Werder patzt in Berlin
Stages Doppelschlag reicht nicht: Werder Bremen kassiert herben Dämpfer gegen Union Berlin
Der SV Werder Bremen hat im Bundesliga-Auswärtsspiel bei Union Berlin eine 2:0-Führung verspielt und ist nicht über ein 2:2 hinausgekommen. Der Spielbericht!
Berlin – Lange sah es nach echten Big Points im Kampf ums internationale Geschäft aus, doch am Ende gab es einen herben Dämpfer für den SV Werder Bremen. Im Auswärtsspiel bei Union Berlin musste sich die Mannschaft von Trainer Ole Werner nach 2:0-Führung mit einem 2:2 (2:1) begnügen. Hatten die Bremer die Partie im ersten Durchgang noch lange Zeit dominiert und durch gnadenlose Effizienz überzeugt, brachen sie nach der Pause ein – und mussten am Ende mit dem Punktgewinn fast noch zufrieden sein. Mit nunmehr 47 Punkten auf dem Konto belegt Werder Tabellenplatz acht.
Werder Bremens Trainer Ole Werner nimmt gegen Union Berlin im Vergleich zur Vorwoche nur eine Änderung in der Startelf vor
Im Vergleich zum 0:0 gegen den FC St. Pauli hatte Ole Werner nur eine Änderung in seiner Startelf vorgenommen – und die war durchaus pikant: Oliver Burke, der Werder Bremen nach der Saison verlassen und zum Gegner Union Berlin wechseln wird, kehrte in die Mannschaft zurück und verdrängte Justin Njinmah auf die Bank. Gespielt waren an der Alten Försterei dann gerade einmal zwei Minuten, als unter anderem Burke im Zentrum stand und seinen Teil zum Werder-Traumstart Teil beitrug.
Von Mitchell Weiser auf dem rechten Flügel bedient, legte der Schotte den Ball quer auf Marvin Ducksch, der direkt abschloss und am Pfosten langen scheiterte. Den Abpraller drosch Jens Stage humorlos zur frühen Bremer Führung ins Netz. Vom Start weg traten die Gäste enorm entschlossen auf, waren präsent in den Zweikämpfen und dominierten das Geschehen. Hinzu kam eine gnadenlose Effizienz, denn auch Werders zweite dicke Chance war drin – und wieder hieß der Torschütze: Stage. Nachdem er den Ball im Mittelfeld erobert und mit Senne Lynen herrlich Doppelpass gespielt hatte, zirkelte der Däne die Kugel aus zentraler Position ins lange Eck – 2:0 (15.). Danilho Doekhi, Innenverteidiger des 1. FC Union Berlin, hatte den Schuss noch unhaltbar für Torhüter Frederik Rönnow abgefälscht. Für Stage waren es die Saisontore acht und neun. Kurios: Vor der Partie hatte der 28-Jährige zuletzt im Dezember während des Hinspiels des SV Werder Bremen gegen die Köpenicker getroffen.
Werder Bremen mit komfortabler Führung - doch Union Berlin trifft durch Tom Rothe aus dem Nichts
Mit der komfortablen Führung im Rücken wollte Werder Bremen mehr, suchte immer wieder die Tiefe – und hätte sich für einen beeindruckend souveränen Auftritt gut und gerne mit dem dritten Treffer belohnen können. In der 28. Minute agierte Burke jedoch zu eigensinnig, anstatt den mitgelaufenen Ducksch im Zentrum zu bedienen. Und auf der anderen Seite? Brachte das seit sieben Spielen ungeschlagene Union Berlin offensiv so gut wie gar nichts zustande, sodass ein harmloser Distanzschuss von Benedict Hollerbach lange die gefährlichste Berliner Szene war (34.). Das jedoch sollte sich ändern, und zwar schnell: Wie aus dem Nichts kamen die Hausherren in der 37. Minute zum Anschlusstreffer.
Nach einer Flanke von Kapitän Christopher Trimmel brachte Linksverteidiger Tom Rothe den Ball per Kopfballbogenlampe im Tor unter. Sowohl Weiser als auch Werder Bremens Torhüter Michael Zetterer sahen in der Szene nicht gut aus. Danach war Union Berlin schlagartig im Spiel und verbuchte kurz vor dem Pausenpfiff durch Janik Haberer einen weiteren gefährlichen Abschluss, den Zetterer stark entschärfte (44.).
