Werder-Profis in der Einzelkritik

Werder Bremen in Noten gegen Hoffenheim: Sugawara mit Bärendienst - Njinmah lässt beste Chancen liegen

Werder Bremen hat in Unterzahl knapp bei der TSG Hoffenheim verloren - trotz bester Chancen: Die Werder-Profis in der Einzelkritik mit Noten!

Mio Backhaus: Wurde von seinen Vorderleuten vor dem ersten Gegentor im Stich gelassen. Hatte ansonsten kaum etwas zu tun, war dann aber unmittelbar vor der Pause bei einem Abschluss von Lemperle zur Stelle. Pflückte viele hohe Hereingaben der Hoffenheimer sicher aus der Luft. Machte auch ohne viele Bewährungsproben einen abgeklärten Eindruck. Note: 2,5

Yukinari Sugawara (bis 5.): Der Japaner erwies seiner Mannschaft einen absoluten Bärendienst, da er Touré bereits nach anderthalb Minuten bei einem Zweikampf an der Außenlinie völlig unnötig und hart an der Wade traf. Wurde nach mehrminütiger VAR-Überprüfung folgerichtig mit glatt Rot des Feldes verwiesen (5.). Ein gebrauchter Nachmittag für ihn. Note: -

Amos Pieper: Der Innenverteidiger sah vor der Hoffenheimer Führung nicht gut aus. Konnte zunächst den schlechten Ball von Stage nicht mehr vor der Torauslinie retten, sodass es zur Ecke kam, die die TSG schnell ausführte – und Pieper damit überrumpelte. Versuchte sich zwar noch in den Schuss von Torschütze Touré zu werfen, kam aber zu spät. War ansonsten bei vielen Hereingaben auf dem Posten. Note: 4

Yukinari Sugawara (links) erwies dem SV Werder Bremen mit seiner frühen Roten Karte im Spiel bei der TSG Hoffenheim einen Bärendienst, Justin Njinmah (rechts) erwies sich im Kraichgau als Chancentod.

Werder Bremen in Noten gegen die TSG Hoffenheim: Marco Friedl mit viel Entschlossenheit und gutem Stellungsspiel

Marco Friedl: Der Kapitän regte sich ordentlich über den frühen Platzverweis auf. Musste anschließend viele Flanken bereinigen und erledigte das mit viel Entschlossenheit sowie gutem Stellungsspiel. Rettete zudem mit einem wichtigen Block gegen den Abschluss von Kabak in letzter Sekunde. Note: 2,5

Olivier Deman: Tauchte trotz Unterzahl immer mal wieder offensiv mit auf und hatte zwei Abschlüsse, wobei der zweite aus aussichtsreicher Position zu zentral auf Hoffenheims Keeper Baumann geriet (29.). Hatte defensiv Glück, dass ein haarsträubender Fehlpass nicht bestraft wurde (35.). Bereitete eine Großchance von Njinmah mustergültig vor. Note: 3

Senne Lynen: Hatte viele Meter abzuspulen, um die Löcher vor der Abwehr zu stopfen. Spitzelte immer mal wieder gut den Ball vom Gegner weg, war dafür am eigenen Aufbauspiel aber kaum beteiligt. Note: 3,5

Cameron Puertas: Musste in der Zentrale enorm viel Arbeit gegen den Ball verrichten und hatte dadurch kaum auffällige Aktionen – abgesehen von einem starken Steilpass auf Njinmah. Sah kurz vor der Halbzeit eine unnötige Gelbe Karte, da er den Ball nicht rechtzeitig freigab. Insgesamt sehr fleißig und mit einigen Ballgewinnen. Note: 3,5

Werder Bremen in Noten gegen die TSG Hoffenheim: Jens Stage fleißig, aber unauffällig

Jens Stage (bis 71.): Rückte nach dem Sugawara-Platzverweis kurzzeitig auf die Rechtsverteidigerposition zurück. Aus seinem schwachen Rückpass entwickelte sich die Hoffenheimer Führung. Verpasste eine starke Schmid-Flanke hauchzart aus guter Position (49.). Ansonsten ein fleißiges, aber unauffälliges Spiel von Werders Top-Torschütze. Note: 4

Romano Schmid (bis 71.): Einmal mehr waren dem Österreicher das Bemühen und die fleißige Arbeit gegen den Ball nicht abzusprechen. Traf im letzten Drittel aber ebenfalls einmal mehr zu häufig die falsche Entscheidung und spielte seine Pässe entweder zu spät oder zu ungenau. Note: 4

Justin Njinmah: Rückte in Unterzahl vom Flügel auf die alleinige Stürmerposition. Wurde mehrfach in gefährliche Räume geschickt, vertändelte die Aktionen dann aber meist oder ließ erneut die letzte Konsequenz im Abschluss vermissen. Bezeichnend war seine Großchance kurz nach der Pause, als er allein aufs Tor zulief, den Ball aber unplatziert und überhastet auf Keeper Baumann schoss. Ließ viele aussichtsreiche Aktionen fahrlässig liegen. Note: 5

Salim Musah (bis 12.): Der Youngster stand erstmals in der Bundesliga in der Startelf. Seine Premiere dauerte jedoch nur zwölf Minuten, da er nach der Roten Karte für den defensiveren Schmidt weichen musste. Ein bitteres Debüt für das Eigengewächs. Note: -

