Nach 0:0 am Sonntag

„Maximum aus der Saison herausquetschen“: Stimmen zu Werder Bremens Remis gegen St. Pauli und Europa-Ambitionen

Siegesserie gerissen, einen Punkt geholt: Der SV Werder Bremen hat gegen den FC St. Pauli 0:0 gespielt. Die Stimmen zum Spiel von Trainer Ole Werner und Co..

Ole Werner (Trainer SV Werder Bremen): „Mit dem Ergebnis sind wir nicht zufrieden. Zum einen, weil wir trotz einer nicht so wahnsinnig guten ersten Halbzeit dann doch noch die deutlich klareren Chancen hatten, und auch weil wir uns natürlich hier zu Hause drei Punkte vorgestellt haben. Aber dafür war die erste Halbzeit nicht gut genug. Man wird sehen, wofür der eine Punkt noch wichtig werden kann, nichtsdestotrotz nehmen wir aus dem Spiel mit, dass wir auch heute wieder defensiv sehr stabil waren. Da kommt es dann in den letzten Aufgaben immer drauf an, gerade in dieser Phase der Saison. Jetzt fahren wir nach Berlin, versuchen an die zweite Hälfte anzuknüpfen, paar Dinge anzupassen, besser zu machen, dann gehen wir wieder auf drei Punkte und versuchen mit alle Mann, das Maximum aus dieser Saison und den drei Spielen, die noch da sind, herauszuquetschen. Dann werden wir sehen, wofür das am Ende des Tages reicht.“

... über Oliver Burke, der Werder Bremen am Saisonende verlässt: „Er gibt Vollgas, hat seine ein, zwei Aktionen auch noch gehabt. Schade, dass das dann vermutlich knapp Abseits war. Wir werden bis zum letzten Spieltag alle brauchen. Alle, die da sind, können sich über Leistung und Verhalten empfehlen, wir spielen noch um was. Da wird auch Burkey seine Rolle spielen.“

Werder Bremens Kapitän Marco Friedl (l.) und Trainer Ole Werner sind nicht zufrieden, gegen den FC St. Pauli nur einen Punkt geholt zu haben. Die Stimmen zum Spiel.

Werder Bremen unzufrieden mit Punkt gegen FC St. Pauli, aber: „Gehen erhobenen Hauptes weiter unseren Weg“

Marco Friedl (Kapitän SV Werder Bremen): „In der zweiten Halbzeit war es besser, aber unterm Strich zu wenig, damit du gegen St. Pauli gewinnst. Sie stehen hinten sehr gut, da bekommst du nur wenig Chancen. Deshalb war es heute leider ein verdientes Unentschieden. In der ersten Halbzeit war es zu wenig von uns, so kannst du kein Spiel gewinnen. Das hatten wir teilweise auch schon letzte Woche, diese Wochen haben wir es wieder gehabt. Klar, wir befinden uns im Saisonendspurt und dann geht es schwer, aber das wäre eine Ausrede, und das darf nicht zählen. Wir haben die große Chance, etwas zu erreichen und dann kann es nicht sein, dass du nur über 45 Minuten ein gutes Spiel machst.“

Peter Niemeyer (Leiter Profifußball SV Werder Bremen): „Die erste Halbzeit war nicht gut, die zweite schon. Schade, dass es bei beiden Treffern knapp Abseits war. Aber es geht weiter. Man kann nicht erwarten, dass wir jetzt von Sieg zu Sieg eilen. Wir gehen erhobenen Hauptes weiter unseren Weg.“

Werder Bremen ärgert sich über Unentschieden gegen FC St. Pauli: „Eine gute Halbzeit reicht nicht“

Marvin Ducksch (Profi SV Werder Bremen): „Es reicht nicht, nur eine Halbzeit lang gut Fußball zu spielen, um drei Punkte mitzunehmen. Da müssen wir uns leider ankreiden, dass wir in der ersten Halbzeit alles vermissen lassen haben, was wir in den letzten Wochen gut gemacht haben. Wir haben immer wieder Bälle verloren und die Räume, die wir durchaus hatten, nicht belaufen. Wir sind vorne auch nicht mit der Intensität angelaufen, wie wir es in den Vorwochen gemacht haben. Das war eine verschenkte erste Halbzeit. In der zweiten Halbzeit haben wir dann an die vergangenen Wochen angeknüpft und uns einige gute Chancen herausgearbeitet. Wir wussten vorher, dass sie kaum Gegentore zulassen – und wenn du dann die Chancen hast, dann musst du sie nutzen.“

... über die Lage im Europa-Rennen: „Ich glaube schon, dass es ein guter Spieltag war für uns. Wenn du die Chance hattest, mit einem Sieg auf den siebten Platz zu rücken, dann wäre es ein sehr guter Spieltag für uns gewesen. Wir haben noch drei Spiele und man hat gesehen, wie schnell es gehen kann. Wenn wir oben noch ein Wörtchen mitreden wollen, dann müssen wir es aber auf jeden Fall besser machen als heute in der ersten Halbzeit. Ich bin mir sicher, dass wir nächste Woche ein anderes Gesicht zeigen.“

Werder Bremen-Stimmen zum Remis gegen FC St. Pauli: „Wir sind unzufrieden“ - „Das ist bitter“

Mitchell Weiser (Profi SV Werder Bremen): „Wir sind unzufrieden, weil wir uns vorgenommen hatten, das Spiel zu gewinnen. Die erste Halbzeit war nicht gut von uns, die zweite dann besser. Deswegen sind wir enttäuscht, dass wir das Spiel nicht gezogen haben. Wir wussten auch vorher schon, dass wir die wenigen Chancen, die wir haben, machen müssen, weil es sonst schwer werden würde. Tabellarisch weiß ich nicht, wie es jetzt steht. Wir haben noch drei Spiele, da zählt es.“

Amos Pieper (Profi SV Werder Bremen): „Nach dem Lauf, den wir hatten, hätten wir gerne zwei Punkte mehr mitgenommen. Nach der Pause waren wir dann zwar dominant, aber ein guter Durchgang reicht nicht, um hier drei Punkte zu holen – das ist bitter.“

Alexander Blessin (Trainer FC St. Pauli): „Ich glaube, in der ersten Halbzeit haben wir es richtig gut gemacht. Das, was mir so ein bisschen gefehlt hat, war die Galligkeit, den Abschluss zu suchen. Wir wussten, die Sonne steht tief. Wir hatten verschiedene Positionen, wo wir hätten auch mal abdrücken können. Da waren wir zu verspielt. Da hatten wir keine klaren Abläufe im letzten Drittel. Davor finde ich, haben wir es aber echt gut gemacht gegen den Ball. Und auch mit Ball gute Staffetten und Zirkulationsphasen gehabt. Da war ich schon zufrieden mit. Zweite Halbzeit haben wir schon ein bisschen gelitten. Da haben wir nicht mit die richtige Höhe gefunden und nachgearbeitet. Und dann sieht man halt auch die Qualität von Werder mit ihren Rochaden und dem Speed. Am Ende sind wir vielleicht einen Ticken glücklich, aber den Punkt nehmen wir gerne mit.“

Rubriklistenbild: © gumzmedia

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