Union Berlin schockt Werder Bremen durch ein Traumtor von Laszlo Benes spät
In Durchgang zwei entwickelte sich dann ein komplett anderes Spiel. Union Berlin trat merklich verbessert auf, lief Werder Bremen höher an und gewann viele zweite Bälle. Auf diese Weise erarbeitete sich die Mannschaft von Trainer Steffen Baumgart ein spielerisches Übergewicht. Nach Flanke von Haberer war es zunächst Hollerbach, der die große Chance auf den Ausgleich vergab (53.). Sein Sturmpartner Andrej Ilic hätte ihn etwas später machen müssen, schob den Ball freistehend aber am langen Pfosten vorbei (69.). Glück für Werder! Kurz darauf reagierte Ole Werner. Der Trainer brachte Marco Grüll für Ducksch sowie Leo Bittencourt für Romano Schmid ins Spiel (74.), um auf dem Platz für dringend benötigte Impulse zu sorgen. Im Vorwärtsgang war inzwischen nur noch Union unterwegs. Was sich für die Gastgeber auszahlen sollte.
In der 84. Minute besorgte Laszlo Benes per Traumtor das 2:2 – nur 35 Sekunden nach seiner Einwechslung. Rothe hatte dem Ungarn den Ball auf links zurückgelegt, wo Benes aus eigentlich unmöglichem Winkel mit dem linken Fuß in den Winkel – und Werder mitten ins Herz traf. Angesichts des Spielverlaufs ging der Ausgleich für den 1. FC Union Berlin aber absolut in Ordnung. Die Bremer warfen in den letzten Minuten nochmal alles nach vorne, schafften den Lucky Punch aber nicht mehr. Weiter geht es für Werder Bremen nun am kommenden Samstag, 15.30 Uhr (DeichStube-Liveticker), mit dem Heimspiel gegen RB Leipzig, das nach dem 3:3 gegen die Bayern drei Punkte Vorsprung auf die Bremer hat. (dco)
Werder Bremen: Zetterer – Stark, Friedl, Pieper (88. Topp) – Weiser, Lynen (88. Njinmah), Agu (88. Köhn) – Stage, Schmid (74. Bittencourt) – Ducksch (74. Grüll), Burke
Der Liveticker zum Nachlesen:
Werder Bremen im Liveticker gegen Union Berlin: Traumtor von Laszlo Benes schockt Werder spät
Der SV Werder Bremen im DeichStube-Liveticker gegen Union Berlin. Alle Tore, News und Highlights vom Bundesliga-Spiel gibt es hier im Live-Ticker. Der Endstand ist 2:2.
>>>LIVETICKER AKTUALISIEREN<<<
17.28 Uhr: Wir lesen uns nächste Woche im Ticker wieder, wenn Werder am Samstag (15.30 Uhr) RB Leipzig empfängt. Bis dahin!
17.26 Uhr: Bitter! Werder spielt nur 2:2 (2:0) beim 1. FC Union Berlin und lässt erneut Federn im Kampf um Europa. Dabei sah es nach einem frühen 2:0-Doppelschlag durch Jens Stage (2., 15.) und einer guten Leistung zunächst gut aus, ehe Union sich nach 30 Minuten langsam berappelte, durch Tom Rothes Treffer zum 2:1 zurück ins Spiel fand (37.) und sich den späten 2:2-Ausgleich durch ein Lazlow-Benes-Traumtor (84.) verdiente. Damit dürfte Europa kein ernstes Thema mehr werden bei Werder in dieser Saison.
17.24 Uhr: Ende! Werder verpasst den wichtigen Sieg in Berlin.
90.+2: Die erste Hälfte der drei Minuten Nachspielzeit ist vorbei.
90.+1: Werder drückt hier noch mal, aber Njinmah flankt erneut ins Toraus.
90. Min: Njinmah hat links Platz, flankt aber rechts ins Toraus.
89. Min: Kurz vor Schluss wechselt Ole Werner dreifach und wird offensiv: Pieper, Agu und Lynen sind draußen. Mit Köhn, Topp und Njinmah zieht er seine drei letzten Optionen.
87. Min: Nach dem bisherigen Spielverlauf ist dieses Ergebnis derzeit folgerichtig. Union hat sich nach der schwachen ersten halben Stunde geschüttelt und sich diesen Ausgleich erarbeitet.
84. Min: Einen Freistoß aus dem Halbfeld bekommt Werder nicht geklärt. Rothe bekommt mit dem Rücken zum Tor am langen Pfosten den Ball und legt ab auf Benes. Der gerade Eingewechselte haut das Ding mit links aus 14 Metern halblinks einfach mal in den rechten Winkel. Traumtor, verdient.
