Niederlage gegen Hoffenheim
Ohne Jens Stage und Marco Friedl: Wiegt der Ausfall von Werders Mentalitätsmonstern zu schwer?
Bei der Niederlage von Werder Bremen gegen die TSG Hoffenheim fehlten Jens Stage und Marco Friedl. Wiegen ihre Ausfälle zu schwer? Das sagen die Verantwortlichen.
Bremen – Marco Friedl ist am Knie verletzt, Jens Stage steht dem SV Werder Bremen wegen muskulärer Probleme aktuell nicht zur Verfügung. Und so fehlen dem Bundesligisten derzeit gleich zwei Spieler, die in dieser Saison auf ihre jeweils ganz eigene Art und Weise für Erfolgserlebnisse gesorgt haben. Was die Leistungsträger eint: Sie gehen auch mal dorthin, wo es wehtut. Sie setzen mit ihrer Zweikampfführung Zeichen an die Kollegen, die sich im besten Fall zur Nachahmung ermutigt fühlen. Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch, dass ihre Ausfälle ein Hauptargument dafür sein könnten, warum bei den Bremern derzeit die Ergebnisse nicht wie gewünscht stimmen.
Fehlen von Marco Friedl und Jens Stage für Werder Bremen keine Ausrede für die Pleite gegen die TSG Hoffenheim
„Das wäre zu einfach“, wiegelt Trainer Ole Werner ab, „denn wir haben genügend Qualität auf dem Platz, um besser zu spielen und Bundesligaspiele zu gewinnen. Wir werden immer mal auf Spieler verzichten müssen – das ist für uns keine neue Situation.“ Bei Kapitän Marco Friedl ist eine Rückkehr noch nicht genau absehbar, der Österreicher hatte sich beim 1:0-Heimsieg gegen Mainz 05 Ende Januar eine Innenbandzerrung zugezogen. Jens Stage hatte sich vor etwas mehr als einer Woche im Spiel des SV Werder Bremen beim FC Bayern München (0:3) seine Muskelblessur eingehandelt und war jetzt nicht rechtzeitig für die Hoffenheim-Partie (1:3) fit geworden. „Er hat es im Abschlusstraining versucht, kann sich aber nicht komplett frei bewegen“, erklärt Werner. „Da können wir a) nichts riskieren, es hätte b) aber auch keinen Sinn ergeben.“
Werder Bremen fehlen bei TSG Hoffenheim-Niederlage Leistungsträger: „Wir können Spieler ersetzen“
Und so waren die Grün-Weißen gezwungen, ohne ihre beiden Mentalitätsmonster zurechtzukommen. Mit überschaubarem Erfolg. „Ich finde, dass sich jeder gegen die Niederlage aufgebäumt hat“, hat Peter Niemeyer als Werder Bremens Leiter Profifußball gegen die TSG Hoffenheim beobachtet. „Aber natürlich ist beispielsweise die Spielweise von Jens sehr mitreißend.“ Dennoch betont Niemeyer einmal mehr: „Wir haben einen guten Kader und können Spieler ersetzen. Ja, jeder Spieler ist anders, aber wir können das dann mit anderen Mitteln lösen.“ (mbü)