Werder Bremen in Noten gegen die TSG Hoffenheim: Joker Isaac Schmidt macht seine Sache ordentlich, muss aber trotzdem vorzeitig runter

Isaac Schmidt (ab 12./bis 80.): Kam nach der Roten Karte früh in die Partie. Der Schweizer ersetzte Musah und komplettierte dadurch als Rechtsverteidiger die Viererkette. Machte seine Sache gegen den schnellen Touré ordentlich und bekam nach einer erfolgreichen Grätsche im Strafraum sogar Szenenapplaus vom Gäste-Anhang. Musste zehn Minuten vor Schluss angeschlagen wieder vom Platz. Note: 3,5

Marco Grüll (ab 71.): Ersetzte Schmid und sollte nochmal für frischen Schwung sorgen. War aber hauptsächlich mit Defensivaufgaben beschäftigt. Note: -

Samuel Mbangula (ab 71.): Der junge Belgier kam für den ausgepumpten Stage ins Spiel. Hatte keine nennenswerten Aktionen mehr. Note: -

Maximilian Wöber (ab 80.): Kam in der Schlussphase zu seinem zweiten Bundesliga-Einsatz in dieser Saison und bekleidete die Linksverteidiger-Position. Note: -

Weiter mit der Werder-Startelf:

Werder Bremens Aufstellung gegen die TSG Hoffenheim: Jens Stage rechtzeitig fit und Salim Musah in der Startelf

Welche Startelf schickt Trainer Daniel Thioune gegen die TSG Hoffenheim auf den Rasen? So könnte die Aufstellung des SV Werder Bremen aussehen!

Update: Jetzt ist die Aufstellung des SV Werder Bremen da: Mit Salim Musah in der Anfangsformation - die komplette Startelf gibt es hier im Liveticker.

Weiter mit der ursprünglichen Nachricht:

Erst scherzte er mit den Kollegen, dann jonglierte Jens Stage etwas mit dem Ball – und auch im finalen Trainingsspiel der Abschlusseinheit am Freitagmittag vor der Auswärtspartie des SV Werder Bremen bei der TSG Hoffenheim (Samstag, 15.30 Uhr/DeichStube-Liveticker) zuckte der Mittelfeldspieler keinesfalls zurück. Zu Wochenbeginn hatte ein Infekt den Dänen ausgebremst und ein Mitwirken im Kraichgau zumindest kurzfristig in Frage gestellt. Inzwischen sind die Zweifel aber ausgeräumt.

Mögliche Aufstellung: Jens Stage (links) und Salim Musah dürften gegen die TSG Hoffenheim gemeinsam in der Startelf des SV Werder Bremen stehen.

Werder Bremen-Aufstellung gegen TSG Hoffenheim: Wenn Jens Stage fit ist, steht er in der Startelf

„Er musste sich schonen und wir mussten ihn natürlich von der Mannschaft fernhalten. Ich bin guter Dinge, dass er mit uns nach Hoffenheim reisen wird“, hatte Chefcoach Daniel Thioune bereits ein paar Stunden vor dem Training während der obligatorischen Spieltags-Pressekonferenz erklärt. „Wenn keine Rückschläge mehr eintreten, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, Jens auch am Samstag in der Startelf zu sehen.“ Folglich dürfte der Toptorjäger des SV Werder Bremen in der Aufstellung gegen die TSG Hoffenheim einmal mehr gemeinsam mit Senne Lynen und Cameron Puertas das Mittelfeld vor der Abwehrkette bilden.

So sehen Fans das Bundesliga-Spiel des SV Werder Bremen bei der TSG Hoffenheim live im TV und im Livestream!

Werder Bremens Aufstellung gegen die TSG Hoffenheim: Feiert Salim Musah seine Startelf-Premiere?

Spannend wird sein, wie sich genau jener Defensivverbund vor Torhüter Mio Backhaus darstellt. Zuletzt funktionierte die Dreierkette in Stuttgart gut, gegen Augsburg dann lediglich in der Anfangsphase, ehe es ordentlich rumpelte. Und jetzt? Kehrt Daniel Thioune gegen die TSG Hoffenheim womöglich zurück zur Viererkette, mit der in dieser Saison deutlich mehr Punkte geholt wurden. Für Karim Coulibaly ginge es dann vermutlich auf die Bank, während Kapitän Marco Friedl und Amos Pieper das Innenverteidiger-Duo in der Startelf des SV Werder Bremen bilden. Rechts in der Aufstellung sollte erneut Yukinari Sugawara aufgeboten werden, links dann Olivier Deman. Konkurrent Felix Agu ist zwar zurück im Kader, kommt laut Thioune aber für einen Einsatz von Beginn an noch nicht in Betracht.
 
In der Offensive steht Romano Schmid gegen die TSG Hoffenheim vor seinem nunmehr 33. Startelf-Einsatz in dieser Saison – eine Zahl, die kein anderer Profi des SV Werder Bremen vorweisen kann. Des Weiteren muss sich Daniel Thioune zwischen Arbeitsbiene Marco Grüll und Tempospieler Justin Njinmah entscheiden, während in der Spitze erstmals Youngster Salim Musah nach seinem guten Augsburg-Auftritt anstelle von Jovan Milosevic starten könnte. (mbü)

So könnte Werder Bremens Startelf-Aufstellung gegen TSG Hoffenheim aussehen.

Rubriklistenbild: © Imago/Eibner/Steinsiek

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