84. Min: Tor für Union. Benes erzielt das 2:2.
84. Min: Doppelwechsel Union: Benes und Volland kommen für Schäfer und Vogt.
82. Min: Burke legt sich einen Ball außen an Vogt vorbei und will ihn dann rechts umkurven und in den Strafraum ziehen. Der Berliner Verteidiger stellt sich aber super zwischen Gegner und Ball und gewinnt den riskanten Zweikampf im Sechzehner schlussendlich.
81. Min: Das Spiel spielt sich derzeit zwischen den Strafräumen ab, und richtig viel Spielfluss kommt nicht zustande.
78. Min: Der Ball landet im Rückraum bei Lynen, der mit einem geblockten Scherenschlag nur einen Einwurf rausholt.
78. Min: Gegenstoß Werder, Weiser holt für seine Farben rechts einen Eckball raus.
77. Min: Jetzt kann Werder die Standard-Flut vorerst mit einem Befreiungsschlag versiegen lassen.
76. Min: In dessen Folge kommt Querfeld halbrechts aus 14 Metern zum Abschluss. Stark blockt den Versuch zur nächsten Ecke.
Werder Bremen im Liveticker gegen Union Berlin: Die Schlussphase läuft – Werder-Führung hält noch
76. Min: Pieper klärt, aber Union bleibt am Ball und holt vorne einen Einwurf heraus.
75. Min: Die nächste Ecke für Berlin.
74. Min: Jetzt reagiert auch Ole Werner auf die nicht gerade ansteigende Formkurve seiner Elf. Ducksch und Schmid verlassen das Feld, Grüll und Bittencourt betreten es.
73. Min: Der erste Eckball-Versuch ist ungefährlich. Im Rückraum springt der Ball zu Hollerbach, der ihn sich bei der Annahme aber zu weit vorlegt. Werder kann klären.
73. Min: Ecke für Union.
72. Min: Dreifachwechsel bei Union: Haberer, Trimmel und Ilic haben Feierabend. Skarke, Ljubicic und Preu sind drin.
71. Min: Mal ein wenig Offensive von Werder: Burke bringt den Ball von rechts in die Mitte, wo der Pass zwar abgeblockt wird, der Abpraller aber bei Weiser landet. Der probiert es halbrechts an der Sechzehnerkante mit einem Schuss aufs lange Eck – vorbei.
69. Min: Das MUSS das 2:2 sein! Zwar wird Schmid an der Seitenlinie hart angegangen, aber die Pfeife von Storcks bleibt stumm. Hollerbach treibt den Ball an den Sechzehner und hebt ihn dann in die Lücke auf den völlig freien Ilic. Der nimmt den Ball an, dreht sich in Richtung Tor, hat ganz viel Zeit – und schießt dann hauchzart links am langen Eck vorbei. Da hatten viele Berliner den Torschrei schon auf den Lippen!
66. Min: Burke holt an der rechten Außenlinie weit vorne einen Ball gegen Vogt. Aber Rönnow hat aufgepasst, eilt aus dem Strafraum und schlägt den Ball ins Aus, bevor Burke sich aufrappeln und frei in den Strafraum eindringen kann.
65. Min: Werder mal wieder im Vorwärtsgang über die linke Seite, kann sich über Agu und Burke zwar in den Strafraum spielen, aber die Berliner bekommen die Situation wegverteidigt.
62. Min: Jetzt sieht Vogt die Gelbe Karte. Er hatte Burke im Mittelfeld gefoult und einen möglichen Konter damit unterbunden. Im Anschluss schnappt er sich die Kugel und verzögert das Spiel. Die Karte wollte er ganz dringend.
60. Min: Schmid hat im Mittelfeld wieder viel Platz und will erneut durchstecken, findet aber die Lücke nicht. Union verteidigt sehr, sehr gut in dieser Phase.
56. Min: Es scheint sich das Bild der letzten Viertelstunde der ersten Halbzeit zu bestätigen. Union wirkt hier deutlich zielstrebiger, deutlich gefährlicher. Werder verliert die Bälle früh und findet nicht mehr wirklich ins Spiel. Aber: Noch führen die Grün-Weißen.
55. Min: Schmid sieht nach einem taktischen Foulspiel die Gelbe Karte.
Werder Bremen im Liveticker gegen Union Berlin: Union arbeitet am Ausgleich, Werder wackelt
53. Min: Fast der Ausgleich! Haberer hat links Platz und flankt. Pieper verschätzt sich und gibt damit Hollerbach genügend Platz, um aus fünf Metern frei aufs Tor zu köpfen. Der Kopfball ist aber nicht druckvoll genug, Zetterer ist da!
51. Min: Jetzt mal wieder Werder, da Schmid in der Mitte Platz hat und auf Weiser durchsteckt. Der verzögert kurz und versucht es dann zentral aus 18 Metern, zielt aber zu hoch.
