Diskussion über Pyrotechnik
Bremer FDP-Fraktion will legalisierten Pyro-Pilotversuch in den Stadien - so reagiert Werder
Legalisierung von Pyro im Weserstadion? Die Bremer FDP macht sich für ein Pilotprojekt in der Stadt stark. So reagiert der SV Werder Bremen.
Bremen – Die Bremer FDP-Fraktion macht sich für ein Pilotprojekt zur Legalisierung von Pyrotechnik in den Fußballstadien der Stadt stark. In der per Antrag gestellten Forderung an die Bremische Bürgerschaft wird ein kontrolliertes Abbrennen in bestimmten, abgesperrten Bereichen der Fanblöcke formuliert. Zum Einsatz sollen dabei Rauchfackeln kommen, die nicht unter das Sprengstoffgesetz fallen. Beim SV Werder Bremen, der in der vergangenen Saison erneut in mehreren Fällen wegen des illegalen Zündelns seiner Anhängerschaft vom DFB-Sportgericht zu Geldstrafen verurteilt wurde, ist der Wunsch der Liberalen ebenfalls registriert worden.
Legalisierung von Pyro im Stadion? Werder Bremen steht „Alternativen, Ideen und Projekten aufgeschlossen gegenüber“
„Grundsätzlich stehen wir – und das haben wir seit vielen Jahren betont – Alternativen, Ideen und Projekten grundsätzlich aufgeschlossen gegenüber“, sagt Anne-Kathrin Laufmann, Geschäftsführerin Sport und Nachhaltigkeit bei Werder Bremen, auf Nachfrage der DeichStube. Die 44-Jährige meint aber auch: „So ein Pilot-Projekt gilt es allerdings im Vorfeld mit allen relevanten Protagonisten abzustimmen und zu prüfen.“
Pyrotechnik bei Werder Bremen bald legal? FDP macht sich für Pilotprojekt stark - sechsmonatige Testphase
Bei ihrem Konzept orientiert sich die FDP am sogenannten „Chemnitzer Weg“. Dortige Ultras entzündeten beim Einlaufen der Mannschaften beispielsweise Bengalische Feuer in dafür vorgesehenen Bereichen und in Abstimmung mit dem Verein, der Polizei sowie dem Ordnungsamt. „Es ist an der Zeit, die Spirale aus Kriminalisierung der Fans und der Gefährdung der Zuschauer durch die Möglichkeit des legalen und verantwortungsbewussten Abbrennens von Pyrotechnik im Stadion zu durchbrechen“, heißt es in einer Mitteilung der FDP-Fraktion. Zur besseren Umsetzung sei eine sechsmonatige Testphase im Weserstadion, im Stadion „Platz 11“ sowie im Stadion am Panzenberg vorgesehen, an der neben Fanvertretern auch die Clubs sowie der Bremische Fußballverband (BFV) beteiligt sein sollen. „Dass Pyrotechnik kein Verbrechen ist, sieht nunmehr auch die Stadt München so, die die von der Uefa geplante Pyroshow bei der Eröffnung der EM 2024 ohne Beanstandungen genehmigt hat“, schreiben die Liberalen zudem. (mbü/dco)