Deutliche Aussagen
„Gefühl von Frustration“ und „unzureichendes Management“: Mbangula-Berater mit Seitenhieb gegen Werder Bremen
Samuel Mbangula blieb in seiner ersten Saison bei Werder Bremen hinter den Erwartungen zurück. Sein Berater findet deutliche Worte zur Situation.
Samuel Mbangula galt beim SV Werder Bremen im vergangenen Sommer als einer der großen Hoffnungsträger. Für rund zehn Millionen Euro wechselte der Belgier von Juventus Turin an die Weser und sollte mit Tempo, Dynamik und Dribbelstärke das Offensivspiel der Bremer beleben und nachhaltig prägen. Der Start verlief vielversprechend: In seinen ersten zehn Pflichtspielen sammelte der 22-Jährige gleich sechs Scorerpunkte. Danach verlor Mbangula allerdings zunehmend seinen Platz im Team und fand sich phasenweise sogar komplett auf der Bank wieder. Nun hat sich der Berater des Belgiers, Grace Diamouangana, gegenüber der „Bild“-Zeitung zur schwierigen Saison seines Klienten geäußert – und dabei deutliche Worte gewählt. „Wenn wir seine Saison bewerten, muss man zugeben, dass sie sehr gut begann, aber letztendlich durch unzureichendes Management gebremst wurde. Das hinterließ bei ihm ein Gefühl der Frustration“, erklärte Diamouangana.
Berater von Samuel Mbangula erklärt Leistungsschwankungen und verteilt Seitenhieb gegen Werder Bremen
Besonders der zwischenzeitliche Systemwechsel habe Samuel Mbangula ausgebremst. Der Offensivspieler habe laut seines Beraters mehrfach auf Positionen spielen müssen, die nicht optimal zu seinem Profil passten. Trotzdem soll die Entwicklung des Belgiers bei Werder Bremen noch längst nicht abgeschlossen sein. „Die Erwartungen sind klar: Es soll eine bessere Saison werden. Sowohl für Samuel persönlich als auch für den Verein“, betonte Diamouangana. Auch die Vorbereitung im Sommer soll dabei helfen, wieder an die starken Leistungen aus den ersten Monaten anzuknüpfen. „Man muss bedenken, dass er zu Saisonbeginn nicht einmal 50 Prozent seiner körperlichen Leistungsfähigkeit erreicht hatte. Er kam von der Klub-WM mit Juventus und konnte nicht die gesamte Vorbereitung absolvieren. Trotzdem hat er zunächst wirklich starke Leistungen gezeigt“, sagte der Berater weiter.
Transfer im Sommer? Berater von Samuel Mbangula spricht über Zukunft beim SV Werder Bremen
Klar ist allerdings auch: Ein Wechsel im Sommer bleibt trotz der grundsätzlichen Zukunftspläne in Bremen nicht ausgeschlossen. Nach Angaben des Beraters hatte Samuel Mbangula bereits im Winter das Interesse anderer Clubs geweckt. „Sollte ein Verein auf uns zukommen, bei dem das Angebot sowohl für Werder als auch für Samuel attraktiv ist, würden wir uns zusammensetzen“, erklärte Diamouangana. Gleichzeitig machte er deutlich, dass sein Spieler aktuell weiterhin den Fokus auf Werder Bremen richtet: „Er hat hier in Bremen aber noch einiges zu erledigen.“
Besonders interessant: Laut Diamouangana hätte Samuel Mbangula im vergangenen Sommer durchaus auch auf die Insel wechseln können. „Als er sich entschied, nach Bremen zu kommen, hätte er bei mehreren Vereinen der Premier League unterschreiben können“, sagte der Berater. Ausschlaggebend sei damals jedoch das Projekt des SV Werder Bremen gewesen: „Der Spielstil und die Art und Weise, wie er in einem ganz bestimmten System eingesetzt werden soll, haben ihn überzeugt.“
Nach durchwachsener Saison: Samuel Mbangula steht vor richtungsweisender Vorbereitung
Nach einer insgesamt enttäuschenden ersten Saison bei Werder Bremen dürfte Samuel Mbangula nun vor einer richtungsweisenden Vorbereitung stehen. Denn zur Wahrheit gehört auch, dass die Verantwortlichen intern in den vergangenen Monaten nicht immer mit der Arbeitseinstellung des Youngsters zufrieden waren. Zudem machten sowohl Horst Steffen als auch Daniel Thioune mehrfach öffentlich deutlich, dass sie sich vom Flügelspieler eine Weiterentwicklung in der Arbeit gegen den Ball wünschen. (bvo)
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