50. Min: Union bleibt am Drücker, aber auch, weil Werder den Gegner lässt: Eine flache Hereingabe landet bei Friedl, der ihn aber zu kurz klärt und Hollerbach ins Spiel bringt. Der treibt den Ball und versucht es aus 17 Metern – links drüber.
50. Min: Berlin kontert über Hollerbach. Der geht im Sechzehner außen an Pieper vorbei und hält einfach mal drauf, der Winkel ist aber spitz und Stark blockt den Ball. Am Ende gibt es Abstoß.
48. Min: Rothe kommt am langen Pfosten zum Kopfball, aber köpft deutlich links vorbei.
47. Min: Freistoß von der rechten Seitenlinie für Union.
46. Min: Ob Werder an die gute erste halbe Stunde anknüpfen kann? Personell bleibt bei beiden Teams alles beim Alten.
Werder Bremen im Liveticker gegen Union Berlin: Weiter geht's! Die zweite Halbzeit läuft!
46. Min: Schiedsrichter Storks pfeift den zweiten Durchgang in diesem Moment an!
16.33 Uhr: Die Teams kehren zurück auf den Platz.
16.21 Uhr: Mit einem wirklich beeindruckenden Auftritt in der ersten halben Stunde des Spiels hat Werder sich hier die zwischenzeitliche 2:0-Führung absolut verdient. Die nahm bereits nach etwas mehr als einer gespielten Minute gestalt an, als Jens Stage nach einem Pfostenschuss von Marvin Ducksch hellwach zum 1:0 abstaubte (2.). Deutlich schöner war Stages zweiter Treffer, den er per Schlenzer nach einer Viertelstunde folgen ließ (15.). In der Folge bestätigte Werder das 2:0 mit einer starken Leistung, Oliver Burke hatte sogar das dritte Tor auf dem Fuß (28.). Stattdessen aber biss Union sich nach rund 30 Minuten mehr und mehr in die Partie, kam durch Tom Rothe zum Anschlusstreffer (37.) und hätte insbesondere durch Haberer sogar noch den Ausgleich erzielen können (44.). So nimmt Werder die knappe und wackelige, aber noch verdiente Führung mit in die Pause.
16.19 Uhr: Das war es mit der ersten Halbzeit! Werder Bremen führt nach einer über weite Strecken des Spiels guten Leistung mit 2:1!
45.+4: Stark sieht die Gelbe Karte, nachdem Werder einen langen Einwurf der Berliner mit Mühe geklärt bekommt. Pieper liegt auf dem Boden und hält sich den Kopf, Schiri Storks pfeift aber lange nicht ab. Das missfällt dem Bremer Verteidiger, der sich beschwert und dafür verwarnt wird.
45.+2: Rothe probiert es nach dem folgenden Freistoß per Kopf, aber da ist kein Saft dahinter, Zetterer ist da.
45.+1: Mit Beginn der dreiminütigen Nachspielzeit sieht Pieper die erste Gelbe Karte dieser Partie nach einem Foul an Ilic.
44. Min: Union schnuppert am Ausgleich! Links wird Hollerbach steil geschickt und bringt den Ball in die Mitte. Werder kann klären, aber Haberer setzt nach, bekommt die Kugel links im Strafraum, zieht in die Mitte und zwingt Zetterer mit einem strammen Schuss. Der Werder-Schlussmann klärt zur Ecke, die nichts einbringt.
43. Min: Die Ecke bringt nichts ein.
42. Min: Werder schaltet nach einem Ballgewinn über Schmid schnell um. Der steckt rechts durch zu Burke, der aber zu lange mit der Hereingabe wartet. Zum Schluss holt Schmid gegen Hollerbach eine Ecke raus.
39. Min: Union ist in den letzten Minuten etwas stärker geworden, aber abgezeichnet hatte sich dieser Treffer nicht. Er fällt aus dem sprichwörtlichen Nichts.
Werder Bremen im Liveticker gegen Union Berlin – Aus dem Nichts: Union schafft den Anschluss!
37. Min: Trimmel hat rechts den Ball, flankt vors Tor an den langen Pfosten. Am Fünfmetereck steht Rothe komplett frei und köpft gegen die Laufrichtung von Zetterer über den Werder-Schlussmann hinweg ins Tor.
37. Min: Tor für Union Berlin. Rothe köpft ein. Nur noch 2:1 für Werder.
36. Min: Lynen mit eine Hammer aus 30 Metern, der aber ein gutes Stück über das Tor geht.
33. Min: Guter Angriff der Unioner. Hollerbach treibt den Ball und will rechts zu Ilic durchstecken, aber Stark klärt per Grätsche klasse zur Ecke!
