Bremer in der Einzelkritik

Werder Bremen in Noten gegen St. Pauli: Njinmah fahrlässig, Stark kompromisslos

Der SV Werder Bremen ist in der Bundesliga gegen den FC St. Pauli nicht über ein 0:0-Remis hinausgekommen. Die Bremer Profis in Noten – mit Einzelkritik.

Michael Zetterer: Verhinderte den frühen Rückstand, indem er gegen St. Paulis Treu aus kurzer Distanz zur Stelle war (8.). War darum bemüht, das Spiel mit seinen Abschlägen schnell zu machen – hier und da fehlte aber die nötige Präzision. Insgesamt ein aufmerksamer Auftritt. Note 2,5

Niklas Stark: Bekam es auf der rechten Seite der Dreierkette mit dem aktiven Guilavogui zu tun, der ihn gut beschäftigte. Löste die Aufgabe aber unaufgeregt und schnörkellos. Scheiterte mit einer dicken Kopfballchance an St. Paulis Torhüter Vasilj (50.). Da war mehr drin. Note 2

Justin Njinmah (li.) muss sich über seine vergebenen Torchancen ärgern, Niklas Stark überzeugte als kompromissloser Antreiber – die Noten zum Spiel des SV Werder Bremen gegen den FC St. Pauli.

Marco Friedl: Der Kapitän gewann wichtige Zweikämpfe und ging enorm körperbetont zu Werke. Im Aufbauspiel ließ er stellenweise die Genauigkeit vermissen. Hatte nach einem üblen Tritt von Boukhalfa Glück, dass er sich nicht schwer verletzte und weitermachen konnte (30.). Ebenso beim Duell gegen Saad, bei dem es nach Elfmeter für St. Pauli roch (71.). Note 2,5

Amos Pieper: Ging bei einem Rückpass auf Zetterer in Halbzeit eins unnötiges Risiko, was jedoch folgenlos blieb. Gefiel im Aufbau durch gute Spielverlagerungen. Auch in der Luft stets Herr der Lage. Hatte den schnellen Weißhaupt gut im Griff. Note 2,5

Schon gelesen? „Maximum aus der Saison herausquetschen“: Stimmen zum Werder-Bremen-Remis gegen FC St. Pauli und Europa-Ambitionen!

Werder Bremen in Noten gegen den FC St. Pauli: Niklas Stark bester Bremer auf dem Platz

Mitchell Weiser: Verzeichnete bereits nach vier Minuten die erste Chance der Partie und setzte einen Schuss aus halblinker Position am langen Eck vorbei. Stand in der Folge sehr hoch auf dem rechten Flügel, konnte aber keine entscheidenden Impulse setzen. Note 3,5

Senne Lynen (bis 81.): Hatte im defensiven Mittelfeld große Probleme, ins Spiel zu finden. Für Ordnung auf dem Platz konnte der Belgier vor der Pause nicht sorgen, weil ihm zu viele Fehler unterliefen. Fing sich im Laufe der Partie und fand zur gewohnten Sicherheit zurück. Note 3,5

Felix Agu (bis 81.): Genau wie Weiser auf rechts, war auch er auf der linken Außenbahn um offensive Akzente bemüht, kam aber kaum einmal bis zur Grundlinie durch. Note 4

Romano Schmid: Werders Kreativkopf ließ es gegen St. Pauli lange an zündenden Ideen vermissen. Blieb oft hängen oder rannte sich fest. Agierte bei einer verheißungsvollen Situation vor der Pause zu zögerlich und schloss nicht selbst ab. Auch er steigerte sich in Durchgang zwei. Note 4 

Werder Bremen in Noten gegen den FC St. Pauli: Justin Njinmah und Marvin Ducksch glücklos

Jens Stage: Spulte allein im ersten Durchgang 6,4 Kilometer ab und damit mehr als jeder andere Spieler auf dem Platz. Benötigte langen Anlauf, um im Spiel anzukommen, nach dem Wechsel dann als Taktgeber am verbesserten Auftritt seines Teams beteiligt. Note 3,5

Justin Njinmah (bis 69.): Stand erstmals seit Februar wieder in der Startelf und ersetzte Burke. Suchte immer wieder das Zusammenspiel mit Ducksch, blieb insgesamt aber glücklos – wie bei seinen zwei dicken Chancen (58./59.), von denen er mindestens eine machen muss. Note 4,5 

Marvin Ducksch (bis 87.): Zeigte früh eine schöne Kombination mit Njinmah (4.) und arbeitete insgesamt viel auf dem Platz, Ertrag brachte das aber nicht. Torgefahr ging von ihm nicht aus. Fand auch mit seinen Standards keinen Abnehmer. Note 4,5 

