Bei Werder-Remis in Berlin
Werder-Coach Werner liefert sich hitziges Wortgefecht mit Weiser: „Nach dem Spiel waren bei allen Emotionen da“
Frust und Enttäuschung bei Werder Bremen: Nach dem späten Remis bei Union Berlin lieferten sich Trainer Ole Werner und Mitchell Weiser ein hitziges Wortgefecht!
Berlin – Der Frust nach dem späten 2:2 beim 1. FC Union Berlin war allen Beteiligten des SV Werder Bremen deutlich anzumerken. Enorm groß war der Ärger darüber, dass trotz einer 2:0-Führung und einer insgesamt starken ersten Hälfte kein Sieg herausgesprungen war, der im Rennen um Europa so wichtig gewesen wäre. Noch auf dem Feld sorgte Mitchell Weiser für einen Moment, der sinnbildlich für die Bremer Stimmungslage stand.
Werder Bremens Ole Werner: „Wir haben heute zwei Punkte verloren, diese Frustration muss man auch mal zulassen“
Zunächst drosch der 31-Jährige einen Ball in Richtung Trainerbank, danach lieferte er sich ein hitziges Wortgefecht mit Trainer Ole Werner, der die Szene nach der Partie gegen Union Berlin herunterspielte. „Das mit dem Ball habe ich gar nicht mitbekommen. Nach dem Spiel waren bei allen Emotionen da“, sagte der Chefcoach des SV Werder Bremen – und gab an: „Was genau bei Mitch das Thema war, weiß ich nicht.“
Ole Werner wollte aus der Aktion öffentlich kein großes Thema machen, verwies stattdessen lieber auf die vorherrschende Enttäuschung bei allen Bremern. „Alle sind sehr enttäuscht über das Ergebnis und darüber, dass wir heute zwei Punkte verloren haben. Diese Frustration muss man an so einem Tag auch mal zulassen. Alles andere wäre nicht normal.“ Nach Mitchell Weisers Schuss gen Bank schaltete sich auch Co-Trainer Tom Cichon mit ein, um den aufgebrachten Profi zu beruhigen. „Die Spieler sind voller Adrenalin. So etwas gehört ein Stück weit zum Fußball dazu“, sagte Clemens Fritz, Sportchef des SV Werder Bremen. „Das ist nichts, was man größer machen sollte, als es war.“
Werder Bremens Ole Werner über Situation mit Mitchell Weiser: „Es gilt für uns jetzt, den Blick nach vorne zu richten“
Mitchell Weiser selbst wurde beim Gang zu den mitgereisten Werder-Fans auch schon wieder von Mitspieler Romano Schmid in den Arm genommen. Komplett beruhigen ließ sich der Schienenspieler des SV Werder Bremen da aber noch nicht. Ein klärendes Gespräch mit dem Trainer könnte jetzt noch auf ihn zukommen, mehr aber auch nicht. „Es gilt für uns jetzt, den Blick nach vorne zu richten und uns auf die nächste Aufgabe einzustellen“, betonte Ole Werner. (bvo)