32. Min: Ducksch bricht rechts bis zur Grundlinie durch, findet mit seinem Pass in den Rückraum aber keinen Mitspieler.
31. Min: Erst erobert Union auf der eigenen linken Seite einen Ball stark, der lange Ball in die Spitze ist dann aber leicht zu verteidigen; sinnbildlich.
Werder Bremen im Liveticker gegen Union Berlin: Starker Bremer dominieren Union mit Klasse-Leistung!
28. Min: Burke erzielt gegen seinen zukünftigen Arbeitgeber fast das nächste Bremer Tor! Agu erläuft einen Berliner Fehlpass und spielt dann einen cleveren Steilpass nach links auf den sprintenden Schotten. Der könnte in die Mitte ablegen auf Ducksch, zieht dann aber nach innen und knallt die Kugel flach aufs lange Eck. Rönnow rettet mit einer Glanzparade zur Ecke. Ducksch regt sich auf, er hätte den Ball gerne zugespielt bekommen.
27. Min: Das ist vorne wie hinten ein richtig, richtig gutes Spiel des SVW bislang. Union ist völlig ideenlos, steht hinten mächtig unter Druck und findet nichts ins Spiel. Werder ist dem dritten Treffer hier näher als Union dem Anschluss.
24. Min: Werder arbeitet am dritten Treffer, diesmal in Person von Lynen, der 18 Meter zentral vor dem Tor den Ball bekommt und dann mit einem Flachschuss Rönnow prüft.
22. Min: Das ist ein sehr reifer Auftritt der Bremer bislang.
20. Min: Und der nächste gute Angriff der Bremer, diesmal über rechts und über Ducksch. Der legt den Ball diesmal selbst in den Rücken der Abwehr und findet Schmid. Dessen Versuch aus 13 Metern wird geblockt.
19. Min: Werder bleibt weiter mit dem Fuß auf dem Gas: Agu kommt über links und legt quer auf Weiser. Dessen Abschluss aus 15 Metern ist ungefährlich und leichte Beute für Rönnow.
18. Min: Diese frühe 2:0-Führung hatte sich nicht abgezeichnet, aber Bremen zeigt sich hier sehr effizient. Drei Chancen, zwei Tore.
Werder Bremen im Liveticker gegen Union Berlin: Doppelpack Jens Stage! Werder auf Europa-Kurs!
15. Min: Im Mittelfeld gewinnt Schmid zunächst den Ball, verliert ihn dann gegen Trimmel. Der rechnet aber nicht mit Stage, der ihm die Kugel direkt wieder stibitzt, einen Doppelpass mit Lynen spielt und dann von halblinks auf den Sechzehner zuläuft, sich den Ball auf rechts vorlegt und dann aus 16 Meter abgefälscht unnachahmlich in den rechten Winkel schlenzt! Traumtor!
15. Min: TOOOOOOR FÜR WERDER! Stage schnürt den Doppelpack!
12. Min: Der erste gute Angriff der Köpenicker läuft über die rechte Seite. Die hohe Flanke an den Fünfer erreicht Ilic. Dessen Kopfball prallt an Stark ab und ist dann leichte Beute für Zetterer im Werder-Tor.
11. Min: Agu bringt aus dem Vollsprint eine Flanke hoch vor das Berliner Tor, Rönnow ist da und pflückt das Spielgerät aus der Luft.
10. Min: Die Bremer Angreifer setzen die Gastgeber im Spielaufbau früh und intensiv unter Druck. Union bekommt keinen geordneten Spielaufbau hin.
8. Min: Werder versucht es in der Anfangsphase mit ruhigem Ballbesitz und dann schnellem Spiel in Spitze. Der Plan geht bislang völlig auf, auch wenn Stark jetzt einen langen Ball ins Niemandsland schlägt.
5. Min: Und direkt der nächste gute Bremer Angriff! Schmid hat rechts ganz viel Platz, und auch er sucht im Rückraum Ducksch. Wieder kommt der Ball beim Angreifer an, der aber kann die Kugel nicht kontrollieren, weil er noch von einem Gegenspieler bei der Annahme irritiert wird. Abstoß.
Werder Bremen im Liveticker gegen Union Berlin: Jens Stage trifft früh – Tür nach Europa bleibt weiter offen!
2. Min: Burke wird auf der rechten Seite freigespielt, legt den Ball im Sechzehner zurück auf Ducksch. Der Stürmer drückt sofort ab, der Ball küsst den linken Innenpfosten und springt dadurch zurück an den Fünfmeterraum, wo der einlaufende Jens Stage gegen den am Boden liegenden Rönnow im FCU-Tor keine Probleme hat, die frühe Führung für Werder zu markieren! Klasse Angriff!
