Werder-Profis in der Einzelkritik

Werder Bremen in Noten gegen Freiburg: Chuki bleibt blass, Füllkrug kein Faktor

Der SV Werder Bremen in Noten gegen den SC Freiburg nach der 1:4 (0:2)-Niederlage zum Bundesliga-Auftakt: Die Bremer Profis in der Einzelkritik!

Karl Hein: Musste zunächst kaum eingreifen, wurde beim 0:1 dann aus kurzer Distanz per Kopf überwunden – war aber ohne Schuld. Streckte sich beim 0:2 durch Matanovic vor der Pause vergeblich. Auch beim dritten sowie vierten Gegentreffer war er machtlos. Bitterer Nachmittag für den Esten, der noch eine schöne Parade zeigen durfte (82.). Note 3,5

Mick Schmetgens: Erstmals von Beginn an dabei und als Rechtsverteidiger zunächst energisch beim Bearbeiten der Gegenspieler, wenn auch nicht fehlerlos. Zahlte dann unmittelbar nach dem Seitenwechsel mächtig Lehrgeld, als er gegen Scherhant die Entstehung des 0:3 nicht unterband. Note 4,5

Amos Pieper: Löste mehrfach mit langen Bällen den Bremer Spielaufbau aus, dabei aber mitunter auch zu ungenau. Hielt sich lange schadlos, vor dem 0:4 lief sein Klärungsversuch dann allerdings völlig ins Leere. Note 4

Werder Bremen in Noten gegen den SC Freiburg: Chuki (links) blieb bei seinem Bundesliga-Debüt blass, Niclas Füllkrug (rechts) war kein Faktor im Bremer Spiel.

Werder Bremen in Noten gegen den SC Freiburg: Marco Friedl mit keiner guten Leistung

Marco Friedl: Zunächst abgeklärt, doch das 0:2 hätte er kurz vor der Pause womöglich verhindern können, wenn er energischer rausgerückt wäre. Direkt nach Wiederanpfiff dann zu weit weg von Suzuki vor dem 0:3. War wie die Kollegen dem gegnerischen Druck kaum noch gewachsen. Note 5

Olivier Deman: Kam bei der Freiburger Führung nicht mehr rechtzeitig vom zweiten Pfosten weg zu Kopfballtorschütze Suzuki, um entscheidend zu stören. Je mehr die Breisgauer die Geschwindigkeit erhöhten, desto mehr Probleme hatte auch der Belgier. Seine wenigen Flanken verpufften wirkungslos. Note 4,5

Senne Lynen (bis 46.): War kaum zu sehen und schaffte es im Zentrum nicht, den immer größer werdenden Druck der Heimelf einzudämmen. Konnte beim 0:2 obendrein Distanzschütze Matanovic nicht mehr ausbremsen. Kurz darauf war für den Belgier frühzeitig Feierabend. Note 5

Werder Bremen in Noten gegen den SC Freiburg: Chuki lässt sein kreatives Potenzial hier und da aufblitzen, bleibt jedoch ohne Wirkung

Ludovit Reis (bis 84.): Arbeitete vom Anpfiff weg hartnäckig gegen den Ball und ging den Gastgebern so anfangs auf die Nerven. In seinem Rücken stahl sich dann allerdings beim 0:1 Torschütze Suzuki davon – und danach blieben nennenswerte Aktionen des Niederländers aus. Baute merklich ab. Note 4,5

Chuki: Kam ungeplant zu seinem Startelf-Debüt, weil Jens Stage verletzt ausfiel. Ließ sein kreatives Potenzial zwar hier und da aufblitzen, Wirkung entfaltete das aber nicht. Verlor irgendwann die Bindung zum Spiel. Note 5

Justin Njinmah (bis 61.): Begann spielfreudig, eroberte aber auch mehrmals Bälle und zog Fouls. Tauchte dann allerdings aus unerklärlichen Gründen völlig ab, sein Tempo war überhaupt kein Faktor mehr. Note 5

Marco Grüll (bis 84.): Anstelle des zuletzt enttäuschenden Mbangula in der Anfangsformation. Leistete wertvolle Defensivarbeit, offensiv abgesehen von einer halbwegs guten Chance (9.) aber mit wenigen Akzenten. Immerhin: Er ackerte bis zuletzt. Note 5

Werder Bremen in Noten gegen den SC Freiburg: Niclas Füllkrug wurde häufig gesucht, war aber kein Faktor

Niclas Füllkrug (61.): Wurde oft mit hohen Bällen in die Spitze gesucht, doch die anschließenden Ablagen des Stürmers waren mehrmals unsauber. Leistete sich vor dem 0:4 einen folgenschweren Fehler und ließ dann eine dicke Chance ohne Abschluss liegen (57.). War so kein Faktor. Note 5

Dariusz Stalmach (ab 46.): Kam für Lynen, erlebte zwei schnelle Gegentore auf dem Platz mit, ehe ihm selbst per Kopf sein Premierentor gelang – zum unbedeutenden 1:4. Note 3

