Vorfälle in Mainz, gegen Bayern und Frankfurt
Ersten Pyro-Strafen sind da: Werder Bremen muss nach Fan-Vergehen wieder tief in die Tasche greifen
Der SV Werder Bremen wurde wegen einiger Pyro-Vergehen der eigenen Fans vom DFB zur Kasse gebeten. So viel Strafe müssen die Grün-Weißen zahlen.
Bremen – Die Rückrunde der Fußball-Bundesliga ist in vollem Gange, gerade erst hat der SV Werder Bremen auch den zweiten Vergleich mit dem 1. FSV Mainz in dieser Saison für sich entschieden. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat jetzt aber dafür gesorgt, dass auch das erste Duell beider Clubs nochmal Thema ist, denn den Grün-Weißen flatterten jetzt die ersten Geldstrafen wegen pyrotechnischer Vergehen der eigenen Fans ins Haus – und neben der Mainz-Partie wurden dabei auch Zwischenfälle gegen den FC Bayern München und Eintracht Frankfurt berücksichtigt. Unter dem Strich beläuft sich das Bußgeld auf 30.000 Euro.
Werder Bremen akzeptiert Pyro-Strafe vom DFB
Das erste „unsportliche Verhalten ihrer Anhänger“ hat der Kontrollausschuss des DFB beklagt, nachdem Werder-Fans im vergangenen September in Mainz bereits vor dem Anpfiff fünf pyrotechnische Gegenstände entzündet hatten. Dadurch werden nach dem jetzigen Urteil 5000 Euro fällig, von denen 1600 Euro für „eigene sicherheitstechnische oder gewaltpräventive Maßnahmen“ verwendet werden können. Beim folgenden Heimspiel gegen die Bayern hatte es seinerzeit ebenfalls im Bremer Block gequalmt, so seien mit dem Start der zweiten Hälfte damals 20 Sprühfontänen zum Einsatz gekommen, heißt es in einem Schreiben des Verbandes. Das bescherte dem Club nun eine Sanktion in Höhe von 20.000 Euro. Im November wurden zudem beim Gastspiel bei Eintracht Frankfurt fünf sogenannte Blinker gezündet, was das Sportgericht nun mit einer Strafe in Höhe von weiteren 5000 Euro beantwortete. Die Urteile wurden allesamt von Werder Bremen akzeptiert, sie sind somit rechtskräftig.
In der vorherigen Saison hatten Fans des SV Werder Bremen durch ihre illegalen Aktionen in den Stadien für eine Strafensumme von insgesamt 380.500 Euro gesorgt, was im ligaweiten Vergleich Rang 13 bedeutete. Spitzenreiter war Eintracht Frankfurt mit 906.950 Euro, insgesamt hatte das DFB-Sportgericht Sanktionen in der Rekordhöhe von 12,5 Millionen Euro an 56 Vereine aus den drei höchsten Spielklassen verhängt. (mbü)