DeichStube-Kommentar

Kommentar zum Mbangula-Abgang von Werder: Ein Millionen-Missverständnis, das sich nicht wiederholen darf

Das vorläufige Ende von Samuel Mbangula bei Werder Bremen ist ein millionenschweres Missverständnis, das sich nicht wiederholen darf. Ein Kommentar.

Zehn Millionen Euro. So viel hat sich der SV Werder Bremen Samuel Mbangula im vergangenen Sommer kosten lassen – und den jungen Belgier damit zum zweitteuersten Neuzugang der Vereinsgeschichte gemacht. Dass die Liaison schon ein Jahr später - zumindest vorerst - auf Leihbasis wieder endet, wirft auf alle Beteiligten kein gutes Licht. Denn Mbangula war – die ersten acht Spieltage der vergangenen Saison ausgenommen – deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Sein lust- und mutloser Auftritt im Pokalspiel gegen Lüneburg vor anderthalb Wochen stellte dabei den Tiefpunkt dar. Die Frage drängt sich deshalb auf: Warum floppte erneut ein für Werder-Verhältnisse teurer Millionen-Transfer?

Teures Missverständnis: Samuel Mbangula verlässt den SV Werder Bremen vorläufig per Leihe - und wechselt zurück nach Italien zum FC Bologna.

Kommentar zu Samuel Mbangulas Abgang von Werder Bremen: Ein Millionen-Missverständnis, das sich nicht wiederholen darf

Zur Wahrheit gehört, dass sich Samuel Mbangula an der Weser nie wirklich wohlgefühlt hat – und das auch immer wieder in unzureichenden Trainingsleistungen erkennen ließ. Zwar verbesserte sich seine private Situation in diesem Sommer, als Verlobte und Kind nach Bremen zogen. Für einen spürbaren Leistungsschub sorgte das allerdings nicht. Die Folge: Nicht nur Cheftrainer Daniel Thioune unlängst, sondern bereits sein Vorgänger Horst Steffen wiesen mehrfach öffentlich auf das nicht ausgeschöpfte Potenzial des Flügelspielers hin. Zur besseren Integration dürften solche Aussagen jedoch kaum beigetragen haben. Unter dem Strich bleibt deshalb ein sportlich enttäuschendes Fazit.

Bleibt die wirtschaftliche Seite. Sollte sich der FC Bologna im kommenden Jahr dazu entscheiden, Mbangula fest zu verpflichten, könnten Werder Bremen im Gesamtpaket bis zu 15 Millionen Euro winken. Es wäre das bestmögliche Szenario, um zumindest finanziell gut aus der Sache herauszukommen. Doch auch hier darf nicht vergessen werden: Werder ging beim Kauf vor einem Jahr bewusst ins Risiko und verband damit die Hoffnung auf eine zukünftig deutlich höhere Rendite. Weil weitere Abgänge ausblieben, floss zudem fast der gesamte Teil des Sommerbudgets in einen einzigen Spieler, der anschließend sportlich nicht funktionierte. Was zur Folge hatte, dass die Bremer im vergangenen Jahr nur noch leihen konnten – mit bekanntem Ausgang.

Nach Transfer-Flucht vom SV Werder Bremen: Samuel Mbangula eine kostspielige Fehleinschätzung, die sich nicht wiederholen darf

Genau solche Transfers kann und darf sich Werder Bremen nicht leisten. Schon gar nicht in einer wirtschaftlich derart angespannten Situation, wie es sie in diesem Transfersommer einmal mehr gab. Samuel Mbangula ist damit zumindest vorerst ein weiteres Beispiel für eine kostspielige Fehleinschätzung am Osterdeich. Und eine Warnung, dass Werder bei solchen Investitionen künftig genauer hinsehen muss. (bvo)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Claus Bergmann

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Das sind die Bilder vom Herbstmarkt in Bruchhausen-Vilsen

Das sind die Bilder vom Herbstmarkt in Bruchhausen-Vilsen

Drei Fünfer und wenig Lichtblicke: Die Noten der DFB-Stars gegen Griechenland

Drei Fünfer und wenig Lichtblicke: Die Noten der DFB-Stars gegen Griechenland

Fotostrecke: Matthias Ruhle gewinnt Bürgermeisterwahl in Wildeshausen

Fotostrecke: Matthias Ruhle gewinnt Bürgermeisterwahl in Wildeshausen

Ein Muss für Trödelfans und Schnäppchenjäger: Die Bilder von der 14. Haushalts- und Antikbörse in Haendorf

Ein Muss für Trödelfans und Schnäppchenjäger: Die Bilder von der 14. Haushalts- und Antikbörse in Haendorf

Kommentare