Irgendwann Nachfolger von Baumann?
Bargfrede und der besondere Gast
Bremen - Als Philipp Bargfrede das Podium betritt und ins Publikum schaut, da muss er fett grinsen. Denn hinter den Journalisten sitzt ein bisschen versteckt ein guter Bekannter von ihm: Jens Beulke – auch der Schleifer genannt.
Der Reha-Trainer begleitet verletzte Werder-Profis auf dem Weg zurück ins Mannschaftstraining. Und den musste Bargfrede schon ziemlich oft gehen. So etwas verbindet. Beulke war nicht ohne Grund im Pressekonferenzraum, denn es ging um Bargfredes Zukunft: Der 29-Jährige hat seinen Kontrakt langfristig verlängert und dazu noch einen Anschlussvertrag als Trainee in der Tasche.
Bargfrede nimmt „Lebenslang Grün-Weiß“ wörtlich
„Ich habe mich echt gewundert, dass Jens da war“, berichtete Bargfrede später: „Das hat mich wirklich gefreut. Wir haben ja viel Zeit miteinander verbracht.“ Aber das ist Vergangenheit. Die Zukunft wünscht sich Bargfrede natürlich möglichst verletzungsfrei. Er hat mit Werder noch einiges vor: „Wir wollen uns fußballerisch weiter so gut entwickeln wie zuletzt und in der Tabelle nach oben kommen.“ Dieses Wir ist für ihn selbstverständlich, ein Vereinswechsel war für ihn nie ein Thema. „Seit ich 13 Jahre alt bin, trage ich das Werder-Trikot, da hat man natürlich eine besondere Verbindung zum Verein“, erklärt Bargfrede.
Sein Vertrag hatte sich schon vor Kurzem automatisch um ein Jahr verlängert. Doch das reichte Werder offenbar nicht aus. Inzwischen wurde eine noch längere Zusammenarbeit vereinbart – wahrscheinlich bis 2021. Sportchef Frank Baumann hält diese Details gerne unter Verschluss und bittet auch die Spieler um Verschwiegenheit. Bargfrede hält sich natürlich daran und spricht nur von „ein paar Jahren“. Und es sei schon „sehr wahrscheinlich“, dass er das Vereinsmotto „Lebenslang Grün-Weiß“ wirklich wörtlich nimmt.
Es fehle ihm in Bremen ja auch an nichts. Seine Familie fühle sich wohl. „Ich bekomme hier eine sehr große Wertschätzung.“ Und das nicht nur für seine Leistungen auf dem Platz. „Philipp ist charakterlich top, hat eine hohe Identifikation mit dem Verein. Er ist an vielen Dingen in und um den Verein interessiert“, lobt Sportchef Baumann und will nicht ausschließen, „dass er hier irgendwann mal auf meinem Platz sitzt“.
Die Voraussetzungen dafür sind jedenfalls geschaffen. Werder hat Bargfrede mit einem Anschlussvertrag ausgestattet, wie ihn auch schon Baumann selbst, Torsten Frings, Tim Borowski oder auch Clemens Fritz bekommen haben. Es handelt sich um ein Trainee-Programm – entweder im Management oder im Trainer-Bereich. „Philipp muss herausfinden, was besser zu ihm passt“, sagt Baumann. Bargfrede selbst weiß es noch nicht, will sich damit auch noch gar nicht beschäftigen: „Ich freue mich über diese Möglichkeit, aber noch spiele ich ja – und das hoffentlich noch sehr lange.“
Mehr News zu Werder Bremen
Jetzt gibt‘s was auf die Ohren: Die neue Folge des #DeichFUMS-Podcasts rund um Werder Bremen ist online.
Schon gelesen?
Florian Kohfeldt freut sich auf Thomas Schaaf
Florian Kohfeldt mit großem Respekt vor Eintracht Frankfurt
Philipp Bargfrede: Seine Karriere in Bildern




Mehr News zu Werder Bremen
Holen die Grün-Weißen doch noch einen Offensivspieler? Werder Bremen soll angeblich an einer Ausleihe von Amin Younes vom SSC Neapel interessiert sein.