Bei Werder-Pleite gegen Augsburg
„Viele Sachen werden gegen uns gepfiffen“ - Handspiel-Ärger trifft VAR-Pech: Werder und der Schiri-Frust
Kein Handspiel? Auch nach der Niederlage gegen den FC Augsburg mussten sich die Profis des SV Werder Bremen über eine Schiedsrichter-Entscheidung ärgern.
Bremen – Der SV Werder Bremen und die strittigen Schiedsrichter-Entscheidungen im Jahr 2025: Wäre dies ein Buchtitel, dann gäbe es nach nur drei Spielen im neuen Jahr bereits mehrere Kapitel. Auch nach der jüngsten 0:2-Heimniederlage gegen den FC Augsburg waren die Bremer mit dem Auftritt des Unparteiischen Benjamin Brand nicht wirklich zufrieden – oder wie Kapitän Marco Friedl es ausdrückte: „In den letzten beiden Spielen waren die Schiedsrichter alles andere als glücklich. Viele Sachen werden gegen uns gepfiffen“, haderte der 26-Jährige im Nachgang des Spiels am ARD-Mikrofon.
Nach Niederlage gegen den FC Augsburg: Werder Bremen hadert erneut mit dem Schiedsrichter
So auch eine Situation in der Nachspielzeit der ersten Hälfte: Im Strafraum der Gäste bekam Augsburgs Elvis Rexhbecaj klar ersichtlich den Ball an die Hand. Sowohl der Schiedsrichter als auch der VAR machten dennoch keine Anstalten, die Aktion zu überprüfen. „Das Handspiel ist für mich eine klare Aktion, weil er den Ball acht Sekunden sieht. Der Ball kommt von oben, er hat die Hand draußen“, monierte Friedl. Auch Werder Bremens Trainer Ole Werner zeigte sich im Anschluss der Partie irritiert: „Im Spiel sah es für mich so aus, als könne man auf Handspiel entscheiden.“ Der Beteiligte selbst sah es verständlicherweise anders: „Ich springe hoch, meine Augen sind zu, und der Ball geht halt an meine Hand. Es ist schwierig zu sagen, aber ich glaube, im Sinne des Fußballs ist es kein Elfmeter“, sagte Rexhbecaj bei „Dazn“.
Es bleibt also festzuhalten, dass das nötige Glück bei Schiedsrichter-Entscheidungen bislang noch nicht Teil des neuen Werder-Jahres ist. „Aktuell ist es so, dass die 50:50-Entscheidungen konsequent gegen uns entschieden werden. Wir können das nicht ändern, wir können nur darauf hinweisen“, betonte Werner gewohnt sachlich. Mitchell Weiser wurde hingegen bei einem Sponsoren-Talk des SV Werder Bremen deutlicher: „Wir haben jetzt zweimal auch gegen den Schiedsrichter gespielt, das muss man so ehrlich sagen. Ich fand den Unparteiischen auch heute wieder sehr schlecht.“ Als Ausrede für den verkorksten Start ins Jahr 2025 wollten die Bremer allesamt die strittigen Entscheidungen allerdings nicht gelten lassen. „Nichtsdestotrotz liegt es nicht daran, dass wir das Spiel verloren haben, sondern weil wir die Fehler gemacht haben“, stellte Friedl klar. (bvo)