Auch Schmid überzeugt

Lynen macht sich unverzichtbar! Das große Werder-Saisonabschluss-Zeugnis – Teil 2: Das Mittelfeld

Senne Lynen hat bei Werder Bremen in der Rückrunde absolut überzeugt. Das Saisonabschluss-Zeugnis.
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Senne Lynen hat bei Werder Bremen in der Rückrunde absolut überzeugt. Das Saisonabschluss-Zeugnis.

Saisonabschluss-Zeugnis, Teil 2: So haben die Mittelfeld-Profis des SV Werder Bremen in der abgelaufenen Bundesliga-Spielzeit performt.

Bremen – Balance herstellen, für das richtige Gleichgewicht zwischen Defensive und Offensive sorgen – das ist, vereinfacht ausgedrückt, die Aufgabe, die im Fußball dem Mittelfeld zukommt. Entsprechend wichtig ist dieser Mannschaftsteil für den Erfolg eines Teams, und beim SV Werder Bremen war das in der abgelaufenen Bundesligasaison 2023/24 freilich nicht anders. Vor allem fünf Spieler haben das Bremer Zentrum während der Serie geprägt. Wie sie sich dabei geschlagen haben, zeigt Teil 2 des Saisonabschluss-Zeugnisses der DeichStube, der sich ausschließlich dem Mittelfeld widmet. Zum Nachlesen: Hier geht‘s zum ersten Teil des Werder-Bremen-Saison-Zeugnisses für Tor und Abwehr! Und hier findet ihr Teil drei mit dem Saison-Zeugnis für den Werder-Sturm!

Werder Bremen-Saison-Zeugnis: Senne Lynen ist im Bremer Mittelfeld nach Startschwierigkeiten nicht mehr wegzudenken

Christian Groß
Am Ende wurde es emotional für den 35-Jährigen, aber so richtig, denn das letzte Saisonspiel gegen den VfL Bochum (4:1) war zugleich das letzte seiner Karriere als Profifußballer. Während der Spielzeit zählte Groß zwar nicht mehr zur Stammelf von Trainer Ole Werner, war als Back-up aber zur Stelle, wenn er gebraucht wurde, was sowohl im defensiven Mittelfeld als auch in der Dreierkette der Fall war. Seine besten Saisonspiele lieferte der Routinier in der Hinrunde gegen Freiburg (Note 2) sowie im Rückspiel gegen Darmstadt (2,5) ab. Demgegenüber standen die Ausreißer nach unten im Hinspiel gegen Heidenheim (5) sowie im ersten Vergleich mit den Darmstädtern (6).
Durchschnittsnote: 3,8
Einsätze: 20
Gespielte Minuten: 792
 
Senne Lynen
Die Verpflichtung des defensiven Mittelfeldspielers ließ sich Werder Bremen im Sommer 2023 zwei Millionen Euro kosten, die an den belgischen Erstligisten Union Saint-Gilloise überwiesen wurden. Und direkt am ersten Spieltag zeigte Lynen, dass das Geld gut investiert ist, als er beim 0:4 in Bremen ein starkes Bundesligadebüt feierte (Note 2,5). Danach wurde es allerdings zunächst etwas ruhiger um den Sechser, der Zeit benötigte, um das Bremer Spielsystem komplett zu verinnerlichen. In der Hinrunde stand Lynen nur noch drei Mal in der Startelf – nach dem Jahreswechsel sollte er sich dann aber unverzichtbar machen. Mit Ausnahme des Auswärtsspiels in Wolfsburg, das der Belgier wegen einer Gelbsperre verpasste, zählte er in allen Rückrundenspielen zu Werders Anfangsformation – und lieferte (fast immer) gute Auftritte ab. Einzig während des 1:2 Union Berlin erwischte Lynen einen ganz schwachen Tag (Note 5,5). Wie wichtig er für seine Mannschaft sein kann, zeigte er dafür unter anderem in den Rückspielen gegen die Bayern und Heidenheim (jeweils 2,5) sowie gegen Augsburg (1,5).
Durchschnittsnote: 3,3
Einsätze: 32
Gespielte Minuten: 1.793

Romano Schmid entwickelt sich bei Werder Bremen zum Leistungsträger: Das Saison-Abschluss-Zeugnis

Jens Stage
Der Däne startete als Stammspieler in die Saison und ließ sich als Mittelfeld-Arbeiter und Antreiber wenig zu Schulden kommen. Dass er vor dem heißen Endspurt dennoch aus der Mannschaft rutschte, hatte mit schlechtem Timing zu tun. Wegen einer Rotsperre verpasste Stage die Spiele gegen Leverkusen (0:5), Stuttgart (2:1) und Augsburg (3:0), wovon Konkurrent Leonardo Bittencourt profitierte und den Platz des 27-Jährigen übernahm. Stage fügte sich in die ungewohnte Reservistenrolle, die ihn bis zum Saisonende begleitete, ohne Murren und darf mit seinem Jahr auch so zufrieden sein. Am Ende standen für ihn je drei Tore und Vorlagen zu Buche.
Durchschnittsnote: 3,3
Einsätze: 30
Gespielte Minuten: 2.335
 
Romano Schmid
Der 24-Jährige spielte seine bisher beste Saison im Trikot des SV Werder Bremen und war mit Abstand der kreativste Mittelfeldspieler des Teams. Auch in Sachen Torgefahr machte er endlich einen Schritt nach vorne, was seine vier Saisontore belegen. Dazu kommen sieben Assists. Am letzten Spieltag gegen Bochum präsentierte sich der Österreicher kürzlich in Gala-Form (Note 1), was ein gutes Bewerbungsschreiben für die EM gewesen sein dürfte. Zwar hatte auch er schwächere Auftritte während der Saison – wie zum Beispiel in Stuttgart (Note 5) –, die soliden bis guten Leistungen überwogen aber deutlich.
Durchschnittsnote: 3,2
Einsätze: 33
Gespielte Minuten: 2.615

Verfolgt das Relegationsspiel der U23 des SV Werder Bremen gegen den SV Todesfelde live im DeichStube-Liveticker!

Werder Bremen-Saisonabschluss-Zeugnis: Leonardo Bittencourt steigert sich in der Rückrunde

Leonardo Bittencourt
Für den erfahrenen Profi des SV Werder Bremen ging es während der Saison oftmals hin und her zwischen Bank und Platz, durchgehend gesetzt war er unter Trainer Werner nicht. In der Schlussphase der Saison zeigte Bittencourt dann aber, wie sehr er der Mannschaft in veränderter, nämlich defensiverer Rolle helfen kann. Sein bestes Spiel machte der 30-Jährige zu Hause gegen den VfL Bochum (Note 2), sein schwächstes in der Hinrunde gegen denselben Gegner sowie in Stuttgart (jeweils Note 5).
Durchschnittsnote: 3,5
Einsätze: 29
Gespielte Minuten: 1.584
 

Hinweis: Spieler werden von der DeichStube nur dann benotet, wenn sie mindestens 30 Minuten lang in einer Partie gespielt haben. Eine Durchschnittsnote wird nur bei mindestens drei bewerteten Partien ermittelt. (dco)

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