Werder und die Schiris

Anthony Jungs doppeltes Elfmeter-Vergehen: Werder Bremen richtet Blick eher auf Schiedsrichter

Strittige Szene bei Werder Bremens Niederlage gegen den FC Bayern: Anthony Jung bekommt den Ball im Zweikampf mit Harry Kane an den Arm, die Distanz war aber enorm kurz. Der Schiedsrichter entschied dennoch auf Elfmeter.
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Strittige Szene bei Werder Bremens Niederlage gegen den FC Bayern: Anthony Jung bekommt den Ball im Zweikampf mit Harry Kane an den Arm, die Distanz war aber enorm kurz. Der Schiedsrichter entschied dennoch auf Elfmeter.

Nach der klaren Niederlage beim FC Bayern haderte der SV Werder Bremen mit dem ersten Elfmeter. Allzu große Vorwürfe an den Schiedsrichter gab es dieses Mal aber nicht.

München – Es ist eine negative Bestmarke in seiner Karriere, auf die Anthony Jung mit Sicherheit gerne verzichtet hätte: Während Werder Bremens Auswärtsspiel beim FC Bayern München verursachte der erfahrene Innenverteidiger am Freitagabend gleich zwei Elfmeter – und hatte somit unfreiwillig entscheidenden Anteil an der klaren 0:3-Niederlage seiner Mannschaft beim überlegenen Rekordmeister. Vorwürfe von Mitspielern oder Verantwortlichen gab es nach dem Spiel nicht an die Adresse von Jung – Werders Blick richtete sich da eher (einmal mehr) auf den Schiedsrichter.

Wieder Ärger mit dem Schiedsrichter: Werder Bremen hadert mit erstem Elfmeter des FC Bayern

Dabei ging es vor allem um die Szene aus der 54. Minute, die zum ersten Strafstoß für die Bayern führte. Nach einem Flugball von Joshua Kimmich bekam Anthony Jung den Ball im Duell mit Torjäger Harry Kane im Strafraum an den Arm, was Schiedsrichter Sören Storks sofort als Handspiel wertete und auf den Punkt zeigte. „Also bei uns hätten sie ihn nicht gegeben“, sagte Werder-Stürmer Marvin Ducksch später über den Elfmeter und spielte damit auf den Bremer Schiedsrichter-Ärger der vergangenen Wochen an.

Torhüter Michael Zetterer, der bei Kanes Elfmeter letztlich ohne Chance geblieben war, äußerte sich ganz ähnlich. „Tony versucht, mit der Hand Kontakt zu Kane zu haben, sieht den Ball nicht und bekommt ihn dann aus 0,2 Zentimeter Abstand an die Hand. Vor einigen Wochen hatten wir eine ganz ähnliche Szene gegen Augsburg, da haben wir so einen Elfmeter nicht bekommen“, sagte der 29-Jährige – und betonte: „Es ist zurzeit ein leidiges Thema.“ Eines, das natürlich auch Werder Bremens Sportchef Clemens Fritz umtreibt. Sein Kommentar zum Handelfmeter: „Mit Werder-Brille muss ich sagen, den muss man nicht unbedingt geben. Aus Bayern-Sicht sage ich, kann man aber durchaus. Ich mache Tony da keinen Vorwurf. Im Spiel gegen Augsburg hatten wir eine ähnliche Situation, und da gab es keinen.“

Nach Werder Bremen gegen FC Bayern: Ärger über Schiedsrichter, aber selbst Schuld an der Niederlage

Weiter befeuern wollten die Bremer die Schiedsrichter-Debatte in München aber nicht. Dafür war Werder Bremen gegen den Rekordmeister auch viel zu unterlegen gewesen. „Es waren keine Fehlentscheidungen. Ich kann mich nicht groß aufregen, denn Bayern hat verdient gewonnen“, sagte Fritz. Elfmeter Nummer zwei, verhängt in der Nachspielzeit (90.+5) war ohnehin unstrittig gewesen. Im Duell mit Jamal Musiala brachte Anthony Jung den Nationalspieler eindeutig zu Fall, was erneut Harry Kane dankend annahm und vom Punkt den 3:0-Endstand markierte. (dco/bvo)

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