Werder-Profis im Einsatz

Pure Ekstase nach Krimi in Wien, Schweiz ganz gemächlich: Vier Werder-Profis lösen WM-Ticket

Riesige Freude bei Romano Schmid, Marco Grüll, Marco Friedl und Isaac Schmidt. Die Profis des SV Werder Bremen haben sich mit Österreich sowie der Schweiz für die WM qualifiziert.

Wien/Pristina – Da dürften vier Profis nach der Länderspielpause mit richtig guter Laune zum SV Werder Bremen zurückkehren. Im letzten Gruppenspiel der Qualifikation haben Romano Schmid, Marco Friedl und Marco Grüll mit Österreich sowie Isaac Schmidt mit der Schweiz das Ticket für die Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko gelöst. Zuvor waren zudem bereits die beiden Torhüter Mio Backhaus und Karl Hein mit ihren Teams im Einsatz. Während die Schweizer am späten Dienstagabend eine recht drucklose Partie absolvieren konnten, musste das ÖFB-Team gegen Verfolger Bosnien-Herzegowina (zwei Punkte Rückstand) ordentlich zittern, um sich erstmals seit 1998 für eine WM zu qualifizieren.

Riesen-Jubel bei den Österreichern um Werder Bremens Romano Schmid, Marco Grüll (oben im Gewimmel) und Marco Friedl (rechts): Die ÖFB-Auswahl hat sich dramatisch für die Weltmeisterschaft 2026 qualifiziert.

Werder Bremens Österreicher schaffen WM-Qualifikation nach echtem Krimi, Schweiz um Isaac Schmidt souverän dabei

Dass sich die Österreicher viel vorgenommen hatten, war bereits ab der ersten Minute zu erkennen. Auch ohne Romano Schmid, Marco Friedl und Marco Grüll in der Startelf übernahmen die Gastgeber direkt das Heft des Handelns, kassierten durch das Tor zum 0:1 von Gladbachs Haris Tabakovic aber die kalte Dusche (12.). Vor der Pause brachten die immer wieder anrennenden Österreicher das Wiener Ernst-Happel-Stadion kurzzeitig zum Beben. Doch nach Eingreifen des Video-Assistenten wurde der Treffer vom Münchner Konrad Laimer wieder einkassiert (43.), weil dieser bei einem vorausgegangenen Defensiv-Zweikampf nach Auffassung des Schiedsrichters zu rustikal zu Werke gegangen war. Besser lief es dann in der zweiten Halbzeit, als Michael Gregoritsch einen Abpraller aus kurzer Distanz in die Maschen donnerte und seine Farben jubeln ließ (77.). Der in der 69. Minute eingewechselte Schmid erlebte den Treffer auf dem Platz, Werder Bremens Friedl und Grüll saßen über 90 Minuten auf der Bank.

Die Schweiz ist indes bereits zum sechsten Mal in Folge bei einer Weltmeisterschaft dabei. Die direkte Qualifikation war allerdings aufgrund eines Drei-Punkte-Vorsprungs und eines um elf Tore besseren Torverhältnisses bereits vor dem direkten Duell mit Verfolger Kosovo nur noch Formsache. In Pristina reichte dem Team um Isaac Schmidt folglich ein 1:1. Der Außenverteidiger des SV Werder Bremen wurde dabei in der 75. Spielminute eingewechselt und hatte die Tore vom Schweizer Ruben Vargas (47.) und Kosovaren Florent Muslija (74.) zuvor folglich nur von der Bank aus gesehen.

Torhüter des SV Werder Bremen mit verschiedenen Rollen: Karl Hein feiert Testspiel-Erfolg, Mio Backhaus sieht Sieg von der Bank

Bereits am frühen Abend war Werders Ersatztorhüter Karl Hein mit Estland gefordert. Nachdem die Osteuropäer die WM-Qualifikation mit nur vier Punkten aus acht Partien abgeschlossen hatten, wartete noch ein Freundschaftsspiel auf Zypern. Beim 4:2-Erfolg in Limassol stand Kapitän Hein wie gewohnt über die komplette Spielzeit auf dem Platz. Bei beiden Gegentoren, denen jeweils Fehlpässe seiner Vorderleute vorausgegangen waren, war der Schlussmann des SV Werder Bremen machtlos.

Mio Backhaus saß beim 2:0-Sieg der deutschen U21-Nationalmannschaft gegen Georgien in der EM-Qualifikation derweil erwartungsgemäß nur auf der Bank. Trainer Antonio Di Salvo hatte zuvor bereits angekündigt, in dieser Länderspielpause sowohl Werder Bremens Backhaus (beim 6:0 gegen Malta) als auch Konkurrent Dennis Seimen vom SC Paderborn Spielzeit zu gewähren. (tos)

Rubriklistenbild: © IMAGO / Branislav Racko

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