Werder-Transfer-News

„Zu Hause war es schwierig in diesen Wochen“: Werder-Profi Romano Schmid spricht über seinen geplatzten Sommer-Abgang

Romano Schmid erklärt seine geplatzten Transfer-Pläne im Sommer. Warum der Profi des SV Werder Bremen eine belastende Zeit erlebte.

Bremen/Paphos – Das Erdbeben auf Zypern, es ist auch noch am Donnerstag ein großes Thema im Trainingscamp der österreichischen Nationalmannschaft gewesen. So sollte etwa Romano Schmid, Offensivspieler des SV Werder Bremen, ganz genau erklären, wie er tags zuvor in Paphos mit dem Ruckeln der Stärke 5,3 umgegangen sei. „Das habe ich noch nie erlebt. Der Sessel hat gewackelt, auf einmal hat jeder geschaut“, berichtete der 25-Jährige, der sich gemeinsam mit seinen Teamkollegen Marco Friedl und Patrick Pentz bei den Physiotherapeuten des ÖFB aufgehalten hatte. „Aber die Leute um mich herum haben null Angst gezeigt und waren entspannt, also war ich auch entspannt“, sagte Schmid. Nicht ganz so gelassen war bekanntlich der Sommer für den Grazer gelaufen, wochenlang gab es Spekulationen um einen Abschied von Werder, den auch er selbst anvisiert hatte. Schmid schilderte nun ausgiebig, wie belastend die Zeit der Ungewissheit für ihn gewesen sei.

Romano Schmid plante im Sommer seinen Abgang von Werder Bremen - die Transferphase wurde zu einer Zeit, die ihn belastete.

Werder Bremen-Profi Romano Schmid belasteten seine Wechsel-Pläne: „Natürlich war die Laune nicht gut“

„Werder hätte mir keine Steine in den Weg gelegt. Es war einfach nichts Passendes dabei, aber das hat viel mit mir gemacht“, gestand der Bremer Leistungsträger. „Ich fühle mich sehr wohl bei Werder, doch natürlich war die Laune nicht sehr gut, wenn du viele Gespräche und Telefonate führen musst. Das war auch das erste Mal, seit ich Kinder habe, dass ich sage, zu Hause war es auch schwierig in diesen drei, vier Wochen.“ Als sich dann abzeichnete, dass aus dem anvisierten Wechsel nichts werden würde, probierte der zweifache Familienvater, schnellstmöglich wieder in seinen gewohnten Rhythmus zu kommen. „Damit war klar, jetzt muss ich alles geben, um dem Verein zu helfen. Das ist mein Beruf, und mir geht es ja nicht schlecht bei Werder. Ich fühle mich wohl im Verein“, betonte Romano Schmid, der es in dieser Saison bislang auf zwei Treffer und zwei Assists bringt.

Romano Schmid von Werder Bremen will unbedingt mit Österreich zur WM: „Eigene Geschichte schreiben ist schöner“

Doch jetzt zählt erst einmal nur Österreich. Mit der Alpenrepublik will er unbedingt die Qualifikation für die Weltmeisterschaft im kommenden Jahr in den USA, Kanada und Mexiko schaffen. Am Samstag steigt in Limassol das Duell mit Zypern, am Dienstag geht es in Wien gegen Bosnien-Herzegowina. Um das Ticket über den großen Teich zu lösen, sind mehrere Optionen möglich – eventuell reichen schon zwei Punkte aus den beiden Partien. Für die Österreicher wäre es die erste WM-Teilnahme seit 1998, doch in die Historie seiner Heimat musste sich Romano Schmid erst einmal einlesen, denn als Kind sei ihm „null komma null“ von früheren Auftritten bei globalen Großveranstaltungen berichtet worden. Doch das stört den Profi des SV Werder Bremen nicht wirklich. „Eine eigene Geschichte zu schreiben, ist schöner. Deswegen ist in meinem Kopf nur, dass wir zur WM fahren.“ (mbü)

Rubriklistenbild: © gumzmedia

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