Werders Joker vom Dienst trifft erneut
Lichtblick trotz Niederlage: Werder-Joker Oliver Burke und die unheimliche Bilanz in der Nachspielzeit
Oliver Burke hat es wieder getan: Der Joker des SV Werder Bremen hat nach Einwechslung auch bei RB Leipzig ein spätes Tor erzielt. Was Sportchef Clemens Fritz über den Angreifer sagt.
Leipzig – Mehr als die berühmte Ergebniskosmetik war es am Ende nicht. Dennoch darf der späte Anschlusstreffer zum 2:4 von Oliver Burke als positiver Lichtblick für den SV Werder Bremen gewertet werden. Denn der Schotte hat erneut bewiesen, dass er das Spiel nach Einwechslungen nicht nur beleben, sondern auch positiv verändern kann. Werders Geschäftsführer Fußball, Clemens Fritz, lobte deshalb nach der Niederlage bei RB Leipzig die derzeitige Form des Angreifers: „Aktuell sind wir mit ihm sehr zufrieden. Ich freue mich für ihn, dass er heute noch ein Tor erzielt hat. Auch wenn es für uns nicht mehr wirklich viel gebracht hat.“ Immerhin für Burke persönlich hat es eine kuriose Statistik fortgeschrieben.
Werder Bremens Oliver Burke trifft erneut in der Nachspielzeit - Clemens Fritz: „Er kann gerne so weitermachen“
Der frühere schottische Nationalspieler bleibt unter Trainer Ole Werner ein Mann für die letzten Minuten, denn Burke trifft einfach nicht vor der ultimativen Schlussphase. Alle seine vier Tore für Werder Bremen fielen nach der 89. Spielminute - in der Saison 2022/23 gegen Stuttgart und Dortmund sowie in der laufenden Serie gegen Kiel und nun auch Leipzig. Gegen die Sachsen war der Stürmer am Sonntag in der dritten Minute der Nachspielzeit erfolgreich. Wenn es nach Clemens Fritz geht, dann braucht Burke am Zeitpunkt seiner Tore gar nicht großartig zu feilen: „Er kann gerne so weitermachen.“ Was sich auch grundsätzlich über die bisherige Saison des Angreifers sagen lässt.
In seinen bisher zehn Einsätzen gelangen Burke zwei Treffer. Eine Quote, die umso bemerkenswerter ist, wenn man sich vor Augen führt, dass er dabei gerade einmal 136 Minuten auf dem Platz stand. Die positive Entwicklung des 27-Jährigen führt Fritz auf die Gespräche zwischen Verein und Spieler im vergangenen Sommer zurück. „Wir haben vor der Saison viel mit ihm gesprochen und gesagt, dass wir ihn für die speziellen Momente brauchen“, sagte Werder Bremens Geschäftsführer. Worte, die beim schottischen Nationalspieler offensichtlich einen Hebel umgelegt haben. „Er bringt sich gut im Training ein, und im Spiel hat man immer das Gefühl, dass er etwas bewegen und initiieren kann“, erklärte Fritz. Möglicherweise ist Oliver Burke dann beim nächsten Mal auch wieder der gefeierte Held und nicht nur verantwortlich für die Ergebniskosmetik. (bvo/dco)