Werder-Einzelkritik gegen die TSG
Werder Bremen in Noten gegen die TSG Hoffenheim: Vier Mal die Note 5
Der SV Werder Bremen hat das Bundesliga-Spiel gegen die TSG Hoffenheim klar mit 1:3 (1:2) verloren und einen enttäuschenden Auftritt gezeigt. Die Werder-Spieler in der Einzelkritik mit Noten.
Michael Zetterer: Startete etwas holprig, klärte dann unkonventionell im Verbund mit Bittencourt eine TSG-Chance (18.) und kurz darauf wichtig gegen Kramaric (26.). Bei den Gegentreffern in Durchgang eins jeweils ohne echte Chance, weil die Vorderleute es den Hoffenheimern zu einfach gemacht hatten. Wurde gegen die Laufrichtung noch ein drittes Mal überwunden (63.). Note 4
Milos Veljkovic (bis 46.): Wenig souverän in seinen Aktionen, hätte zudem gern kompromissloser zu Werke gehen dürfen. Ersatzmann Pieper lief sich früh warm – und kam nach dem Seitenwechsel schließlich für den unauffälligen Serben. Note 5
Niklas Stark: Nach abgebrummter Sperre in der Mitte der Dreierkette unterwegs. Zögerte beim 1:1 einen Moment zu lang, der folgende Schuss ging dann ebenso durch seine Beine wie beim 1:2 durch Bischoff kurz vor der Pause. Konnte auch beim dritten TSG-Tor nicht mehr entscheidend per Kopf stören. Da fielen seine durchaus vorhandenen Tacklings nicht mehr großartig ins Gewicht. Note 5
Anthony Jung (bis 84.): War lange noch der solideste der drei startenden Innenverteidiger und strahlte wenigstens halbwegs Ruhe aus. Vor dem 1:3 ließ er dann Kramaric flanken, insgesamt blieb er unscheinbar – und das half Werder an diesem Tag nicht. Note 4,5
Werder Bremen in Noten gegen die TSG Hoffenheim: Vier Mal Note 5 für die Werder-Profis
Mitchell Weiser: Er bemüht sich ununterbrochen, doch wenn Werder wie in der ersten Hälfte schwächelt, ist der Rechtsaußen aktuell zu selten ein Unterschiedsspieler. Als die Bremer zwischenzeitlich insgesamt etwas agiler wurden, war auch von Weiser mehr zu sehen. Der Ertrag blieb aber aus. Note 4
Senne Lynen: Hatte einige Mühen im Zentrum, war nicht selten zu weit weg vom Gegner und mitunter fehleranfällig im Passspiel. Ließ vor dem 1:1 Stach entwischen. Gab immerhin noch einen halbwegs gefährlichen Schuss ab (75.), doch unter dem Strich war das wie bei allen zu wenig. Note 4,5
Issa Kaboré (bis 46.): Erhielt den Vorzug vor Derrick Köhn und probierte sich in ein paar Dribblings und Flanken. Das sah zwar manchmal ganz brauchbar aus, war es dann aber zu selten. Defensiv mitunter zu zögerlich, das Zusammenspiel mit Verteidiger Jung ist ausbaufähig. Note 4
Leonardo Bittencourt: Vertrat den angeschlagenen Stage im Zentrum und begann mit Elan – doch ebenso schnell fehlte ihm der Zugriff auf Ball und Gegner. Verlor Bischoff vor dem 1:2 völlig aus den Augen. Danach etwas offensiver, mit guter Chance aufs 2:3 (85.). Note 4
Romano Schmid: Zurück in der Startelf und gleich mit der Flanke, die zum frühen Eigentor durch Nsoki führte (7.). Auch danach um kreative Impulse bemüht, doch die TSG setzte ihn stets unter Druck – so wie beim Ballverlust vor dem 1:2. Suchte unermüdlich den Weg nach vorne, spielte auch gute Pässe in die Tiefe, ein starker Freistoß wurde noch abgelenkt (86.). Note 3,5
Werder Bremen in Noten gegen TSG Hoffenheim: Marvin Ducksch mit enttäuschendem Auftritt
Marvin Ducksch (bis 46.): Ein geblockter Schussversuch, ein paar ordentliche Ablagen auf Schmid – das war es dann auch schon. Nach einem Stockfehler gab es vor der Pause erste Pfiffe im Stadion gegen den Angreifer. Eine Überraschung war es nicht, dass er in der Kabine blieb und Platz für Silva machte. Note 5,5
Marco Grüll (bis 66.): Fand überhaupt keinen Weg in die Partie. Mal startete er nicht durch, dann verlor er den Ball zu einfach. Holte sich kurz vor der Pause auch noch einen Rüffel von Zetterer ab, weil ein schneller Abschlag des Keepers an einer fehlenden Anspielstation scheiterte. Steigerte sich in Abschnitt zwei minimal. Note 5
Amos Pieper (ab 46.): Wesentlich energischer und agiler als Veljkovic, traute sich sogar einen Distanzschuss zu und köpfte knapp drüber (86.). Note 3
Werder Bremen in Noten gegen die TSG Hoffenheim: Einwechselspieler bringen Schwung
Derrick Köhn (ab 46.): Brachte sofort Schwung ins Spiel, viel lief fortan über seine Seite. Zur Wende reichte es aber nicht mehr. Note 3
André Silva (ab 46.): Sein erster Abschluss wurde geblockt (48.), danach zwar viel in Bewegung, aber ohne echte Bindung zu den Kollegen. Note 4
Justin Njinmah (ab 66.): Vergab erst eine Megachance aus Abseitsposition kläglich (68.), zielte dann knapp drüber (79.). In der Nachspielzeit dann noch im Pech, dass sein Abschluss gegen die Latte ging (90+4). Note –
Oliver Burke (ab 84.): Kam noch für die Schlussminuten. Note -
Weiter mit der Aufstellung:
Werder Bremen-Aufstellung gegen TSG Hoffenheim: Jens Stage fehlt - Marco Grüll stürmt neben Marvin Ducksch
Update vom 16. Februar 2025 (14.30 Uhr): Jetzt ist die Aufstellung da - Jens Stage fehlt im Kader, Marco Grüll stürmt neben Marvin Ducksch! Die ganze Werder-Startelf findet ihr im Liveticker zum Spiel SV Werder Bremen gegen TSG Hoffenheim!
