Überraschung bei Werders Borré

Rafael Borré doch nicht weg? Werder liegt gar kein Angebot aus Brasilien vor

Bleibt er nun oder geht er? Der Transfer-Poker um Werder Bremens Rafael Borré wird immer seltsamer.
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Bleibt er nun oder geht er? Der Transfer-Poker um Werder Bremens Rafael Borré wird immer seltsamer.

Laut brasilianischen Medien steht Rafael Borré seit mehreren Tagen kurz vor einem Abschied vom SV Werder Bremen. Nach neuesten Informationen der DeichStube wird das Transfer-Gerücht aber immer kurioser.

Bremen – Der Fall Rafael Borré wird immer seltsamer: Während am Dienstag in brasilianischen Medien erneut von einem bevorstehenden Wechsel des Stürmers vom SV Werder Bremen zum SC Internacional Porto Alegre berichtet wurde, ist die Situation an der Weser eine ganz andere. Es sieht so gar nicht nach einem Abschied des Kolumbianers aus, sondern vielmehr nach einem Verbleib. Denn nach Informationen der DeichStube gibt es keine Verhandlungen der beiden Clubs über einen Transfer, den Bremern liegt nicht mal ein Angebot von Internacional vor. Das ist aber zwingend notwendig, denn Werder hat den 28-Jährigen bis Saisonende von Eintracht Frankfurt ausgeliehen und überhaupt kein Interesse, ihn in diesem Winter ziehen zu lassen. Nur bei einer extrem hohen finanziellen Entschädigung würde der Bundesligist zumindest über dieses Szenario nachdenken. Zugleich müsste die Verpflichtung eines adäquaten Ersatzes möglich sein. Und das ist gerade im Winter ein ganz schwieriges Unterfangen.

Bisher kein Angebot beim SV Werder Bremen eingegangen: Wechselt Rafael Borré doch nicht nach Südamerika?

Fest steht nur: Internacional will Rafael Borré gerne sofort verpflichten und ködert ihn mit einem lukrativen Vier-Jahres-Vertrag. Darüber haben der Spieler und dessen Berater sowohl Werder Bremen als auch Eintracht Frankfurt längst informiert, sie würden den Transfer gerne durchziehen, respektieren aber auch die vertragliche Situation. Nach seinem krankheitsbedingten Ausfall direkt nach der Rückkehr aus dem Weihnachtsurlaub am vergangenen Mittwoch ist Borré seit Samstag wieder bei der Mannschaft und kam auch am Sonntag im Testspiel gegen Eintracht Braunschweig zum Einsatz. Dabei bereitete er den Ehrentreffer von Nick Woltemade vor. Es deutet nichts darauf hin, dass er einen Wechsel erzwingen möchte.

Aktuell würde das auch keinen Sinn ergeben, denn ein Transfer ist sehr weit weg. In Brasilien hieß es zwar, eine Delegation von Internacional habe sich auf den Weg nach Deutschland gemacht, um die Verpflichtung des Wunschspielers unter Dach und Fach zu bringen, nur ist in Bremen niemand angekommen. Es gab bislang keinen Kontakt. Das ist schon etwas verwunderlich und wirft die Frage auf: Wollen die Brasilianer Rafael Borré wirklich haben oder ist ihnen das Gesamtpaket etwa zu teuer geworden? Als Ablösesumme an die Eintracht, bei der Borré noch einen Vertrag bis 2025 besitzt, sind 5,5 Millionen Euro im Gespräch. Der angebotene Vier-Jahres-Vertrag soll inklusive Handgeld ein Volumen von 13 Millionen Euro haben. Und dazu kommt noch die Entschädigung für Werder Bremen. Die aus Brasilien kolportierten 300.000 Euro als angebliches Angebot wären da deutlich zu wenig. Aber so lange sich aus Porto Alegre niemand bei Werder meldet, ist das ohnehin unbedeutend. Gleiches gilt für das angebliche Interesse anderer Clubs wie Corinthians Sao Paulo aus Brasilien oder River Plate aus Argentinien an dem Werder-Stürmer. Auch davon ist bei den Grün-Weißen bislang nichts direkt angekommen. (kni)

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