Zehn-Millionen-Mann im Fokus

Trotz schwacher Leistung in Mainz: Werder baut weiter auf Mbangulas Potenzial

Samuel Mbangula hat bei Werder Bremen noch mit Formschwankungen zu kämpfen, gegen Mainz 05 zeigte der Zehn-Millionen-Euro-Mann eine schwache Partie. So geht der SVW damit um.

Bremen – Die Trainingseinheit war am Dienstagmorgen eigentlich schon beendet, da traten einige Profis des SV Werder Bremen noch abschließend zu einer kleinen Torschussübung mit Co-Trainer Christian Groß an. Auch Samuel Mbangula war dabei – seinen ersten Versuch beförderte der Belgier allerdings prompt nicht nur über den Kasten, sondern auch über den dahinterliegenden Zaun in Richtung Parkplatz. Der 21-Jährige nahm den misslungenen Schuss, auf den reichlich Häme der Kollegen folgte, mit einem Schmunzeln zur Kenntnis. Das Lachen ist Mbangula also nicht vergangen – trotz seiner leistungsbedingten Auswechslung zur Halbzeit beim 1:1-Unentschieden in Mainz.

Kein guter Auftritt: Samuel Mbangula wurde im Spiel des SV Werder Bremen gegen den FSV Mainz 05 in der Halbzeit ausgewechselt.

Samuel Mbangula enttäuscht nach schwachem Auftritt in Mainz: Für Werder Bremen sind „Formschwankungen normal“

Dort war dem Flügelspieler am vergangenen Samstag nämlich nicht viel gelungen: Der zweitteuerste Neuzugang der Vereinsgeschichte zeigte seinen womöglich bisher schwächsten Auftritt im Werder-Trikot. „Samuel war natürlich enttäuscht über seine Leistung und seine Auswechslung“, sagt Werder Bremens Leiter Profifußball Peter Niemeyer gegenüber der DeichStube. Gleichzeitig nimmt der Ex-Profi Mbangula aber auch in Schutz: „Man darf nicht vergessen, dass er ein junger Spieler ist, bei dem Formschwankungen normal sind.“ Worte, die nachvollziehbar sind – schließlich ist der Neuzugang aus Turin erst in der vergangenen Spielzeit bei der „Alten Dame“ Juventus zu den Profis aufgerückt. Rein von der Erfahrung her befindet sich Samuel Mbangula also weiterhin erst am Anfang seiner Profikarriere.

Werder Bremen akzeptiert Schwächephase bei Samuel Mbangula und glaubt an sein Potenzial

Doch da ist eben auch die andere Seite – und die beinhaltet nicht nur seine hohe Ablöse von rund zehn Millionen Euro, sondern auch die bereits gezeigten Leistungen in dieser Spielzeit. Denn die haben deutlich gemacht, dass der Linksaußen, der in acht Bundesligaspielen auf zwei Tore und drei Vorlagen kommt, zu weit mehr fähig ist, als er in den 45 Minuten von Mainz zeigte. Speziell seine Körpersprache, aber auch die Intensität gegen den Ball ließen an diesem Tag beim Belgier deutlich zu wünschen übrig. „Wir müssen bei unseren jüngeren Spielern akzeptieren, dass es mal schwächere Phasen gibt“, sagt Niemeyer, betont aber auch: „Insgesamt sind wir mit ihm bisher zufrieden – er hat sein Potenzial bereits mehrfach gezeigt.“ Bereits am Freitagabend im Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg (20.30 Uhr/DeichStube-Liveticker) hat Mbangula die Chance, es wieder besser zu machen. Dafür braucht es dann allerdings wieder etwas mehr Feinjustierung im Fuß als am Dienstag, wenn es um den Abschluss geht. (bvo)

Rubriklistenbild: © gumzmedia

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