2. Min: TOOOOR FÜR WERDER! Stage trifft früh zum 1:0!
1. Min: Ein hoher Ballgewinn auf der rechten Seite durch Weiser wird nach der Verlagerung auf die linke Seite von Union geklärt.
Werder Bremen im Liveticker gegen Union Berlin: Das Spiel an der Alten Försterei läuft!
1. Min: Das Spiel läuft!
15.29 Uhr: Die Kapitäne Friedl und Trimmel stehen zur Seitenwahl bei Schiri Storks.
15.27 Uhr: ... und da kommen sie!
15.24 Uhr: Mittlerweile haben die Teams den Rasen wieder verlassen und bereiten sich in den Kabinen auf das Spiel vor.
15.20 Uhr: Am Sky-Mikrofon lässt Werder-Coach Ole Werner ein paar Worte fallen. Die Mannschaft muss er vor dem Saison-Endspurt nicht mehr motivieren: „Da musst du nicht mehr viel kitzeln“, sagt er und grinst. Sein Team habe sich stetig weiterentwickelt, „und deshalb geht es noch um etwas für uns“. Schlüssel für die derzeit gute Phase sei die defensive Stabilität. Und auf Oliver Burke angesprochen, betont Werner, dass heute für ihn gesprochen habe, „dass mehr Körperlichkeit gefragt sein wird“.
15.09 Uhr: Wenn Union eine Schwäche hat, dann ist es die Offensive. Nur Bochum (30) und St. Pauli (26) haben seltener getroffen als Berlin (31 Tore). Der beste Berliner Torschütze ist Benedict Hollerbach mit neun Treffern. Bei Werder verteilen sich die 48 Treffer etwas besser, Marvin Ducksch ist mit sieben Toren Top-Torjäger der Bremer.
14.58 Uhr: Die gemeinsame Historie beider Teams ist recht übersichtlich: Zehnmal trafen Werder und Union bereits aufeinander. Sechsmal gewannen die Berliner, viermal die Bremer, darunter einmal im DFB-Pokal gegen den damaligen Zweitligisten, das war im Jahr 2009. Ein Unentschieden hat es in dieser Begegnung noch nicht gegeben. Die jüngsten drei Spiele in Berlin gingen für Werder allesamt verloren – das Hinspiel allerdings, das war mit einem souveränen 4:1-Heimsieg durch Tore von Grüll (2), Weiser und Stage ein erfolgreiches für den SVW.
14.54 Uhr: Werder indes ist ebenfalls gut drauf, daran ändert auch das jüngste 0:0 gegen den FC St. Pauli nichts. Davor holten die Norddeutschen vier Siege in Folge.
14.51 Uhr: Wie schwierig die Aufgabe bei Union Berlin wird, zeigt ein Blick auf die vergangenen Spiele: Seit sieben Partien sind die Köpenicker ungeschlagen, trotzten dabei sogar dem möglicherweise in wenigen Stunden feststehenden Deutschen Meister Bayern München und dem noch amtierenden Meister Bayer Leverkusen jeweils ein Unentschieden ab.
14.44 Uhr: Von hinten drücken Mönchengladbach und der FC Augsburg ebenfalls auf das internationale Geschäft. Sollte einer der beiden denm SVW an diesem Spieltag weiter auf die Pelle rücken, würde das im Umkehrschluss bedeuten, dass Werder nicht gewonnen hat. Damit allerdings würden die Bremer Chancen wohl auf ein absolutes Minumum sinken.
14.38 Uhr: Anders gestaltet sich die Situation für den SV Werder: Trotz des Rückschlags vergangene Woche mit dem 0:0 gegen den FC St. Pauli sind es nur zwei Punkte auf Borussia Dortmund auf den Europapokal-Plätzen – das Torverhältnis eingerechnet bräuchte es drei Punkte. Theoretisch ist sogar noch Teilnahme an der Champions League möglich, allerdings punktetechnisch dann doch so weit entfernt, dass wir zunächst mit der Europa League und der Conference League liebäugeln dürfen. Ein Sieg in Berlin würde den SVW bis heute Abend auf den Conference-League-Platz voranrücken lassen. Borussia Dortmund spielt erst um 18.30 Uhr gegen den VfL Wolfsburg, Mainz 05 muss morgen Abend (19.30 Uhr) gegen Eintracht Frankfurt ran.
