Nach Gladbach-Spiel

„Abstiegskampf – das müssen wir uns bewusst machen“: Topp mit deutlichen Worten zur aktuellen Werder-Krise

Keke Topp rettete Werder Bremen einen Punkt gegen Borussia Mönchengladbach. Nach der Partie ordnete er aus Spielersicht die Lage in der Krise ein.

Aufgrund seines späten Ausgleichstreffers beim 1:1 gegen Borussia Mönchengladbach war Keke Topp nach dem Schlusspfiff gefordert, in den Katakomben des Weserstadions bei sämtlichen Medienvertretern nicht nur über sein erstes Saisontor, sondern auch über die aktuelle Situation des SV Werder Bremen zu sprechen. „Wir hatten klar den Plan, drei Punkte zu holen. Positiv ist, dass wir einfach nicht aufgegeben haben, aber am Ende ist es zu wenig“, sagte der Mittelstürmer und machte mit Blick auf die Tabelle deutlich: „Wir hätten die drei Punkte dringend benötigt.“

Keke Topp spricht nach dem 1:1 gegen Borussia Mönchengladbach über die Krise bei Werder Bremen und den Abstiegskampf.

Keke Topp über Krise bei Werder Bremen: „Kommen nicht an unser Leistungsmaximum heran“

Zum Zeitpunkt des Gesprächs unmittelbar nach Abpfiff war Horst Steffen noch Cheftrainer – die Gründe für die nun zehn sieglosen Spiele suchte Keke Topp allerdings ohnehin zunächst bei der Mannschaft selbst. „Wir kommen aktuell einfach nicht an unser Leistungsmaximum heran, und ich glaube, dass das ein großes Problem ist“, stellte er klar. „Genau das hat uns sonst immer so stark gemacht. Wir sind momentan zu inkonsequent, zu inkonstant. Das müssen wir ändern, um wieder Spiele zu gewinnen.“ Der Angreifer des SV Werder Bremen nahm sich dabei ausdrücklich nicht aus. Trotz seines Treffers gegen die Borussia haderte er weiterhin mit zwei vergebenen Chancen wenige Tage zuvor in der Schlussphase der 0:2-Niederlage gegen Hoffenheim. „Wir treffen gerade manchmal falsche Entscheidungen oder sind nicht genau genug – so wie auch ich am Dienstag bei meinem Abschluss.“

Werder Bremen-Stürmer Keke Topp über Krise: „Wir sind im Abstiegskampf, das müssen wir uns alle bewusst machen“

Topps Worte stehen sinnbildlich für die aktuelle Stimmung in der Kabine des SV Werder Bremen. Bereits nach der Partie gegen Hoffenheim hatte Jens Stage mit ähnlich klaren Aussagen den Finger in die Wunde gelegt und die Qualität der jüngsten Auftritte deutlich kritisiert. Die Mannschaft sucht demnach die Verantwortung auch bei sich selbst und ist nach der Entlassung von Steffen nun umso mehr gefordert, Antworten auf dem Platz zu liefern. „Wir sind im Abstiegskampf, das müssen wir uns alle bewusst machen. Wir haben seit November einfach zu wenig Punkte geholt“, merkte Keke Topp an. Die Marschroute für die kommenden Wochen ist daher unmissverständlich: „Wir müssen schnellstmöglich den Turnaround schaffen.“ (bvo)

Rubriklistenbild: © gumzmedia

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