Werder Bremen in Noten gegen den FC St. Pauli: Joker Oliver Burke bei Abseitstor im Pech

Oliver Burke (ab 69.): Der Schotte, der nach der Saison zu Union Berlin wechseln wird, kam für die Schlussphase und wurde von den Fans überwiegend freundlich empfangen. Wäre beinahe zum Helden des Tages avanciert, stand bei seinem Treffer aber im Abseits (80.). Note - 

Derrick Köhn (ab 81.): Konnte sich nicht mehr in Szene setzen. Note –

Leonardo Bittencourt (ab 81.): Übernahm den Job von Lynen in der Zentrale. Note –

Marco Grüll (ab 87.): Auch Werders letzter Joker stach nicht mehr. Note -

Weiter mit dem Aufstellungstext:

Werder Bremens Aufstellung gegen FC St. Pauli: Oliver Burke fliegt aus der Startelf

Update vom 27. April 2025 (16.12 Uhr): Jetzt ist die Aufstellung da - Oliver Burke fliegt aus der Startelf, Justin Njinmah startet. Die ganze Werder-Startelf findet ihr im Liveticker zum Spiel SV Werder Bremen gegen FC St. Pauli!

Bremen – Wer vier Spiele in Serie gewinnt, darf von sich behaupten, zuletzt nicht allzu viel falsch gemacht zu haben. Großartigen Anlass, Dinge zu verändern, gibt es mit einer derartigen Siegesserie im Rücken jedenfalls nicht. Aus diesem Grund spricht nahezu alles dafür, dass Werder Bremens Cheftrainer Ole Werner im Heimspiel gegen den FC St. Pauli (Sonntag, 17.30 Uhr, DeichStube-Liveticker) zum wiederholten Male derselben Startelf vertraut. Wobei, ein großes Fragezeichen gibt es dabei: Was passiert mit Oliver Burke?

Die Aufstellung des SV Werder Bremen gegen den FC St. Pauli: Steht OIiver Burke heute erneut in der Startelf? Der Stürmer hat weiter gute Chancen.

Werder Bremen-Aufstellung gegen FC St. Pauli: Steht Oliver Burke erneut in der Startelf?

Der Stürmer war in den vergangenen Wochen so etwas wie das Gesicht des Aufschwungs beim SV Werder Bremen und steuerte wichtige Treffer im Rennen ums internationale Geschäft bei. Da nun bekannt ist, dass er in der kommenden Saison für Werders Liga-Rivale Union Berlin spielt, gäbe es durchaus Argumente dafür, Burke gegen den FC St. Pauli aus der Startelf-Aufstellung zu nehmen und auf Spieler zu setzen, deren Zukunft am Osterdeich längerfristig geplant ist. Zumal der Schotte beim jüngsten 1:0-Erfolg gegen den VfL Bochum kein prägender Faktor war.

„Solange es für uns in der Tabelle darum geht, dass wir uns verbessern können, werde ich alles so machen wie ich es immer tue: nämlich alles in diese Ziele setzen und die beste Entscheidung für die Mannschaft treffen“, betont Werner, der weiterhin strikt aufs Leistungsprinzip setzt: „Da können sich die Spieler, die Mannschaft und der Verein auf meine Professionalität verlassen und darauf, dass ich Dinge nicht persönlich nehme, sondern Entscheidungen treffe, die für uns die größten Erfolgsaussichten bieten.“ Vor diesem Hintergrund dürfte Oliver Burke gute Chancen haben, gegen den FC St. Pauli einmal mehr der Aufstellung des SV Werder Bremen anzugehören.

Werder Bremen-Startelf-Aufstellung gegen FC St. Pauli: Keine Änderungen von Ole Werner zu erwarten

Ganz sicher mit dabei ist Michael Zetterer, auch die Dreierkette vor dem Torhüter, bestehend aus Niklas Stark, Kapitän Marco Friedl und Amos Pieper, hat sich in der Aufstellung festgespielt. Auf den Außenbahnen sollen einmal mehr Mitchell Weiser (rechts) und Felix Agu (links) für Schwung sorgen, während Senne Lynen, Jens Stage und Romano Schmid das Mittelfeld des SV Werder Bremen organisieren. In vorderster Linie ist Marvin Ducksch ohnehin in der Startelf gesetzt. (dco) Auch interessant: So sehen Fans das Bundesliga-Spiel Werder Bremen gegen FC St. Pauli live im TV und im Livestream!

So könnte die Startelf-Aufstellung des SV Werder Bremen im Bundesliga-Spiel gegen den FC St. Pauli am Sonntag aussehen.

Rubriklistenbild: © IMAGO / Kirchner-Media

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