Der SV Werder Bremen spielt am 22. Bundesliga-Spieltag gegen die TSG Hoffenheim. So dürfte die Startelf-Aufstellung von Trainer Ole Werner aussehen.
Bremen – Die knackigen Sprints saßen, der Abschluss passte auch – wirklich gehemmt oder eingeschränkt wirkte Jens Stage am Samstagvormittag beim Abschlusstraining des SV Werder Bremen vor dem Heimspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim (Sonntag, 15.30 Uhr, DeichStube-Liveticker) nicht. Und doch wurde bei den Grün-Weißen nichts dem Zufall überlassen, nachdem der Däne zuletzt mit muskulären Problemen zu kämpfen hatte, stand er nur anteilig auf dem Rasen und machte sich bereits auf den Weg in Richtung Kabine, als die Kollegen noch zum Abschlussspielchen antraten. Ohne körperlichen Rückschlag, versteht sich. Ob Stage es gegen die Kraichgauer in die Startelf-Aufstellung von Coach Ole Werner schafft, ist dennoch immer noch fraglich – aber eben auch nicht komplett ausgeschlossen.
Sollte der 28-Jährige gegen die TSG Hoffenheim nicht in der Startelf auftauchen, wäre Leonardo Bittencourt erster Anwärter auf die zu schließende Lücke. Der Mittelfeldakteur hatte zwar zuletzt ebenfalls muskuläre Probleme, war aber schon unter der Woche wieder gänzlich vital in Werder Bremens Einheiten unterwegs. Gleiches gilt für Romano Schmid, der nach seinem Ausfall gegen den FC Bayern München (0:3) wieder uneingeschränkt mitwirbelte.
Werder Bremen-Aufstellung gegen TSG Hoffenheim: Schafft es Jens Stage in die Startelf?
In der Abwehrkette dürfte bei der Aufstellung erneut umgebaut werden - dieses Mal allerdings aus positiven Gründen. Denn Niklas Stark kehrt nach abgebrummter Sperre zurück und wird in Abwesenheit des am Knie verletzten Kapitäns Marco Friedl voraussichtlich den mittleren Part der Dreierkette übernehmen, flankiert wird er dabei wohl von Anthony Jung (links) und Milos Veljkovic (rechts). Für Amos Pieper ginge es somit zurück auf die Bank - dort, wo auch Julian Malatini nach auskurierten Wadenproblemen erst einmal Platz nehmen wird. Während Mitchell Weiser beim SV Werder Bremen auf dem rechten Flügel gesetzt ist, stellt sich die spannende Frage, wer sein Pendant auf der linken Schiene sein wird. Derrick Köhn, Issa Kaboré und auch der wiedergenesene Felix Agu bewarben sich am Samstag mit energischen Aktionen noch einmal nachdrücklich für einen Startelfeinsatz.
Werder Bremen-Startelf-Aufstellung gegen TSG Hoffenheim: Stürmt Marco Grüll oder André Silva?
Bleibt die Offensive. Marvin Ducksch ist in der Startelf-Aufstellung von Trainer Ole Werner gesetzt, gesucht wird noch sein Nebenmann. Justin Njinmah ist zwar einsatzbereit, hat nach seiner kleinen Fußblessur aus dem Bayern-Spiel allerdings keine ideale Trainingswoche hinter sich. Anders sieht das bei Leipzig-Leihgabe André Silva und Marco Grüll aus. Letzterer könnte bei der finalen Entscheidung für das Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim knapp die Nase vorn haben, doch Werner betonte zuletzt auch die Wichtigkeit Silvas: „Er macht einen guten Eindruck und wird in den nächsten Spielen wichtig für uns werden.“ (mbü)
