Werder-Stimmen zum Spiel
„Sonst erleben wir unser blaues Wunder“: Großer Frust bei Werder nach Pleite in Freiburg - Stimmen zum Spiel
Der SV Werder Bremen hat das erste Bundesliga-Spiel unter Neu-Trainer Daniel Thioune beim SC Freiburg mit 0:1 verloren. Die Stimmen zum Spiel!
Marco Friedl (Kapitän des SV Werder Bremen): „Es bringt mir nichts, wenn ich jetzt niedergeschlagen oder geknickt bin. Ich kann mich hier jede Woche hinstellen und jede Woche wieder das Gleiche erzählen. Der Gegner lädt uns grundsätzlich Woche für Woche ein. Wir haben jetzt zweimal 40 Minuten in Überzahl gespielt. Dazu haben wir gegen Teams gespielt, die vielleicht auch nicht ihren besten Tag hatten. Wir sind auch heute wieder im Spiel, aber unter dem Strich war es wieder zu wenig. Es reicht einfach nicht, wenn wir keine Tore schießen. Wenn wir die Dinger vorne nicht machen, dann werden wir es in diesem Jahr nicht schaffen. Da müssen wir so klar sein. Wir müssen weitermachen, aber es muss eine Veränderung her, ansonsten werden wir am Ende unser blaues Wunder erleben.“
Daniel Thioune (Cheftrainer des SV Werder Bremen): „Das Bemühen war da, die Konsequenz hat gefehlt. Ich habe das Gefühl, dass die Mannschaft Bock darauf hat, Ergebnisse zu erzielen. Im Moment ist nicht das Selbstvertrauen da, was es braucht, um in Freiburg mehr zu holen. Auf die letzten beiden Tage im Training lässt sich aufbauen, denn die Mannschaft ist gewillt. Zwischen Tor des Jahres und Tor des Tages lagen heute nur 20 Sekunden, die mir nicht gefielen.“
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Werder Bremens Jens Stage nach Pleite beim SC Freiburg: „Bei uns fehlt die letzte Qualität“
Jens Stage (Mittelfeldprofi des SV Werder Bremen): „Wir kommen mit einer guten Energie rein. Die Trainer haben uns richtig warm gemacht. Wir waren bereit. Ich kann nicht sagen, dass wir nicht wollten. Alle versuchen, ihr Bestes zu geben. Natürlich ohne das große Selbstvertrauen, aber alle versuchen ihr Bestes. Am Ende des Tages ist es wieder eine Frage der Qualität. Die Spieler von Freiburg haben ein Tor gemacht, wir nicht. Bei uns war es durch Justin sehr knapp, zehn Sekunden vorher, aber der Ball geht nicht rein. Und dann hat der Freiburger das Tor gemacht und von da an war es wieder ein enges Spiel, das in beide Richtungen gehen kann. Bei uns fehlt die letzte Qualität.“
Felix Agu (Verteidiger des SV Werder Bremen): „Ich bin jetzt noch nicht so lange wieder im Training, die letzte Trainingswoche war eigentlich meine erste volle Trainingswoche seit vier Monaten. Und da hatte ich eigentlich ein gutes Gefühl. Es war viel Spannung im Training, wir hatten gute Abläufe. Eigentlich das, was man dann vielleicht auch so nach dem Trainerwechsel ein bisschen erwartet, dass jeder wieder seine Chance wittert und im Training dann extra Gas gibt. Ich dachte auch eigentlich, dass es sich jetzt noch mehr ins Spiel überträgt, aber dann sieht man wahrscheinlich auch, dass die Überzeugung wieder zurückkommen muss, dass wir uns die hart zurückarbeiten müssen. Aber dann glaube ich daran, dass wir genug Qualität in der Mannschaft haben, das wieder rumzureißen, weil auch nicht alles schlecht ist. Die Ergebnisse sind schlecht, aber auch nicht alles, was wir auf dem Platz machen, ist schlecht, sondern es sind immer die kleinen Momente, die in den letzten elf Spielen immer gegen uns laufen.“
Werder Bremens Peter Niemeyer nach Pleite beim SC Freiburg: „Wir müssen einfach noch präziser werden“
Peter Niemeyer (Leiter Profifußball beim SV Werder Bremen): „Man muss sagen: In der ersten Halbzeit hatte Freiburg glaub ich zwei Chancen. Wir hätten das bei dem Tor früher unterbinden können - und dann laufen wir dem Tor eben hinterher. Dann kriegt Freiburg die Rote Karte, danach ist es schon ein Spiel auf ein Tor. Trotzdem muss man sagen, dass wir nicht so zwingend waren, in den Abschlüssen nicht so zwingend waren, in den Flanken nicht so zwingend waren, um wirklich gefährlich zu werden. (...) Ich glaube, dass wir einfach noch präziser werden müssen. Dass wir den Glauben haben müssen, dass nicht nur, weil ein Trainerwechsel da ist, auf einmal alles einfach ist und alles schon von alleine läuft. Nein, dazu führt es nicht. Wir müssen uns alles sehr, sehr hart erarbeiten. Und ja, daran gilt es nächste Woche weiterzuarbeiten.“
Clemens Fritz (Sportchef des SV Werder Bremen): „Es ist schwierig, kurz nach dem Spiel die richtigen Antworten zu haben. Ich habe heute zwischen den beiden Teams keinen Klassenunterschied gesehen. Die Freiburger gehen nach einer Kontersituation und einer tollen Einzelleistung in Führung. So etwas fehlt uns aktuell, dass wir auch mal durch ein Eins-gegen-Eins das Momentum auf unsere Seite ziehen. Wir spielen hin und her, aber einfach nicht zwingend genug. Das hat nichts mit Zielstrebigkeit zu tun, aber da müssen wir wieder hinkommen, dass wir zielstrebig werden. Dass wir nicht vor Selbstvertrauen strotzen, ist aufgrund der Situation normal. Wir bringen uns durch kleine Konzentrationsfehler in Bedrängnis. Das Gegentor muss so auch niemals fallen, wir waren mit drei Leuten hinter dem Ball. Wenn man im Abstiegskampf ist, dann muss man sich alles hart erarbeiten. Es muss allen klar werden, dass wir uns jeden einzelnen Punkt hart erarbeiten müssen.“
*Mit Stimmen von Sky und werder.de
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