Werder-Einzelkritik
Werder Bremen in Noten gegen den SC Freiburg: Sicherheitsrisiko Malatini, harmloser Topp
Der SV Werder Bremen hat das erste Spiel unter Trainer Daniel Thioune mit 0:1 beim SC Freiburg verloren. Die Profis in der Einzelkritik mit Noten.
Mio Backhaus: Von Ex-Bremer Beste früh sehenswert bezwungen (13.), verhinderte kurz darauf mit einer ganz starken Reaktion gegen Igor Matanovic den zweiten Gegentreffer (17.). Musste auch noch einen Malatini-Fehler ausbügeln (24.) Note 3
Werder Bremen in Noten gegen den SC Freiburg: Julian Malatini mit schwacher Leistung
Yukinari Sugawara: War zwar recht häufig in Werders Offensivbemühungen eingebunden, sonderlich viele Ideen hatte der Japaner allerdings nicht parat. Die Flanken bleiben nicht nur, aber auch bei ihm eine scheinbar unlösbare Baustelle. Note 4,5
Julian Malatini (bis 62.): Fügte sich mit einem Fehlpass ein und sah dann auch vor dem 0:1 alles andere als gut aus. Im Glück, dass ein zu langsamer Rückpass auf Backhaus ohne Folgen blieb. Hatte noch weitere Wackler im Repertoire und ist in dieser Verfassung ein Sicherheitsrisiko für die Hintermannschaft der Hanseaten. Note 5,5
Marco Friedl: Auch nicht immer sattelfest, doch lange noch der stabilste Innenverteidiger bei Werder an diesem Tag. In Abschnitt zwei dann aber mit unnötigem Fehlpass und Foul, was aber folgenlos blieb. Schob in Überzahl immer wieder an. Note 3,5
Karim Coulibaly: Verhielt sich vor dem 0:1 zu passiv gegen Torschütze Beste und sprang bei Matanovics Kopfballchance dann nicht einmal hoch (17.). Danach dann kaum noch gefordert und in Überzahl eher als Ballverteiler im Einsatz, leistete sich dabei aber ein paar Ballverluste. Note 4,5
Olivier Deman (bis 62.): Erhielt den Vorzug gegenüber Isaac Schmidt und war nicht immer auf Höhe des Geschehens, sodass er mehrfach zu spät kam. Seinen Hereingaben fehlte trotz Zeit bei der Ausführung die Präzision, auch offensive Pässe kamen zu ungenau. Das Foul an ihm führte zu Johan Manzambis Roter Karte. Note 4,5
Werder Bremen offensiv wieder harmlos gegen den SC Freiburg – die Noten zum Spiel
Senne Lynen (bis 87.): Wurde bei Backhaus-Pässen sofort unter Druck gesetzt, wodurch die Genauigkeit in seinen Abspielen litt. Ansonsten mit einem weitgehend unauffälligen Auftritt, was auf seiner Position nicht das schlechteste Urteil sein muss – positive Ausschläge nach oben gab es allerdings auch lange nicht. Hatte noch eine gefährliche Flanke auf den kurzen Pfosten zu bieten (71.). Note 3,5
Jens Stage: Arbeitete vernünftig gegen den Ball und gewann allein im ersten Abschnitt acht Zweikämpfe – so viele wie sonst nur noch Freiburgs Maximilian Eggestein. Aber: Der Däne blieb im Aufbauspiel ebenfalls nicht ohne Fehler. In Überzahl präsenter im Vorwärtsgang, aber ohne passende Lösung. Note 3,5
Romano Schmid (bis 84.): Verzettelte sich mitunter in seinen Aktionen, dafür stimmte das Rückzugsverhalten. Hatte wie mehrere Bremer Probleme mit der Standfestigkeit. Machte aus Werders klarer Überlegenheit beim Ballbesitz wie seine Offensivkollegen viel zu wenig. Note 5
Justin Njinmah (bis 84.): Zwang Atubolu per Fallrückzieher zu einer Glanzparade (13.) – kurz darauf klingelte es auf der Gegenseite. War viel in Bewegung und forderte den Ball, doch entweder kam dieser erst gar nicht bei ihm an oder war recht schnell wieder weg. Schoss bei einem Konter desolat am Tor vorbei – dass letztlich auf Abseits entschieden wurde, war keine Entschuldigung. Ein ordentlicher Distanzschuss wurde noch pariert (80.). Note 4,5
Werder Bremen in Noten: Keke Topp harmlos, auch Joker bringen gegen SC Freiburg nicht die Wende
Keke Topp: Durfte nach seinem Treffer gegen Gladbach von Beginn an ran, tat sich aber schwer. Einen Abschluss aus spitzem Winkel gab es (18.), ansonsten ein paar gewonnene Zweikämpfe. Ein wirklicher Faktor war der Angreifer aber nicht, dilettantisch sein Fehlpass direkt nach dem Seitenwechsel. Note 5
Felix Agu (ab 62.): Gab sein Comeback nach mehr als vier Monaten, als Werder in Überzahl auf Viererkette umstellte. Begann überzeugend, hatte dann aber Glück, dass sein Fehler nicht zum 0:2 führte, da dieses vom Schiedsrichter einkassiert wurde (78.). Note -
Samuel Mbangula (ab 62.): Sorgte direkt für Schwung auf der linken Seite und schoss bei einer Direktabnahme drüber (67.). Probierte es noch erfolglos per Schlenzer (81.). Note –
Marco Grüll (ab 84.): Konnte auch nichts mehr bewegen. Note -
Cameron Puertas (ab 84.): Blieb ohne Impuls in der Schlussphase. Note –
Jovan Milosevic (ab 87.): Kam spät auch noch. Note -
Weiter mit der Aufstellung:
Werder-Bremen-Aufstellung gegen SC Freiburg: Wieder Fünferkette? Die Startelf ist da!
