Werder-Personal-Update
Einsatz stand auf der Kippe: Warum Lynen bei Werder früh vom Platz musste
Erneut zur Halbzeit ausgewechselt: Warum Werder Bremens Senne Lynen gegen den SC Freiburg nicht länger als 45 Minuten spielen konnte.
Als die Kollegen schweißnass und mächtig enttäuscht in Richtung Kabine gingen, hatte Senne Lynen schon den legeren Reisedress übergestreift. Der Arbeitstag des Belgiers war schließlich bereits nach 45 Minuten beendet gewesen, entsprechend viel Zeit blieb zum Duschen und Umziehen. Und die gute Nachricht: Eine weitere Verletzung hat den SV Werder Bremen immerhin nicht ereilt, und doch war Lynen bei der Niederlage gegen den SC Freiburg (1:4) nicht im Vollbesitz seiner Kräfte gewesen.
„Er ist in der Vorbereitung lange verletzt ausgefallen und hat letzte Woche aus der Kalten gegen Lüneburg gespielt. Dass er noch nicht bei 100 Prozent ist, ist klar“, sagte Fußball-Chef Clemens Fritz zunächst, ehe er nachschob: „In der vergangenen Woche hat er nur zweimal mittrainiert. Dann ist er Samstag aus dem Flieger gestiegen und hatte Magenbeschwerden, sodass wir ihn erstmal ins Bett legen mussten. Am Sonntagmorgen wussten wir noch nicht, ob er spielen kann.“
Zur Halbzeit ausgewechselt: Warum Werder Bremens Senne Lynen gegen den SC Freiburg nicht länger spielen konnte
Letztlich konnte Senne Lynen. Aber – und das war auch unübersehbar – nicht auf dem Niveau, das der 27-Jährige eigentlich zeigen kann. Besonders auffällig wurde das unmittelbar vor der Pause, als er schlichtweg nicht in einen Zweikampf mit Igor Matanovic kam, weshalb der Freiburger recht unbedrängt per Distanzschuss zum 2:0 für die Gastgeber traf. In der Theorie war zu diesem Zeitpunkt noch was drin für Werder Bremen, doch kurz nach dem Seitenwechsel fing sich die Mannschaft, inzwischen ohne Lynen, zwei weitere Tore, und die Partie war endgültig entschieden. Kurios: Dariusz Stalmach, der für den Bremer Stamm-Sechser in die Begegnung gekommen war, schaffte ausgerechnet das, worauf Senne Lynen noch immer sehnsüchtig wartet: Er erzielte ein Tor. Sogar gleich im ersten Ligaspiel. Aber das hatte allenfalls persönlichen Wert für den polnischen Neuzugang, für die Norddeutschen war es lediglich Ergebniskosmetik.
Senne Lynen soll bei Werder Bremen bald wieder im Vollbesitz seiner Kräfte sein
Und Senne Lynen? Der soll möglichst bald wieder auf dem Platz stehen. Und im Vollbesitz seiner Kräfte sein. „Jetzt braucht er Ruhe“, betonte Clemens Fritz. „Wir werden ihn dahingehend aufbauen, dass er schnell wieder an sein Leistungsmaximum herankommt.“ Am besten schon bis zum kommenden Samstag, da wartet für Werder Bremen mit dem Heimspiel gegen RB Leipzig (15.30 Uhr) die nächste happige Aufgabe auf die Hanseaten. (mbü)
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