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Schon im Sommer Angebote ausgeschlagen: Bittencourt will bleiben, aber wie plant Werder Bremen?
Leonardo Bittencourt würde gerne beim SV Werder Bremen bleiben, hat schon lukrative Angebote ausgeschlagen. Aber wie plant der Verein?
Bremen – Leonardo Bittencourt hat in seiner Karriere bereits für fünf verschiedene Vereine in der Bundesliga gespielt und die beeindruckende Zahl von 283 Partien im Fußball-Oberhaus angesammelt. Dass die aktuelle Station, der SV Werder Bremen, in der Vita des 31-Jährigen einen ganz besonderen Stellenwert einnimmt, zeigt die folgende Tatsache: Seit dem 2. September 2019 ist Bittencourt bereits für Werder aktiv, länger war er bei keinem anderen Club. Und geht es nach dem Spieler, dann kommen noch einige weitere Jahre hinzu. Nach Informationen der DeichStube würde Bittencourt seinen im Sommer 2026 auslaufenden Vertrag gerne vorzeitig verlängern. Nach der Saison wollen sich Profi und Verein zusammensetzen, um eine mögliche gemeinsame Zukunft auszuloten. Ergebnis: offen.
Leonardo Bittencourt hat im Sommer zwei lukrative Angebote abgelehnt, um bei Werder Bremen zu bleiben
In dieser Spielzeit bringt es Leonardo Bittencourt bisher auf 23 Einsätze, bei lediglich zehn davon stand er in der Startelf, 13-mal wurde er eingewechselt, zuletzt sechs Mal am Stück. Unter Cheftrainer Ole Werner ist aus dem früheren Stammspieler längst eine Art Edel-Joker geworden – nur Keke Topp (16), Oliver Burke (15) und Marco Grüll (14) kamen noch öfter ins laufende Spiel. Allesamt Stürmer wohlgemerkt, die naturgemäß häufiger eingewechselt werden als Mittelfeldspieler wie Bittencourt. Hatte der Routinier in der Vergangenheit noch mehr oder weniger lautstark gehadert, wann immer die Spielzeit in seinen Augen zu gering ausfiel, hat er die neue Rolle inzwischen akzeptiert und soll sogar Gefallen daran finden. Gerade für die jüngeren Profis fungiert Bittencourt als Mentor, gilt zudem als einer der Wortführer in der Kabine und wichtiger Ansprechpartner für Trainer Werner. Und auch sportlich setzt er als Joker Akzente, was beispielsweise seine Torvorlage zum 2:1-Siegtreffer in Stuttgart unterstreicht.
Mit Blick auf seine weitere Karriereplanung sagte Leonardo Bittencourt kürzlich gegenüber der DeichStube: „Es ist nicht so, dass ich unbedingt ins Ausland will. Ich bin einfach ein Bundesliga-Kind. Je älter man wird, desto mehr müssen auch gewisse Rädchen ineinandergreifen. Meine Familie spielt eine große Rolle.“ Gemeinsam mit seiner Ehefrau und den zwei gemeinsamen Kindern fühlt sich der Deutsch-Brasilianer sehr wohl bei Werder Bremen. Deshalb hat er nach Informationen der DeichStube im vergangenen Sommer zwei lukrative Angebote ausgeschlagen, eines aus der Bundesliga, eines aus Saudi-Arabien.
Wie Werder Bremen mit Leonardo Bittencourt plant, ist offen
Die große Frage ist nun, wie Werder Bremen künftig mit dem Spieler plant. Beim für den Sommer angekündigten Umbruch innerhalb des Kaders, der unter anderem eine Verjüngung zum Ziel haben soll, wird auch der Name des 31-Jährigen intensiv diskutiert. Andererseits stehen nach den besiegelten Abgängen von Milos Veljkovic (Roter Stern Belgrad) und Anthony Jung (Ziel noch offen) bereits zwei Routiniers künftig nicht mehr zur Verfügung, was für einen Verbleib Leonardo Bittencourts sprechen könnte. Klar ist: Bis eine Entscheidung fällt, dürfte der Mann mit der Rückennummer 10 im Saisonfinale noch das eine oder andere Mal eingewechselt werden. (dco)
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