Werder-Traum von Europa
„Bin kein Freund davon, da einfach nur reinzurutschen“: Bittencourts Europa-Wunsch für Werder
Werder Bremen träumt vom Sprung in den Europapokal. Warum Leonardo Bittencourt und Co. sich eine nachhaltige Qualifikation wünschen
So könnte die Startelf-Aufstellung des SV Werder Bremen gegen Union Berlin aussehen!
Bremen – Noch immer regiert der Konjunktiv, aber immerhin: Er regiert noch. Der SV Werder Bremen könnte am Ende der Saison tatsächlich als Teilnehmer am internationalen Wettbewerb feststehen, wenn aus den verbleibenden drei Bundesligaspielen genügend Punkte gesammelt werden. Am Samstag wartet beim 1. FC Union Berlin (15.30 Uhr, DeichStube-Liveticker) die nächste schwierige Prüfung auf die Bremer. In einem Immobilien-Podcast eines Werder-Sponsors waren nun unter anderem Leonardo Bittencourt, Romano Schmid und Michael Zetterer zu Gast, und das Trio hat unisono betont, dass ein Europa-Ticket bei Werder keine Eintagsfliege sein darf, sondern das Ergebnis von guter, kontinuierlicher Arbeit.
„Wir haben noch die Chance, etwas Großes zu erreichen – aber es sollte alles sehr nachhaltig passieren“, findet Torhüter Zetterer. „Das beste Beispiel ist Heidenheim, das letztes Jahr knapp reingekommen ist, doch nun fällt ihnen das auf die Füße. Das sollte uns natürlich nicht passieren.“ Beim Team aus Baden-Württemberg, das im vergangenen Mai hauchdünn vor Werder Bremen ins Ziel gekommen war, wurde das Abenteuer Conference League zwar begeistert in Angriff genommen, in der Liga blieben parallel jedoch die benötigten Ergebnisse aus. Aktuell sind die Heidenheimer 16. der Tabelle, der Kampf um den Klassenerhalt ist in vollem Gange.
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Werder Bremens Leonardo Bittencourt über eine mögliche Europapokal-Qualifikation: „Jeder hat da Bock drauf“
In solchen Fällen wird gern davon gesprochen, dass der Europapokal zu früh für einen Club kam – ein Szenario, das auch am Osterdeich drohen könnte? „Letzte Saison hat jeder gesagt, dass wir noch nicht reif waren. Dieses Jahr haben wir schon jetzt eine noch bessere Saison gespielt als vorher“, meint Romano Schmid. „Ich bin stolz, ein Teil dieser Mannschaft zu sein. Wir sind durch viele Höhen und Tiefen gegangen, hatten auch etwas Krieg untereinander. Aber deshalb ist es umso schöner, dass wir da vorne noch mitspielen.“ Für den Österreicher steht deshalb fest: „Wenn man schon die Chance hat, dann will ich sie auch nutzen.“
Ganz ähnlich sieht es Teamkollege Leonardo Bittencourt, der dennoch den Mahner gibt und dabei auch die Verantwortlichen mit ins Boot holt. „Abend-Spiele in Bremen sind immer etwas Schönes. Jeder hat da Bock drauf, aber wichtig ist, dass du darauf auch vorbereitet sein musst“, sagt der 31-Jährige. „Ich bin kein Freund davon, da einfach nur reinzurutschen und dann – wie viele Vereine zuvor – Probleme in der Bundesliga zu bekommen. Wenn der SV Werder Bremen internationale Plätze anpeilt, dann sollte es nicht nur für einmal sein, sondern für die nächsten Jahre.“ (mbü)
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