Werder-Talent ohne Spielzeit
„Seine Zeit wird kommen“: Thioune stärkt Werder-Talent Covic den Rücken
Patrice Covic erhält bei Werder Bremen kaum noch Spielzeit. Warum Trainer Daniel Thioune dem Talent trotzdem den Rücken stärkt.
Es ist zuletzt ruhiger geworden um Patrice Covic. War der Youngster des SV Werder Bremen zu Beginn der Saison aufgrund seiner starken U19-Spielzeit und anschließend vielversprechender erster Profi-Einsätze in aller Munde, sind die Einsatzzeiten in den vergangenen Wochen und Monaten deutlich zurückgegangen – und damit minimierte sich auch der Trubel um den gebürtigen Berliner. Nachdem das Eigengewächs unter Cheftrainer Daniel Thioune zwischenzeitlich immer wieder Minuten sammeln durfte und sogar sein erstes Bundesliga-Tor erzielte, spielt der 18-Jährige aktuell im Bundesliga-Alltag kaum noch eine Rolle. Zuletzt stand der Mittelfeldspieler Anfang April gegen RB Leipzig auf dem Platz, seitdem blieb er in vier Partien ausschließlich Zuschauer. Dass dies keineswegs als mangelndes Vertrauen zu verstehen sei, machte Thioune am Freitag auf der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel bei der TSG Hoffenheim (Samstag, 15.30 Uhr, DeichStube-Liveticker) deutlich.
Werder Bremens Daniel Thioune: „Patrice Covic ist aus meiner Sicht ein absolutes Toptalent“
„Patrice ist aus meiner Sicht ein absolutes Toptalent“, betonte Werder Bremens Coach. Gleichzeitig verwies der 51-Jährige aber auch auf die derzeitige Konkurrenzsituation im zentralen Mittelfeld. Vor allem die Erfahrung und Qualität von Senne Lynen, Jens Stage und Cameron Puertas erschweren es Patrice Covic, auf Einsatzzeit zu kommen. Auch die schwierige sportliche Lage spiele eine Rolle, auch wenn Thioune betonte: „Die äußeren Umstände dürfen eigentlich keine Rolle in der Bewertung für die Spielzeit spielen, aber die Konkurrenzsituation spielte zuletzt schon eine Rolle, dazu auch die Spielverläufe.“
Gerade in der entscheidenden Saisonphase setzt Werder Bremen verstärkt auf Stabilität und Erfahrung. Trotzdem hält der Bremer Trainer weiterhin große Stücke auf den technisch starken Youngster. „Patrice ist sehr geduldig, was Fußballer grundsätzlich eigentlich nicht sind“, sagte Thioune und schob hinterher: „Ich habe in seiner Personalie sehr viel Fantasie, da er in seinen jungen Jahren bereits aufgezeigt hat, wie viel Potenzial er besitzt.“ Langfristig sieht er Patrice Covic vor allem als Achter in einem 4-3-3-System. „Was seinen Fuß und seine Ballqualität betrifft, ist das schon sehr gut“, erklärte Thioune. Gleichzeitig müsse sich Covic körperlich noch weiterentwickeln, um vor allem in der Balleroberung stabiler zu werden.
Neue Chance für Patrice Covic bei Werder Bremen in der kommenden Saison?
Dass der 19-Jährige deshalb aber dauerhaft hintendran ist, glaubt Daniel Thioune ausdrücklich nicht. Im Gegenteil: Für die Sommervorbereitung kündigte der Coach des SV Werder Bremen bereits einen offenen Konkurrenzkampf an. „Bei Patrice bin ich mehr als überzeugt davon: Seine Zeit wird kommen“, machte er deutlich. „In der Vorbereitung wird es für viele bei null losgehen. Da hat er auch die Chance, deutlich mehr Spielzeit bei mir zu bekommen als in den letzten Wochen und Monaten.“ (bvo)
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