung des SV Werder Bremen alles beim Alten: Vor Torhüter Mio Backhaus dürften abermals Yukinari Sugawara, Amos Pieper, Karim Coulibaly sowie Marco Friedl in einer situativ wandelbaren Vierer- beziehungsweise Dreierkette verteidigen. Und im defensiven Zentrum der Bremer Startelf wartet auf Senne Lynen und Jens Stage reichlich Arbeit, um die offensivstarken Leipziger nicht mehr als nötig zur Entfaltung kommen zu lassen. (mbü)

Der SV Werder Bremen tritt am Sonntag bei RB Leipzig an. So könnte die Startelf-Aufstellung von Trainer Horst Steffen aussehen.

Rubriklistenbild: © Imago / DeFodi Images

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