Werder verliert knapp
Werder-Trainer Ole Werner sieht Gelb in Frankfurt - und kritisiert die Schiedsrichter: „Das kann man auch mal sehen“
Werder Bremens Trainer Ole Werner hat gegen Eintracht Frankfurt die Gelbe Karte gesehen. Und nach dem Spiel die Schiedsrichter um Florian Badstübner kritisiert.
Frankfurt - Der Tatort war nur wenige Meter von seiner Coaching-Zone entfernt, Werder Bremens Cheftrainer Ole Werner bot sich also ein perfekter Blick auf die Szene, die ihn mächtig in Rage versetzte. Während des Auswärtsspiels bei Eintracht Frankfurt (0:1) hatte ein Zuspiel Nnamdi Collins in der 49. Minute deutlich die Seitenlinie überquert, ehe Mario Götze an den Ball kam und in wieder ins Feld bugsierte - einen Einwurf für die Bremer gab es allerdings nicht. Was fraglos eine Fehlentscheidung der Unparteiischen war, über die sich Werner derart echauffierte, dass ihm Schiedsrichter Florian Badstübner die Gelbe Karte zeigte.
Werder Bremens Ole Werner kritisiert Schiedsrichter wegen vielen „50:50-Aktionen“
„Ich verstehe, dass meine Reaktion nicht so ausfallen sollte“, räumte der Coach des SV Werder Bremen nach dem Spiel ein, blieb aber grundsätzlich bei seinem Standpunkt und sagte mit Blick auf das Schiedsrichtergespann: „Es war trotzdem ein klarer Einwurf für uns, und das kann man mit vier Leuten, von denen drei nahe am Ball sind, auch mal sehen.“
Natürlich war Ole Werner dabei mehr als bewusst, dass besagte Szene alles andere als ein Schlüsselmoment war, aber auch insgesamt zeigte er sich mit dem Auftritt der Referees nicht ganz einverstanden. „Ich will nicht groß über den Schiedsrichter reden“, begann der Trainer des SV Werder Bremen, tat es dann aber doch: „Wir hatten das Gefühl, dass viele der 50:50-Situationen in die andere Richtung gingen, auch wenn es am Ende nicht spielentscheidend war.“
„Sehr geärgert“: Werder Bremens Ole Werner über eine bestimmte Einwurf-Situation
Über die Einwurf-Szene habe er sich einfach „sehr geärgert“, denn „in so einem Spiel musst du versuchen, möglichst jede Szene auf deine Seite zu ziehen“. Was in diesem Fall nicht funktioniert hat. Stattdessen gab es die Gelbe Karte für den Chefcoach des SV Werder Bremen, der allerdings (noch) keine Konsequenzen befürchten muss. In der Bundesliga werden Trainer nach vier Gelben Karten für eine Partie gesperrt, und die aus Frankfurt war Ole Werners erste in der laufenden Saison. (dco/mbü)