14.34 Uhr: Wir haben es gerade bereits anklingen lassen: Für Union geht es heute nicht mehr um viel. Die Eisernen können nicht mehr absteigen, und auch die Tabellenplätze, die zur Teilnahme am europäischen Wettbewerb berechtigen, sind bereits außer Reichweite. Ansonsten ist für die Hauptstädter zwischen Platz 15 und Platz 9 noch alles möglich. So oder so wird die Mannschaft den heutigen Spieltag definitiv auf dem aktuellen Tabellenplatz 12 abschließen.
14.26 Uhr: Schiedsrichter der heutigen Partie ist Sören Storks. Thorben Siewer und Christian Bandurski heißen seine Assistenten, der Vierte Offizielle ist Florian Lechner. Video-Schiedsrichter Robert Hartmann schaut aus der Ferne ganz genau hin, ihn unterstützt Christian Leicher.
14.23 Uhr: Auch bei den Gastgebern ist die Aufstellung bereits da. Trainer Steffen Baumgart hat sich für folgende Startelf entschieden: Rönnow – Querfeld, Vogt, Doekhi – Rothe, Haberer, Khedira, Schäfer, Trimmel – Hollerbach, Ilic. Auf der Bank sitzen Schwolow (ET), Ogbemudia, Benes, Tousart, Ljubicic, Preu, Prtajin, Skarke und Volland.
Werder Bremen im Liveticker gegen Union Berlin: Die Werder-Aufstellung ist da!
14.15 Uhr: Überraschend früh liegt uns schon die Aufstellung vor. So geht Werder ins Spiel gegen Union: Zetterer – Stark, Friedl, Pieper – Weiser, Lynen, Agu – Stage, Schmid – Ducksch, Burke. Auf der Bremer Bank sitzen zunächst Backhaus (ET), Jung, Köhn, Malatini, Bittencourt, Silva, Njinmah, Grüll und Topp.
14.10 Uhr: Moin aus der DeichStube! Der SV Werder Bremen muss am 32. Spieltag in der Fußball-Bundesliga auswärts beim 1. FC Union Berlin antreten. Es ist die möglicherweise letzte Chance in dieser Saison, sich noch mal für einen der Europapokal-Plätze in der Bundesliga in Position zu bringen. Für Union indes geht nach oben und nach unten gar nichts mehr. Mal schauen, ob sich das im heutigen Spiel bemerkbar macht. Wir warten noch auf die Startaufstellung von Werder-Trainer Ole Werner, die in spätestens 20 Minuten vorliegen müsste!
Der SV Werder Bremen trifft am heutigen Samstag im Auswärtsspiel auf Union Berlin. Anpfiff im Stadion „An der Alten Försterei“ ist um 15.30 Uhr. Der DeichStube-Liveticker startet knapp eine Stunde vorher, also gegen 14.30 Uhr, mit den Startelf-Aufstellungen beider Teams. Alle Tore, News, Infos und Highlights zum Bundesliga-Spiel gibt es dann hier - heute alles live im Live-Ticker.
Weiter mit dem Vorbericht:
Die verrückten letzten Meter: Werder Bremen will gegen Union Berlin unbedingt den Traum von Europa am Leben erhalten
Der SV Werder Bremen will mit einem Sieg am Samstag (15.30 Uhr/DeichStube-Live-Ticker) beim 1. FC Union Berlin seinen Europa-Traum am Leben erhalten. Der Vorbericht zum Spiel!
Bremen – Ole Werner kennt den ganzen Fußball-Wahnsinn eines Saisonendspurts aus der Vergangenheit nur zu gut. Wenn plötzlich ein kriselnder Abstiegskandidat völlig unerwartet ein Topteam bezwingt oder es andere spektakuläre Ergebnisse gibt, weil eine Abwehrreihe nicht mehr ganz so konsequent zur Sache geht. „Normalerweise spielst du eine Saison bis Mai – und dann passiert noch einmal etwas Verrücktes“, meint der Trainer des SV Werder Bremen. Drei Spieltage stehen noch aus, Raum für neue Geschichten aus dem Kuriositätenkabinett ist also zu Genüge vorhanden. Bei Werder wollen sie auf dem Weg zu einer möglichen Teilnahme am internationalen Geschäft allerhöchstens von skurrilen Ereignissen profitieren und sie nicht selbst liefern. Beim Auswärtsspiel gegen den 1. FC Union Berlin (Samstag, 15.30 Uhr/DeichStube-Liveticker), der inzwischen alle Abstiegssorgen zerstreut hat, soll es losgehen. Doch Werner rechnet wieder mit einem harten Stück Arbeit, um den Europa-Traum am Leben zu erhalten.
