Werder-Talent glaubt fest an seine Chance
Käuper will vor Sahin stehen
Bremen - Ole Käuper hat da diesen Traum, schon ziemlich lange, und eines Tages wird er sein Ziel erreichen, da ist er sich sicher. „Ich möchte unbedingt in diesem Stadion Bundesliga spielen“, sagte der 21-Jährige am Freitag – und bewegte den Kopf dabei kurz zur Seite, in Richtung des Spielfeldes.
Nicht unweit davon, im Medienraum des Bremer Weserstadions, hatte der Werder-Profi kurz zuvor auf dem Podium Platz genommen, um Fragen zu beantworten und einige Dinge zu erklären. Neben Käupers Gesundheit ging es dabei auch um einen prominenten Mitspieler: Nuri Sahin. Die gute Nachricht vorweg: Ole Käuper geht es wieder gut. Nachdem sich der Mittelfeldspieler im Pokalspiel gegen Worms (6:1) eine Verletzung am rechten Sprunggelenk zugezogen hatte, „bin ich jetzt wieder schmerzfrei“, sagte er.
In der kommenden Woche, so sein Plan, möchte er mit Lauftraining beginnen. „Im ersten Moment nach der Verletzung war ich total geknickt, aber jetzt weiß ich ja, dass ich nicht besonders lange ausfalle“, sagte Käuper, „es hätte auch schlimmer kommen können.“ In der Tat, das hätte es. So gesehen ist der gebürtige Bremer beim Foul von Jan-Lucas Dorow noch gut davon gekommen. Sein Standing im Kader von Trainer Florian Kohfeldt hat die Verletzung, wenn sie auch keine dramatische ist, trotzdem erschwert.
Käuper hat nun einen Konkurrenten mehr vor der Brust
Werders Plan hatte ursprünglich vorgesehen, dass Käuper den Back-up für Stammkraft Philipp Bargfrede im defensiven Mittelfeld gibt. Eine gute Vorbereitung des Talents sowie ein nur noch kleines finanzielles Budget für Neuzugänge hatten den Verein zu dieser Entscheidung kommen lassen. Nach Käupers Verletzung war Werder zum Umdenken gezwungen – mit dem Ergebnis, dass Ole Käuper nun einen Konkurrenten mehr vor der Brust hat: Nuri Sahin. Da dürfte es mit regelmäßigen Einsätzen ziemlich schwer werden. Käuper selbst sieht das aber nicht so.
„Wir haben ja insgesamt drei Positionen im Mittelfeld, und ich habe gezeigt, dass ich auf allen spielen kann“, betonte er. Dass der Verein ihm nun einen namhaften Profi wie Sahin vor die Nase gesetzt hat, sieht Käuper mehr als Ansporn, denn als Problem. „Ich freue mich, dass wir einen weiteren international erfahrenen Spieler im Team haben. Ich kann von Nuri sehr viel lernen“, sagte er – und schob direkt hinterher: „Ich sehe ihn aber als Konkurrent und möchte eines Tages vor ihm stehen.“ Eine klare Ansage, ein großes Ziel: Käuper versteckt sich nicht, will bereit sein, wenn seine Chance kommt.
Ole Käuper: Seine Karriere in Bildern




Seit der U9 spielt der in Osterholz-Tenever aufgewachsene Fußballer nun schon für Werder. Und seit der U9 träumt er von Spielen im Weserstadion. Einmal, da durfte Ole Käuper schon in der Bundesliga ran, auswärts in Leverkusen war das. Nun arbeitet er hart daran, möglichst bald seine Heimpremiere folgen zu lassen. „Ich war früher sehr oft als Fan im Stadion“, berichtete Käuper, „vor allem bei internationalen Spielen“. Andere Zeiten waren das, glorreiche Zeiten, an die Werder nun wieder anknüpfen möchte. Geht es nach Ole Käuper, wird er dabei keine ganz unwichtige Rolle spielen.
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