Niederlage gegen Bayer Leverkusen
„Das ist schon den Größten passiert“: Werder nimmt Deman nach Eigentor in Schutz
Nach einem kuriosen Eigentor von Olivier Deman geriet Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen früh in Rückstand. Wie die Grün-Weißen die Szene sehen und wie sie nun mit dem Unglücksraben umgehen.
Bremen - Noch ehe Olivier Deman so richtig realisierte, was ihm da gerade eben passiert war - da war das Unglück schon nicht mehr aufzuhalten, da war der Ball schon gnadenlos auf dem Weg in Richtung eigenes Tor. Ungläubig blickte der Abwehrspieler des SV Werder Bremen der trudelnden Kugel hinterher, die Sekunden später dafür sorgte, dass sowohl seine Mannschaft als auch er persönlich einen denkbar unglücklichen Start ins Heimspiel gegen Bayer 04 Leverkusen erwischten. „Beim ersten Gegentor weiß ich gar nicht, wie der reingehen kann“, rätselte Demans Mitspieler Mitchell Weiser nach der 0:3-Niederlage gegen die Werkself über das kuriose 0:1 aus der neunten Minute, das nach dem Spiel entsprechend großes Thema war.
Werder-Bremen-Verteidiger Olivier Deman unterläuft frühes Eigentor gegen Bayer Leverkusen
Nach erfrischend mutigem Beginn der Bremer mit hohem Pressing und einigen beherzten Ballgewinnen war es im Anschluss an einen Leverkusener Eckball zu folgender Szene gekommen: Eine Flanke von Jonas Hofmann landete nicht wie geplant auf dem Kopf von Mittelstürmer Victor Boniface, sondern fiel im Strafraum direkt hinter dem Nigerianer zu Boden - genau auf den linken Fuß von Olivier Deman, von wo aus der Ball unhaltbar für Werder Bremens neue Nummer eins Michael Zetterer ins lange Eck kullerte. „Scheiße, natürlich“, habe er in der Szene gedacht, berichtete Zetterer später offenherzig - und führte aus: „Der Ball geht sonst hinten ins Aus, oder ich kann ihn vielleicht sogar aufnehmen. Normalerweise passiert da also gar nichts, aber Olivier kriegt den Fuß nicht mehr weg, das war einfach unglücklich.“
Kurioses Eigentor von Olivier Deman: Werder Bremen macht dem Linksverteidiger keinen Vorwurf
In der Tat war das kuriose Eigentor mehr Unfall denn Fehler, was Olivier Deman freilich nicht davor bewahrte, in der Szene als Unglücksrabe eine ganz schlechte Figur abzugeben. Öffentliche Kritik gab es für den Belgier nach dem Schlusspfiff aber nicht. „Es liegt in der Natur der Sache, dass man als Abwehrspieler den Ball auch mal unglücklich ins eigene Tor schießen kann. Natürlich wünscht sich das keiner, aber das ist auch den Größten schon passiert“, sagte Werder Bremens Co-Trainer Patrick Kohlmann, der den erkälteten Chefcoach Ole Werner nach dem Spiel in sämtlichen Medienterminen vertrat. „Wir machen Olivier da keinen Vorwurf“, hielt Kohlmann noch fest, der übrigens nicht glaubt, den 23-jährigen Deman nach dessen erstem Bundesliga-Eigentor im achten Bundesligaspiel besonders aufbauen zu müssen: „Er ist mittlerweile erfahren genug, um das wegzustecken.“ (dco/kni)