Werder-Stürmer vor Transfer?

Werder-Trainer Werner kämpft um Rafael Borré – Treffen mit Porto Alegre? Fritz: „Ich weiß davon nichts“

Beim Testspiel des SV Werder Bremen gegen Eintracht Braunschweig saß Rafael Borré zu Beginn nur auf der Bank.
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Beim Testspiel des SV Werder Bremen gegen Eintracht Braunschweig saß Rafael Borré zu Beginn nur auf der Bank.

Bleibt Rafael Borré über den Winter hinaus beim SV Werder Bremen oder wechselt die Leihgabe von Eintracht Frankfurt zum SC Internacional Porto Alegre? Eine Antwort darauf gab es auch am Sonntag nach dem Testspiel bei Eintracht Braunschweig nicht, doch Werders Leiter Profifußball Clemens Fritz sendete eine klare Botschaft.

Braunschweig – Den Kragen der schwarzen Winterjacke weit hochgezogen, den schwarzen Schal ebenso, bis tief ins Gesicht: Viel zu sehen war von Rafael Borré während Werder Bremens Testspiel bei Zweitligist Eintracht Braunschweig (1:3) zunächst nicht. 68 Minuten lang saß der Angreifer am Sonntag auf der Bank, wo sein härtester Gegenspieler die norddeutsche Kälte war. Nach der Partie war Borré dennoch großes Gesprächsthema, was weniger an seiner späten Torvorlage zum Bremer Ehrentreffer lag, sondern an seiner ungeklärten Zukunft. Geht er bereits im Winter wieder? Oder legt Werder Bremen sein Veto ein und hält die Leihgabe von Eintracht Frankfurt bis Sommer? Eine abschließende Antwort auf diese Fragen lieferte auch der Sonntagnachmittag in Braunschweig nicht – und doch sendete Werders Leiter Profifußball Clemens Fritz eine klare Botschaft.

Werder Bremens Clemens Fritz über Transfer von Rafael Borré: „Wir sind nicht daran interessiert, ihn abzugeben“

„Wir wissen, dass es Interesse an ihm gibt, sind unsererseits aber nicht daran interessiert, ihn abzugeben“, sagte der 43-Jährige, was als Gruß an den SC Internacional Porto Alegre verstanden werden durfte. Der brasilianische Erstligist möchte Rafael Borré unbedingt verpflichten, noch im Winter, und ist sich mit Eintracht Frankfurt über einen Transfer bereits einig. Auch Borré würde Bremen bekanntlich gerne umgehend verlassen, weil ihm ein sehr lukratives Angebot vorliegt. Per Leihvertrag ist der Stürmer aber noch bis zum Saisonende an Werder Bremen gebunden, weshalb die Bremer bei dem Deal ein entscheidendes Wörtchen mitzureden haben. Brasilianische Medien hatten zuletzt berichtet, dass Porto Alegre in den kommenden Tagen eine Delegation nach Bremen entsenden würde, die vor Ort mit den Werder-Verantwortlichen verhandeln soll. Eine Meldung, die Fritz ins Reich der Märchen abschob: „Ich weiß davon nichts. Bei uns hat sich niemand angekündigt.“

Werder Bremens Ole Werner über Rafael Borré: „Er hat Erfahrung, Qualität und ist einfach ein guter Typ“

Zuletzt war die Rede davon, dass die Brasilianer Eintracht Frankfurt 5,5 Millionen Euro an Ablöse für Rafael Borré angeboten haben, Werder Bremen soll zudem 300.000 Euro Entschädigung dafür erhalten, den Stürmer vor Ablauf des Leihvertrags ziehen zu lassen. Eine Summe, die das sportliche Fehlen Borrés am Osterdeich kaum aufwiegen würde. In bisher 13 Bundesligaeinsätzen für Werder hat er vier Tore erzielt und sich an der Seite von Marvin Ducksch einen Stammplatz gesichert. Kein Wunder, dass Cheftrainer Ole Werner den Kolumbianer nicht ziehen lassen möchte. „Aktuell gehe ich davon aus, dass Rafa bleibt, denn aktuell ist Rafa da“, sagte der 35-Jährige in Braunschweig – und betonte: „Natürlich habe ich mit ihm über die Situation gesprochen. Rafa war in den bisherigen Spielen ein wichtiger Faktor für uns. Er hat sich sehr gut eingefunden, er hat Erfahrung, hat Qualität und ist einfach ein guter Typ. Genau das habe ich ihm gesagt.“ Am Wechselwunsch des Spielers dürfte es aber kaum etwas ändern.

„Es ist für mich nicht verwerflich, dass du darüber nachdenkst, wenn du ein super Angebot hast“, sagte Clemens Fritz über Rafael Borré. Und weiter: „Da sind aber einige Parteien involviert, und wir haben ganz klar gesagt, dass wir ihn gerne behalten möchten.“ Diese Aussage liegt so auch beim SC Internacional Porto Alegre vor. In Stein gemeißelt ist sie aber wohl nicht – vorausgesetzt, dass die Brasilianer ihr 300.000-Euro-Angebot an den SV Werder Bremen noch einmal ordentlich nachbessern. (dco)

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