Cedric Itten (ab 61.): Durfte ran, als nichts mehr zu retten war. Sorgte gegen nun dosiert agierende Freiburger immerhin für etwas Belebung Note -

Salim Musah (ab 61.): Bekam auch noch eine halbe Stunde Einsatzzeit und schlug sich wacker. Note –

Patrice Covic (ab 84.): Erlebte die Schlussphase auf dem Rasen mit. Note -

Eren Dinkci (ab 84.): Kurzeinsatz gegen seinen eigentlichen Arbeitgeber. Note -

Weiter mit der Werder-Aufstellung:

Werder-Bremen-Aufstellung gegen SC Freiburg: Jens Stage fällt aus – Marco Grüll darf beginnen

Update vom 30. August 2026, 14.30 Uhr: Jetzt ist die Aufstellung des SV Werder Bremen da – und wie die DeichStube bereits zuvor berichtete, fehlt Jens Stage aus verletzungsbedingten Gründen. Zudem darf Marco Grüll von Beginn an ran. Die komplette Werder-Startelf gegen Freiburg seht Ihr hier!

Die Vorzeichen standen eigentlich sehr gut vor dem Abschlusstraining des SV Werder Bremen. 23 Feldspieler und drei Torhüter standen Cheftrainer Daniel Thioune am Samstagmittag zur Verfügung, um sich in der letzten Einheit vor dem Bundesliga-Start beim SC Freiburg (Sonntag, 15.30 Uhr/DeichStube-Liveticker) für einen Einsatz zu empfehlen. Auch Oskar Wojcik und Mitchell Weiser mischten mit, beide kommen aufgrund ihres Trainingsrückstands nach Verletzungen allerdings noch nicht für den Spieltagskader infrage. Zunächst war auch Jens Stage mit dabei – die Betonung liegt allerdings auf dem Wort zunächst. Denn der Däne fasste sich nach mehreren Pass- und Torschussübungen gegen Mitte der Einheit an den Oberschenkel und ans Knie. Nach einer längeren Behandlung wurde der Mittelfeldspieler schließlich mit einem Golfcart ins Weserstadion gefahren. Ob Stage dadurch für die Partie gegen den SC ausfällt, ist unklar.

Die Startelf-Aufstellung des SV Werder Bremen gegen den SC Freiburg: Jens Stage musste das Abschlusstraining abbrechen - droht ein Ausfall?

Werder Bremen-Aufstellung gegen SC Freiburg: Fehlt Jens Stage in der Startelf - und Niklas Stark im Kader?

Ebenfalls auf der Kippe steht ein Kaderplatz für Niklas Stark. Der Routinier des SV Werder Bremen wurde am Freitag noch nicht zu den Ausfällen gegen den SC Freiburg gezählt, absolvierte am Samstag dann aber nicht das Abschlusstraining mit seinen Kollegen, sondern arbeitete zur Belastungssteuerung im Inneren des Stadions. Zudem fehlten die Youngster Stefan Smarkalev, Mats Heitmann, Luca Höcker, Darwin Soylu und Kenny Quetant, die allesamt mit der U23 im Heimspiel gegen den HSC Hannover auf dem Rasen standen. Die beiden möglichen Abgangskandidaten Skelly Alvero und Dawid Kownacki waren dagegen bei der Einheit dabei. In einer taktischen Übung wurden beide allerdings jeweils positionsfremd eingesetzt. Ein weiteres Indiz dafür, dass sie bis zum Ende des Transferfensters die Bremer verlassen dürfen und sollen. Ein Thema für die Startelf-Aufstellung sind sie nicht.

Werder Bremen-Startelf-Aufstellung gegen SC Freiburg: Chuki erste Alternative, falls Jens Stage ausfällt

Mit dabei war auch Karl Hein, der bereits am Vortag von Thioune offiziell als neue Nummer eins bestätigt worden war und somit gegen den SC Freiburg das Werder-Tor hüten wird. Die Viererkette vor ihm dürfte aus Olivier Deman auf der linken Seite, Amos Pieper und Kapitän Marco Friedl in der Innenverteidigung sowie Youngster Mick Schmetgens auf der rechten Seite bestehen. Für Schmetgens wäre es erst der dritte Bundesliga-Einsatz – und der erste in der Startelf. Im Mittelfeld ist Senne Lynen auf der Sechs gesetzt, Neuzugang Ludovit Reis dürfte wie schon im Pokal auf der Achterposition beginnen. Sollte Stage ausfallen, wäre Chuki wohl die erste Alternative für die Aufstellung, um den Leistungsträger zu ersetzen. Auf den Flügeln läuft vieles auf Justin Njinmah (rechts) und Marco Grüll (links) hinaus. Im Sturmzentrum wird Niclas Füllkrug erwartet. (bvo)

So könnte die Startelf-Aufstellung des SV Werder Bremen zum Bundesliga-Auftakt gegen den SC Freiburg aussehen.

Rubriklistenbild: © Imago/Sportfoto Rudel/Steinsiek

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