Bei Werder-Test gegen Hoffenheim
„Emotionen gehören dazu“: Bittencourt und Werders Ex-Wunschkandidat Asllani liefern sich Scharmützel im Testspiel
Im Testspiel zwischen Werder Bremen und der TSG Hoffenheim kam es zu einer Rudelbildung - ausgerechnet mit Beteiligung von Fisnik Asllani, den der SVW vor einigen Wochen noch kräftig umworben hatte.
Bremen/Schwaz – Erst bekamen sich die Spieler in die Wolle, dann wurden auch auf der Tribüne der Silberstadt-Arena ein paar verbale Nettigkeiten zwischen einigen Fans ausgetauscht. Erst als lautstark eine Stimme ertönte und forderte: „Jetzt ist mal gut, das ist ein Testspiel hier!“, kehrte allmählich wieder Ruhe ein. Ausgelöst hatte den Wirbel Leonardo Bittencourt, der während der Schlussphase der ersten von zwei Partien gegen die TSG Hoffenheim (0:1) einen beherzten Griff ans Trikot von Gegenspieler Fisnik Asllani getätigt hatte. Und der Profi des SV Werder Bremen ließ auch nicht los, als der Kontrahent immer vehementer die Flucht erprobte – die Folge war eine amtliche Rudelbildung, die vor allem dadurch ihre Würze erhielt, weil eben jener Asllani kürzlich noch kräftig von Werder umworben war. Der frühere Elversberger, den der neue Bremer Coach Horst Steffen zu gern in seiner Offensive gesehen hätte, entschied sich aber für eine Vertragsverlängerung im Kraichgau.
Werder Bremens Horst Steffen über die Rudelbildung: „Die zwei sind Männer genug, die klären das noch oder haben es schon geklärt“
Den kleinen Zwist lächelte Horst Steffen anschließend locker weg. „Leo hat ihn festgehalten, Fisnik hat sich aufgeregt. Ich denke, die zwei sind Männer genug, die klären das vielleicht jetzt noch oder haben es schon auf dem Feld geklärt“, meinte er gelassen. Und auch Peter Niemeyer als Leiter Profifußball des SV Werder Bremen wollte der Szene mit Leonardo Bittencourt und Fisnik Asllani nicht mehr Bedeutung schenken als nötig. „Emotionen gehören dazu, daher sehe ich das entspannt“, sagte der 41-Jährige. „Es ist gut, dass sie sich danach die Hand gegeben haben. Diese Momente gehören dazu, auch bei einem Testspiel - und dann geht’s weiter.“
Es war übrigens nicht die einzige heikle Situation des Tages gewesen, in die Fisnik Asllani involviert war. Der 22-Jährige hatte sich unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff den Unmut von Werder-Keeper Michael Zetterer zugezogen, als er bei einem direkten Duell eher schwalbend zu Boden sank, anstatt ernsthaft getroffen worden zu sein. Die Folge war ein kleiner, aber energischer Schubser des Schlussmanns des SV Werder Bremen. (mbü)
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