Schmid im Fokus

„Ich will ein richtiger Führungsspieler werden“: Werder-Profi Schmid startet mit enorm viel Selbstbewusstsein in die neue Saison

Romano Schmid steigt bei Werder Bremen jetzt erst richtig in die Saison-Vorbereitung ein.
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Romano Schmid steigt bei Werder Bremen jetzt erst richtig in die Saison-Vorbereitung ein.

Romano Schmid spricht über seine Ziele in der kommenden Saison beim SV Werder Bremen, die Atmosphäre im Team nach den mäßigen ersten Testspielen und die Kritik des Kapitäns.

Bremen – Die vergangenen Monate haben ihre Wirkung nicht verfehlt. Romano Schmid war beim SV Werder Bremen eine der zentralen Figuren der Vorsaison, vor ein paar Wochen spielte er sich während der Europameisterschaft mit guten Leistungen und einem wunderschönen Treffer gegen die Niederlande in den Fokus. Zurück an der Weser ist der Österreicher jetzt heiß auf eine Fortsetzung seines guten Laufs – und der Offensivakteur hat sich noch mehr vorgenommen.

Werder Bremens Romano Schmid spürt keine schlechte Stimmung: Kapitäns-Kritik war „vielleicht zu aggressiv und hart“

„Ich bin jetzt 24 Jahre alt und möchte ein richtiger Führungsspieler werden“, betonte Romano Schmid am Dienstag während einer Medienrunde. „Ich denke, dass ich es über weite Strecken der vergangenen Saison auch schon war, denn ich versuche immer, auf dem Feld den Ton mit anzugeben. Jetzt gilt es, auch außerhalb des Platzes etwas mehr Verantwortung zu übernehmen.“ Soll heißen: Wenn Schmid es für angebracht hält, dann will er auch mit Worten unterstützen. Dort helfen, wo es vielleicht gerade etwas hakt. „Wenn die Stimmung also vielleicht mal schlecht sein sollte – was sie im Moment nicht ist –, dann sollte auch ich versuchen, sie zu verbessern“, findet der gebürtige Grazer.

Zuletzt hätte durchaus der Eindruck entstehen können, dass es atmosphärische Störungen innerhalb des Werder-Trosses gibt. Schließlich hatte Kapitän Marco Friedl im Nachgang des Trainingslagers harsch das Auftreten und die Arbeitsweise der Mannschaft kritisiert. Nun war Romano Schmid im Zillertal lediglich kurz dabei, nach der EM durfte er erst noch ausgiebig Urlaub machen und trainierte erstmals am vergangenen Donnerstag wieder mit den Kollegen. Doch als noch präsenterer Führungsspieler scheute er auch in dieser Angelegenheit klare Worte nicht. „Ich persönlich finde, dass die Aussage vielleicht ein bisschen zu aggressiv und hart war“, meinte Schmid mit Blick auf Friedls Rundumschlag. „Es ist noch früh in der Vorbereitung: Dass da noch nicht alles klappt, ist klar.“ Der 24-Jährige forderte deshalb: „Wir müssen auf die positiven Dinge schauen und auf das, was wir können und schon gezeigt haben. Wir dürfen uns nicht wegen ein paar Testspielen den Kopf verdrehen lassen.“ Wirklichen Frust habe er aber auch noch nicht in der Kabine des SV Werder Bremen wahrgenommen. „Ich verspüre keine Unruhe oder Ungeduld innerhalb der Mannschaft. Es ist alles beim Alten. Die Jungs sind genauso kritisch und positiv zugleich wie im letzten Jahr.“

Romano Schmid will bei Werder Bremen torgefährlicher werden - und bügelt Fragen zu seiner Zukunft klar ab

Und als Teil dieses Kaders will nun auch Romano Schmid dort anknüpfen, wo er kürzlich bei der Europameisterschaft aufgehört hat. „Die ganze letzte Saison habe ich mir großes Selbstbewusstsein angeeignet, das hat man in jedem Spiel gesehen. Auch wenn es mal nicht so gut war, habe ich immer die Bälle gefordert und versucht, das Ruder zu übernehmen. Die EM hat mich noch einmal selbstbewusster werden lassen“, betonte der Profi des SV Werder Bremen. „Ich will auch dieses Jahr wieder besser werden und mich weiterentwickeln.“ Konkret soll das so aussehen: „Mein größtes Ziel ist es, noch besser zu werden, noch torgefährlicher zu sein. Wenn ich auf der Acht spiele, muss ich definitiv noch torgefährlicher werden“, unterstrich Schmid. „Wenn ich weiter vorne spiele, dann bin ich es bereits und dann kommen auch mehr Scorer dazu.“

Fragen nach seiner sportlichen Zukunft bügelte er dagegen recht simpel ab. Ende vergangenen Jahres hatte Romano Schmid seinen Vertrag bei Werder Bremen verlängert, nicht zuletzt die EM-Auftritte könnten aber gewisse Begehrlichkeiten bei anderen Clubs geweckt haben. „Ich sage jetzt einen Satz dazu:“, setzte der Bremer an. „Ich bin gerne hier.“ (mbü)

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