Werder Bremen im Liveticker gegen den 1. FC Union Berlin: Ole Werner sieht „Auftritt gegen Bochum als Gradmesser“
„Sie machen es mit ihrer Spielweise sehr schwer, zum Torerfolg zu kommen“, hat der Coach des SV Werder Bremen bei der Analyse des 1. FC Union Berlin beobachtet. „Deshalb kann es ähnlich zugehen wie gegen Bochum und St. Pauli. Vor allem unser Auftritt gegen Bochum kann ein guter Gradmesser sein.“ In beiden Spielen hatte seine Mannschaft bekanntlich so ihre Schwierigkeiten mit der eigenen fußballerischen Linie. Im Aufbauspiel schlichen sich immer wieder Ungenauigkeiten und Fehler ein, Peter Niemeyer, Werders Leiter Profifußball, hatte zuletzt gegen die Hamburger sogar stellenweise die Intensität gefehlt. Optimierungsbedarf gibt es also gleich an mehreren Stellen. Aber eben auch Dinge, die als Basis zur Zuversicht taugen.
„Da treffen zwei Teams aufeinander, die defensiv sehr stabil gewesen sind zuletzt“, lobt Ole Werner. Werder Bremen hat in den vergangenen fünf Begegnungen lediglich ein Gegentor kassiert und aus sieben Partien satte 16 Zähler eingesammelt. Vor allem in der Fremde lief es blendend, wo zuletzt dreimal in Serie gewonnen wurde. Gelingt das auch ein viertes Mal, wäre das Vereinsrekord. Somit muss es auch kein schlechtes Omen sein, dass die Bremer zwei der drei abschließenden Partien auswärts zu bestreiten haben. Allerdings: Der 1. FC Union Berlin war zuletzt ähnlich produktiv. Die Köpenicker sind sogar seit sieben Spielen ungeschlagen und schnappten sich auf diese Art und Weise 13 wichtige Punkte. „Sie haben wieder zu ihren typischen Stärken gefunden, tiefes Verteidigen und gute Standardsituationen“, sagt Werner. „Deshalb müssen wir geduldig bleiben, dürfen nicht ins offene Messer laufen und müssen offensiv gegen einen tief stehenden Gegner Lösungen finden. Auch für uns können Standards ein wichtiges Mittel sein.“
Werder Bremen im Live-Ticker gegen den 1. FC Union Berlin - FCU-Coach Steffen Baumgart lobt Werder: „Haben sehr gute Abläufe“
Der Respekt beruht derweil auf Gegenseitigkeit. „Werder ist in den letzten Jahren im Kern zusammengeblieben und hat demnach sehr gut Abläufe“, erklärt Steffen Baumgart, der Anfang Januar das Traineramt beim 1. FC Union Berlin übernommen hat und das Team nach leichten Startschwierigkeiten aus dem Tabellenkeller führte. Und der 53-Jährige ergänzt: „Auch wenn sie eine kurze Serie hatten, in der sie nicht erfolgreich waren, haben sie sich dort schnell rausgezogen und sind nicht ohne Grund aktuell die formstärkste Mannschaft der Bundesliga. Beide Mannschaften werden ans Maximum gehen, um das Spiel erfolgreich zu gestalten.“ Klingt also eher wie ein ganz normales Fußballspiel, das ohne die gewisse Portion Irrsinn auskommt.
Wobei: Es gibt da ja einen gewissen Oliver Burke. Der Wechsel des Schotten zu Union Berlin ist noch immer nicht offiziell, dennoch steht der Noch-Bremer natürlich ganz besonders im Fokus, wenn sein jetziger und baldiger Arbeitgeber aufeinandertreffen. Trotz eines beeindruckendes Laufs zuvor hatte Ole Werner den Angreifer zuletzt gegen St. Pauli zunächst auf der Bank gelassen – und prompt fehlte den Bremern ganz vorne ein Spieler, der konsequent den Gegner anläuft und somit gehörig stresst. Ein Mittel, das beim Aufschwung der Vorwochen elementar war. Nicht unwahrscheinlich also, dass der Coach des SV Werder Bremen nun wieder umdenkt und Burke anstelle von Justin Njinmah zurück in die Startelf beordert. Andeutungen macht der 36-Jährige im Vorfeld wie gewohnt keine, sondern stimmt in Anlehnung an eine alte TV-Show von Rudi Carrell lieber ein kleines Liedchen an: „Lasst euch überraschen.“ Und Werner feixt regelrecht: „Es sind auf jeden Fall beides gute Optionen. Und das Gute ist, dass wir sogar noch vier weitere gute Optionen haben. Das wird richtig spannend. Da gucken wir alle mal.“ (mbü)
Rubriklistenbild: © IMAGO/Matthias Koch
