„Lang ersehnten Traum erfüllen“
Werders Österreicher wollen erste WM-Teilnahme seit 28 Jahren - Coulibaly und Mbangula sagen für Länderspiele ab
Zehn Spieler des SV Werder Bremen sind im November mit ihren Nationalmannschaften gefordert. Für wen es um was geht - und welche beiden Profis warum ihre Reisen abgesagt haben.
Bremen – Gerade erst am vergangenen Freitagabend haben Marco Friedl, Romano Schmid und Marco Grüll erlebt, was es bedeutet, wenn durch einen späten Sieg ein ganzes Stadion förmlich vor Freude explodiert. Nun wollen die drei Profis des SV Werder Bremen in der Länderspielpause mit dafür sorgen, dass diese Freude auf ein ganzes Land übergreift. Denn die österreichischen Nationalspieler können erreichen, dass das deutsche Nachbarland zum ersten Mal seit 1998 wieder an einer Weltmeisterschaft teilnimmt. „Das Land ist extrem gehypt und voller Vorfreude. Wir Spieler wollen unbedingt diesen Schritt gehen“, sagte Werders Kapitän Friedl nach dem späten 2:1-Erfolg gegen den VfL Wolfsburg.
Werder Bremen-Profis wollen mit Österreich die WM-Teilnahme fix machen - Auch Schweiz darf hoffen
Aktuell führt Österreich die WM-Qualifikationsgruppe H mit 15 Punkten aus sechs Spielen und einem Vorsprung von zwei Zählern vor Bosnien-Herzegowina an. Sollte das Team von Nationaltrainer Ralf Rangnick bereits am Samstag auf Zypern (15.11., 20.45 Uhr) gewinnen und gleichzeitig Bosnien zu Hause gegen Rumänien nicht siegen, wäre das WM-Ticket offiziell gelöst. Andernfalls käme es zum Abschluss der Qualifikation in Wien zum direkten Duell gegen Bosnien (Dienstag, 18.11., 20.45 Uhr). „Für uns geht es jetzt darum, zu regenerieren und unbedingt diesen letzten Schritt zu machen. Das ist ein lang ersehnter Traum – und den wollen wir uns erfüllen“, betonte Werder Bremens Marco Friedl.
Auch Isaac Schmidt darf auf eine WM-Teilnahme hoffen. Mit der Schweizer Nationalmannschaft führt er die Gruppe B mit zehn Punkten aus vier Spielen und drei Zählern Vorsprung auf den Kosovo an. In den beiden verbleibenden Partien gegen Schweden (Samstag, 15.11., 20.45 Uhr) und den Kosovo (Dienstag, 18.11., 20.45 Uhr) kann der Außenverteidiger gemeinsam mit seinen Teamkollegen die Qualifikation aus eigener Kraft perfekt machen. Für Karl Hein und Estland hingegen ist das WM-Ticket außer Reichweite. Der Keeper des SV Werder Bremen trifft mit seiner Nationalmannschaft in der Quali zum Abschluss auf Tabellenführer Norwegen (Donnerstag, 13.11., 18 Uhr) und bestreitet anschließend noch ein Testspiel gegen Zypern (Dienstag, 18.11., 18 Uhr).
Mehrere Werder Bremen-Spieler auf Länderspielreise - Samuel Mbangula und Karim Coulibaly sagen der Nationalmannschaft ab
Bereits sicher für das Turnier im kommenden Sommer qualifiziert ist Yukinari Sugawara mit Japan. Der Bremer Rechtsverteidiger, der nach seinem starken Auftritt gegen Wolfsburg erstmals in der „kicker“-Elf des Tages stand, kehrt nach seiner Pause im Oktober in die Nationalmannschaft zurück. In der Heimat trifft Japan in zwei Freundschaftsspielen auf Ghana (Freitag, 14.11., 11.20 Uhr) und Bolivien (Dienstag, 18.11., 11.15 Uhr). Sein Mannschaftskollege und guter Freund Mio Backhaus, der ebenfalls japanische Wurzeln hat, gibt nach überstandener Schulterverletzung sein Comeback in der deutschen U21-Nationalmannschaft. Die DFB-Auswahl trifft auf Malta (Freitag, 14.11., 18 Uhr) und Georgien (Dienstag, 18.11., 18 Uhr) und braucht zwei Siege, um den Anschluss an Tabellenführer Griechenland zu halten.
Ebenfalls für den DFB im Einsatz sind Wesley Adeh und Mick Schmetgens, die erneut für die deutsche U19-Nationalmannschaft nominiert wurden. Beim Vier-Nationen-Turnier in Wales treffen die Talente des SV Werder Bremen mit der deutschen Auswahl auf die USA (Mittwoch, 12.11., 17.30 Uhr), Japan (Samstag, 15.11., 20 Uhr) und Gastgeber Wales (Dienstag, 18.11., 12 Uhr). Patrice Covic läuft für die kroatische U19 im Rahmen der EM-Qualifikation gegen Georgien (Mittwoch, 12.11., 11.30 Uhr), Gibraltar (Samstag, 15.11., 11.30 Uhr) und Serbien (Dienstag, 18.11., 11.30 Uhr) auf. Karim Coulibaly (Deutschland U19) und Samuel Mbangula (Belgien U21) treten ihre Reisen hingegen nicht an. Beide kurieren in Bremen leichte Blessuren aus – Coulibaly laboriert an Rücken- und Hüftproblemen, Mbangula unterzieht sich einer Zahn-OP. (bvo)
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