Malatini an beiden Gegentoren beteiligt

Werder-Trainer Ole Werner schützt Unglücksrabe Julian Malatini: „Es lag nicht nur an einem Spieler“

Julian Malatini erlebte bei Werder Bremens DFB-Pokal-Aus gegen Arminia Bielefeld einen rabenschwarzen Tag.
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Julian Malatini erlebte bei Werder Bremens DFB-Pokal-Aus gegen Arminia Bielefeld einen rabenschwarzen Tag.

Julian Malatini hatte mit zwei bitteren Aktionen großen Anteil am Ausscheiden des SV Werder Bremen im DFB-Pokal gegen Arminia Bielefeld. Trainer Ole Werner hat sich nach Abpfiff aber schützend vor den Argentinier gestellt.

Bielefeld – Es war sein erster Startelfeinsatz seit fast vier Monaten – ausgerechnet im so wichtigen DFB-Pokal-Viertelfinale des SV Werder Bremen bei Arminia Bielefeld. Doch was dann in der ersten Halbzeit folgte, wurde für Julian Malatini zum Albtraum. Zunächst verlor der junge Argentinier vor dem eigenen Strafraum den Ball an den späteren Torschützen Wörl, vier Minuten vor der Pause wurde es noch bitterer: Bei einer Flanke versuchte der 23-Jährige, in höchster Not zu klären, fälschte den Ball aber über Keeper Michael Zetterer hinweg ins eigene Tor ab. Nach der 1:2-Niederlage war Malatini die Enttäuschung deutlich ins Gesicht geschrieben, doch bei Werder wollte niemand den jungen Verteidiger zum Sündenbock machen.

Werder Bremen stellt sich schützend vor Unglücksraben Julian Malatini - mahnt den Innenverteidiger aber auch

„Natürlich ist er enttäuscht und hat den Kopf unten, aber es liegt nicht nur an einem Spieler. Wir müssen uns alle an die eigene Nase fassen“, sagte Trainer Ole Werner. Auch Fußball-Chef Clemens Fritz nahm Julian Malatini in Schutz: „Er hat seine Chance bekommen und dann diesen Fehler gemacht. Aber wir machen alle Fehler – daran lag es heute nicht.“ Dennoch betonte er: „Solche Fehler dürfen so nicht passieren.“ Dass Malatini überhaupt in der Startelf des SV Werder Bremen stand, hatte vor dem Spiel durchaus etwas überrascht. Ex-Arminia-Profi Amos Pieper hatte zuletzt in der Dreierkette gespielt, musste bei seiner Rückkehr auf die Bielefelder Alm aber zunächst auf der Bank Platz nehmen. „Wir sind davon ausgegangen, dass uns Tempo in der letzten Kette erwartet, das es zu verteidigen gilt“, erklärte Werner seine Entscheidung für Malatini.

Der fehlende Rhythmus durch die geringe Spielzeit in den vergangenen Wochen war Julian Malatini deutlich anzumerken – nicht nur vor den Gegentoren. Umso überraschender war es, dass der 23-Jährige nach der Halbzeit weiterspielen durfte. „Wir mussten bereits Marvin Ducksch auswechseln und wollten in der Pause einen offensiven Wechsel vornehmen. Daher haben wir in der Innenverteidigung nicht sofort reagiert, um uns weitere Optionen offenzuhalten“, erklärte Werner später am „Sky“-Mikrofon. Beinahe hätte sich das gerächt: Nach einem überharten Einsteigen im Mittelfeld sah Malatini nur die Gelbe Karte – ein Platzverweis wäre ebenfalls möglich gewesen.

Werder Bremen will versuchen, Julian Malatini wieder aufzubauen

In der 88. Minute war dann doch Schluss für den Argentinier. Pieper kam ins Spiel – und hätte fast noch den Ausgleich per Kopf erzielt. Doch es reichte nicht mehr: Werder Bremen war ausgeschieden. Nicht nur, aber auch wegen der Fehler von Julian Malatini. „Natürlich werden wir versuchen, ihn aufzubauen – und das wird uns auch gelingen. Er ist ein junger Kerl und wird daraus lernen“, meinte Ole Werner. (bvo/dco)

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