Welche Mannschaft schickt Trainer Daniel Thioune bei seiner Premiere für Werder Bremen ins Rennen? So sieht die Startelf-Aufstellung gegen den SC Freiburg aus.
Update vom 7. Februar (14.20 Uhr): Die Aufstellung ist da! Trainer Daniel Thioune setzt in seinem ersten Spiel als Werder-Trainer wohl ebenfalls auf eine Dreier- bzw. Fünferkette. Die komplette Startelf lest ihr hier im Liveticker zum Auswärtsspiel des SV Werder Bremen gegen den SC Freiburg (Samstag, 15.30 Uhr, DeichStube-Liveticker)!
Viele Eindrücke sind es nicht, die Daniel Thioune bislang parat hat, um die passende Aufstellung für das Auswärtsspiel des SV Werder Bremen gegen den SC Freiburg (Samstag, 15.30 Uhr, DeichStube-Liveticker) zu finden. Spielszenen aus der Vergangenheit hat der neue Coach des Bundesligisten in den letzten Tagen intensiv studiert, auch drei Trainingseinheiten zeigten zumindest ein wenig, in welcher Verfassung sich der Kader befindet, und auch die Co-Trainer Raphael Duarte und Christian Groß, die nach dem Aus von Horst Steffen weiter an Bord sind, dürften ihre Einschätzungen weitergereicht haben. Trotzdem: Ein Stück weit ist es ein Kaltstart im bevorzugt warmen Breisgau für alle Beteiligten. Einer, der Raum für viele Möglichkeiten und Überraschungen bei der Formation lässt.
Werder Bremen-Aufstellung gegen SC Freiburg: Stellt Coach Daniel Thioune auf Viererkette um?
Jedenfalls wollte es Daniel Thioune zuletzt nicht ausschließen, dass ein Stammspieler der Vorwochen sich nun urplötzlich auf der Bank wiederfindet. „Die Wahrscheinlichkeit ist ziemlich hoch“, sagte der 51-Jährige und führte aus: „Ich werde keine gerechten Entscheidungen treffen können. Im Moment bin ich noch bei 30 Spielern sehr beliebt, am Wochenende ist es vielleicht halbiert. Das liegt in der Kunst der Sache.“ Und die kann, muss aber nicht zwingend direkt von Erfolg gekrönt sein. Auch deshalb betonte Thioune: „Jeder kann mir dann direkt am Sonntagmorgen zeigen, dass ich vielleicht eine falsche Entscheidung getroffen habe.“ Dann nämlich steigt das nächste Training des SV Werder Bremen am Osterdeich, es gibt die nächste Chance sich für die Startelf-Aufstellung anzubieten.
Werder Bremen-Aufstellung gegen SC Freiburg: Kehrt Stürmer Jovan Milosevic in die Startelf zurück?
Ob Werder Bremen beim SC Freiburg mit einer Dreier- oder Viererkette in der Abwehr agieren wird, hat der Chefcoach offengelassen – überraschen würde es aber nicht, wenn er nach Wochen des Misserfolges an der Weser nun bei der Aufstellung auf jene Grundordnung zurückgreift, die ihm einerseits selbst in der Vergangenheit nachgewiesenermaßen gut gefiel und mit der auch die Bremer in dieser Saison schon gepunktet haben. Soll heißen: Vor Torhüter Mio Backhaus würde dann anders als zuletzt ein Quartett verteidigen, das aus Yukinari Sugawara, Marco Friedl, Karim Coulibaly und Isaac Schmidt bestehen könnte. Direkt davor wären Senne Lynen und Jens Stage unterwegs, während in der Offensive Romano Schmid von den schnellen Flügelspielern Samuel Mbangula sowie Justin Njinmah flankiert wird, die nicht nur selbst Abschlüsse kreieren, sondern auch die mögliche Spitze Jovan Milosevic bedienen könnten. Aber vielleicht hat Daniel Thioune am Samstag auch eine ganz andere Überraschung parat. (mbü)
Rubriklistenbild: © IMAGO / Nordphoto


