Aufstieg vor Wechsel
Nach dem Coup mit Preußen Münster: Niemeyer kehrt als Aufsteiger zu Werder zurück
Großer Erfolg für Peter Niemeyer: Vor seiner Rückkehr zu Werder Bremen hat er als Sportdirektor mit Preußen Münster den Aufstieg in die 2. Liga gefeiert.
Münster/Bremen - Als der Schlusspfiff am Samstagnachmittag ertönte, gab es im Preußenstadion kein Halten mehr: Jubelnde Spieler, den Platz stürmende Fans - der SC Preußen Münster hatte es tatsächlich geschafft und dank eines 2:0-Heimsieges gegen die SpVgg Unterhaching nach 33 Jahren die Rückkehr in die 2. Bundesliga perfekt gemacht. Als Tabellenzweiter hinter dem Meister SSV Ulm steigt die Mannschaft von Trainer Sascha Hildmann direkt auf - beiden Vereinen gelang damit der direkte Durchmarsch aus der Regionalliga ins Unterhaus. Einer der Architekten des Münsteraner Erfolgs ist fraglos Sportdirektor Peter Niemeyer, der im Sommer zum neuen Leiter Profifußball beim SV Werder Bremen wird.
Unter Niemeyers Führung war Preußen Münster in der vergangenen Saison bereits von der Regionalliga in die 3. Liga aufgestiegen, wo es zunächst überhaupt nicht danach ausgehen hatte, als sollte sich die Erfolgsgeschichte fortsetzen. Nach den ersten fünf Spieltagen hatte die Mannschaft gerade einmal vier Punkte auf dem Konto.
Vor Peter Niemeyers Rückkehr zu Werder Bremen: SC Preußen Münster feiert Aufstieg in die 2. Liga wie ein „Wunder“
Was dann folgte, bezeichnete Trainer Hildmann am Samstag als „Wunder von Münster“. Auf einem mehr als ordentlichen zwölften Tabellenplatz startete Preußen in die zweite Saisonhälfte - und eilte plötzlich von Sieg zu Sieg. Als dann auch noch die Spitzenclubs aus Regensburg und Dresden fleißig Federn ließen, waren die Münsteraner Adler da - und flogen vorbei.
Am Sonntag wurde die Aufstiegsmannschaft zunächst offiziell von Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe im Friedenssaal des Historischen Rathauses empfangen, danach feierte sie ausgelassen mit den Fans auf dem Prinzipalmarkt. Bei dieser Gelegenheit wurde Peter Niemeyer vom Verein verabschiedet. Bilder davon zeigen, dass der Ex-Profi des SV Werder Bremen, der nun an den Osterdeich zurückkehren wird, dabei die eine oder andere Träne vergossen hat. (dco)